Detroit Auto Show 2013: Messerundgang
— 15.01.2013
Yes, Detroit legt vor!
Chevrolet Corvette, BMW 4er oder Corolla Furia – im eiskalten Detroit sind jede Menge Top-Neuheiten am Start. Hier sind die Highlights der ersten Automesse des Jahres.
Kaum ein Auto verkörpert den guten alten American Dream so sehr wie sie. Sie ist fester Bestandteil vieler Hollywoodstreifen und hat in Kentucky gar ein eigenes Museum: Vorhang auf für die neue
Corvette C7. Der Supersportler, der jetzt wieder den Beinamen
"Stingray" trägt, ist der ultimative Star der
Detroit Auto Show 2013. Das Gedränge am Chevrolet-Stand ist immens – ohne Leiter oder ein Gardemaß von über 2,10 Meter bleibt einem der Blick auf den US-Keil die ersten Minuten nach der Pressekonferenz verwehrt. Schon Monate vorher war die Anspannung und Vorfreude der – vor allem US-amerikanischen – Auto-Enthusiasten riesig. Jetzt ist die siebte Generation endlich enthüllt. Lange Haube, kurzes Heck, flache, markante Optik – alles beim Alten, alles gut! Technisch brilliert der V8-Kracher, der immer mal wieder für einen Rundenrekord am Nürburgring gut ist, jetzt mit einem neuen 6.2 V8-Aggregat, das 20 PS (456 PS statt 436) und 35 Newtonmeter (610 statt 575) mehr herausposaunt als der Vorgänger.
Video: Detroit Auto Show 2013
Die Deutschen in Detroit
Eine ebensolche US-Ikone, jedoch aus einem komplett anderen Betätigungsfeld, ist der
Chevrolet Silverado. Auch der dicke Lastesel zeigt sich in Detroit runderneuert. Nicht die Rennstrecke, sondern der morastige Acker ist sein Hoheitsgebiet. Beim Thema Pick-up scheiden sich die Geister. Für die einen (meist Städter der Ost- und Westküste) sind diese Fahrzeuge der größte Unsinn, weil sie groß und laut sind und mit ihren hohen Verbräuchen die Umwelt belasten. Für die anderen (Farmer, Handwerker und sonstige Arbeiter in den landwirtschaftlich geprägten Staaten) sind sie der perfekte Begleiter beim Transportieren schwerer Lasten. Mit sportlicherer Linienführung, modernerem Interieur und Motoren von 262 bis 376 PS grinst der Silverado am Chevy-Stand das Publikum an.
Mischung aus CLS und A-Klasse. Der CLA steht nur am Rande der Messe und feiert seine Premiere in Berlin.
Auch die deutschen Hersteller trumpfen in Detroit groß auf. Wie Daimler-Chef Dieter Zetsche bereits vor zwei Jahren in Shanghai angekündigte, will
Mercedes seine A-Familie stetig wachsen lassen. Neuestes Mitglied im Kompakt-Clan ist das
Coupé CLA. Ab 28.977 Euro geht es im April 2013 los, die Motorenpalette reicht von 122 bis 211 PS. Leider steht der CLA nicht auf der Messe, sondern zeigte sich nur am Vorabend einem ausgesuchten Publikum. Offizielle Weltpremiere feiert der Schwaben-Schönling auf der Fashion Week in Berlin (15. bis 18. Januar). Aber mal ehrlich: Ein klein wenig Star-Allüren sind bei solch einem hübschen Auto durchaus erlaubt.
Macht VW jetzt auf Ami? Der CrossBlue wirkt auf den ersten Blick brachial.
Die bajuwarische Antwort auf den CLA steht gute zehn Meter weiter bei BMW: Der neue 4er – in Detroit noch als Studie zu sehen – ersetzt künftig das
3er Coupé. Das elegant gezeichnete Konzept ist breit, flach und lang und wirkt dadurch enorm angriffslustig. Im Innenraum geht es BMW-typisch sehr sachlich, edel und unaufgeregt zu. Weniger Knöpfe und Schalter sind mehr! Vor allem in den USA, wo das Segment der Kompakt-SUVs sehr beliebt ist, will
VW mit dem neuen CrossBlue punkten. Der laut VW neue "Volkswagen der USA" soll in den kommenden Jahren zu einer festen Größe in Nordamerika werden. Auf den ersten Blick wirkt die Studie mit Diesel-Plug-in-Hybrid (306 PS/700 Nm) ganz schön brachial. Mit den weit ausgestellten Radhäusern und der bulligen Offroad-Optik könnte es sich auch um ein neues Modell von
Jeep oder
Land Rover handeln. Mit seinen sechs Einzelsitzen auf 4,99 Metern Gesamtlänge bietet er reichlich Platz. Klasse Feature für die Passagiere: die in den Kopfstützen der ersten Sitzreihe eingebauten iPad Minis.
Volkwagen macht auf Ami: VW CrossBlue
Zwei Nummern kleiner als der CrossBlue und damit eine Antwort auf Opel Mokka oder Mini Countryman: Honda Urban SUV.
Honda zeigt in Detroit ein schickes Urban SUV Concept, das auf der neuen Plattform für Kleinwagen und Kompakte steht. Das SUV ist jedoch zwei Nummern kleiner als der CrossBlue und damit eine Antwort auf Chevrolet Trax,
Opel Mokka oder
Mini Countryman. In Mexiko gebaut, rollt die Serienversion in Japan noch 2013 los. Technische Daten gibt Honda noch nicht bekannt, Taktgeber sollen Aggregate der neuen Motor- und Antriebsgeneration "Earth Dreams Technology" werden.
Eine Art viertüriger GT86 und zugleich eines der schönsten Autos der Messe ist das Konzept
Corolla Furia von
Toyota. Die knall-orange kompakte Sportlimousine mit dem kleinen, feinen Heckbürzel macht tierisch Lust auf eine Serienproduktion. Und die wird kommen – die 4,62 Meter lange Studie ist ein erster Vorgeschmack auf die nächste Generation des Corolla. Holla, die Waldfee: Wenn der nur annähernd so scharf wird, wie dieses Detroit-Konzept, dann kommt in den Markt der Kompaktlimousinen bald ordentlich Feuer rein.
In Sachen Optik und Leistungsdaten hat der Cadillac ELR die Nase bei den Hybriden vorn.
Dass die Elektrifizierung und Hybridisierung auch bei den US-amerikanischen Herstellern weiter stark um sich greift, zeigt der Plug-in-Hybride ELR. Hier nutzt
Cadillac das Know-how vom Volt, der ELR bringt aufgrund seiner sportlichen Ambitionen und einem kräftigeren Elektromotor jedoch deutlich mehr Leistung auf die Straße. Potenzielle Gegner des Spar-Cadillac sind
Chevrolet Volt,
Toyota Prius Plug-in, Honda Accord Plug-in und Co. In Sachen Optik und Leistungsdaten hat der sportliche Caddy schon jetzt gewonnen. Was er tatsächlich draufhat wird jedoch erst dann klar, wenn der ELR Anfang 2014 in den USA auf die Straße kommt. Später soll er wohl auch in Europa angeboten werden.
Kommentare zum Artikel (2)
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Stimmt, der Hyundai hat vier Räder, ein Lenkrad, ein Dach etc.. Gruß an alle lächerlichen Markenbasher. Hyundai macht sich immer mehr und die VW AG um Herrn Winterkorn weiß das. Noch zerrt die VW AG vom Image, aber das europäische Image Hyundai schließt mächtig auf. Außerdem ist das hier ein Prototyp, denn Hyundai hat ein eigenständiges Gesicht, modellübergreifend.
Wahnsinn, der Hundei HDC14 schaut aus wie ein "schöner" A123456789