Detroit Auto Show 2006, Teil 2

Detroit Auto Show 2006, Teil 2

— 11.01.2006

Neues aus der Alten Welt

Nicht nur die "Groen Drei" trumpfen in Detroit mchtig auf, auch Europa und Fernost blasen die Backen auf. Streifzug Nummer zwei ber die NAIAS 2006.

Kaum sinken die Spritpreise in den USA, schon greifen die "Groen Drei" General Motors, Ford und Chrysler in ihre Retrokiste. Grer und strker lautet ihr Motto, als habe sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum etwas gendert.

Doch es gibt ja noch andere Hersteller aus anderen Lndern, die sich in den Staaten ber wachsende Verkaufszahlen freuen, darunter Mercedes-Benz. Die DaimlerChrysler-Tochter hat eine groe Vision, fast mchte man sagen Mission: Sie will den Amerikanern den Selbstznder ans Herz legen. Um die scharfen Abgasregeln einzuhalten, greifen die Stuttgarter auf einen Trick aus dem Lkw-Bereich zurck Harnstoffeinspritzung. Erstes Serienmodell damit ist der E 320 BLUETEC, schon im Herbst steht er beim beim US-Hndler (und vorerst nur dort). Auch die neue GL-Klasse gibt es als "blauen Engel" zunchst allerdings nur als Studie.

Eine weitere berraschung kommt aus Ingolstadt. Audi zeigt neben S6 und Q7 das Roadjet Concept und zieht das Messe-Publikum damit magisch an. Mit ihm feiert das erste Siebengang-SMG in einem Audi Premiere. Bekannt ist es aus dem Bugatti Veyron.

Aus dem fernen Schweden kam Volvo bis nach Detroit, um seine Golf-Klasse zu enthllen. Der C30 ist fast fertig, freut sich der Hersteller und will schon in Paris das Serienmodell vorfhren. Marktstart: ebenfalls noch 2006.

Lngst hat auch der ferne Osten das Land der unbegrenzten Mglichkeiten im Visier. Toyota hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Groen Drei aufzumischen. Das ist gelungen (nur noch GM verkauft weltweit mehr Autos), nicht zuletzt dank der Erfahrung in Sachen Hybrid. Und wird weiter gelingen: Bald kommt auch der Mittelklasse-Bestseller Camry mit kombiniertem Benzin-Elektro-Antrieb, kndigte der Hersteller an.

Eine brandneue Crossover-Gattung kommt keineswegs aus den USA, sondern aus Japan. Mazda hat's erfunden und aus der Studie Crossport endlich den serienfertigen CX-7 auf die Rder gestellt. Die Amerikaner drfen sich freuen, denn bei ihnen steht er schon im Frhjahr 2006 auf der Preisliste. Wir drfen noch bis Jahresende auf den Neuen warten.

VW hat den trendigen Microbus beerdigt, damit blieb diese Lifestyle-Nische bislang unbesetzt. Da die Amerikaner voll darauf abfahren wrden, ahnt offenbar auch Toyota und will mit dem wahrhaft "bulligen" F3R nach eigener Aussage "das Van-Geschft in Nordamerika wiederbeleben". Vom reinen Familien-Transporter wird er auf Wunsch zur Lounge mit Designersofa inklusive Clubatmosphre. Ob diese Art von Flexibilitt tatschlich beim US-Publikum ankommt, werden die Japaner sptestens nach Detroit wissen.

Autor: Michael Vo

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