Detroit Auto Show 2013: Die Sportler
— 16.01.2013
Leistung lohnt sich wieder
Benzin ist in Amerika billig wie seit Jahren nicht mehr – und schon entdecken die Hersteller die neue Lust an der PS-Lust. Das sind die Sportler der Detroit Auto Show.
Am Detroit River rücken die Autobauer mit neuem Selbstbewusstsein neben fetten Pick-Ups und SUVs wieder Sportwagen ins Rampenlicht. Die Amerikaner denken wieder groß. Kein Wunder bei Spritpreisen, die auf dem Niveau von Mineralwasser liegen. Umgerechnet müssen die Amis zurzeit gerade mal 60 Eurocent je Liter zahlen. Wichtigste Premiere in Detroit ist die neue
Corvette, die in ihrer siebten Generation wieder Stingray heißen darf. Dazu gibt es eine hinreißend schöne, kantige Karosserie und – klar bei einer Corvette – einen fetten V8 mit 456 PS. Ganz ungewohnt hingegen das gediegene Interieur. Hier haben die Amis von ihrer Hartplastik-Vergangenheit gelernt und versuchen mit Karbon, Leder und Aluminium den Abstand zu
Porsche zu verringern.
Alle Neuheiten der Detroit Auto Show im Überblick
Video: Detroit Auto Show 2013
Die Amis in Detroit
Noch fetter als die Vette? Klar, geht auch. VW-Tochter
Bentley präsentiert auf der NAIAS das Continental GT Speed Cabrio. 625 PS aus einem doppelt aufgeladenen Zwölfzylinder machen den 325 km/h schnellen Briten zum schnellsten viersitzigen Cabrio der Welt. Noch Fragen? Es geht aber auch eine Nummer kleiner:
BMW zeigt das erste Mal das Facelift des Roadsters
Z4. Neue Stoßfänger und eine Chromspange am Lufteinlass in den vorderen Kotflügeln müssen als optische Unterscheidung zum alten Model reichen. Dafür gibt es – zumindest in Europa – eine neue Einstiegsmotorisierung. Künftig geht es mit einem kleinen, aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder mit 156 PS und 240 Newtonmeter los. Den kennen wir bereits aus
1er und
3er – sollte für ein paar spaßige Stunden auf sommerlichen Landstraßen reichen.
Video: Detroit Auto Show 2013
Die Deutschen in Detroit
Und auch wenn sie eigentlich nicht viel mit Sportwagen zu tun haben: Mit
Audi RS 7 Sportback,
BMW M6 Gran Coupé und
Mercedes E 63 AMG zeigen die drei deutschen Premiumhersteller, dass auch ausgewachsene Oberklasse-Limousinen mittlerweile Fahrleistungen erreichen können, die so manchen Porsche oder
Ferrari ins Schwitzen bringen. Bei Leistungen zwischen 560 (BMW) und 585 (Mercedes) PS ist das kein Wunder. Leistung lohnt sich wieder in Amerika!
Kommentare zum Artikel (1)
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Kaum gehen die Absatzzahlen in den Keller regelt die Öllobby den Benzin Preis nach unten :-)
1996 wurde schon das Elektroauto EV1 von General Motors und der Rav4 EV von Toyota in der Wüste heimlich verschrottet, obwohl schon eine Bestell-Liste von den Leasingteilnehmern existierte !