Detroit Electric SP:01: Shanghai Auto Show 2013

— 05.04.2013

Elektro-Elise wird 999 Mal gebaut

Die chinesische Youngman Group bringt unter ihrem amerikanischen Label "Detroit Electric" den englischen Roadster Lotus Elise als Elektro-Sportwagen.



Detroit Electric präsentiert auf der Shanghai Motor Show 2013 den Elektro-Sportler SP:01. Der Stromer ist das erste Auto von Detroit Electric, seit die Marke durch die chinesische Yougman Group wiederbelebt wurde. Unverkennbar handelt es sich dabei um einen modifizierten Lotus Elise. Nach Opel Speedster, Melkus RS 2000, Tesla Roadster und Henessey Venom GT, feiert das britische Leichtgewicht erneut Premiere unter neuer Flagge. Das Konzept, den Roadster in einen Elektro-Auto zu verwandeln wurde zuvor bereits durch Tesla realisiert. Doch das kalifornische Unternehmen hat die Produktion des Roadsters Anfang 2012 eingestellt. Die entstandene Lücke will der SP:01 nach einer Entwicklungszeit von fünf Jahren nun füllen. Im Gegensatz zum Roadster aus Kalifornien, verzichtet der SP:01 auf eine eigene Frontpartie. Das Design gleicht fast 1:1 dem englischen Original. Nur die Heckleuchten sind schräg untereinander angeordnet und liegen nicht auf einer horizontalen Ebene wie bei der Elise.

Alle Highlights auf einen Blick: Die Stars der Auto Shanghai 2013

Der SP:01 hat weniger Power als der Tesla Roadster, aber auch weniger Gewicht auf den Rippen. Die angegebenen Fahrleistungen sind beinahe identisch.

Bei gleichem Radstand ist der SP:01 ein paar Zentimeter länger und breiter, aber vor allem schwerer. Aufgrund der Lithium-Polymer-Akkus hat die umetikettierte Elise rund drei Zentner mehr auf den Rippen als die Urfassung mit Verbrennungsmotor. Mit 1090 Kilogramm Leergewicht bleibt der SP:01 aber deutlich unter den 1335 Kilogramm des Tesla Roadster. Der Grund: Der Akku des SP:01 mit 37 Kilowattstunden Kapazität ist mit 300 Kilogramm deutlich leichter als der des Tesla Roadster, der über mehr als 50 Kilowattstunden verfügt und rund 450 Kilo wiegt. Dennoch sind die Angaben bezüglich der Reichweite beinahe identisch. 288 Kilometer sollen mit dem SP:01 nach NEFZ-Messung drin sein.

Bilder: Fahrbericht Tesla Roadster

Tesla Roadster Tesla Roadster Tesla Roadster
Tesla warb seinerzeit mit 340 Kilometern, die bei entsprechend ökonomischer Fahrweise auch tatsächlich erreicht werden konnten. Auch bei der Beschleunigung ähneln sich die Werte. Mit rund 200 PS Leistung und 225 Newtonmeter Drehmoment soll der SP:01 in 3,7 Sekunden auf 100 Sachen sprinten. Erst bei 250 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das klingt optimistisch. Im Gegensatz zum starr übersetzten Tesla Roadster wird die Kraft beim SP:01 von einem Vierganggetriebe verwaltet. Wer die 250 km/ erreichen will, muss das optionale Getriebe mit fünf Gängen wählen, oder die Zweigang-Automatik ordern.

Überblick: Alle Neuheiten in Schanghai

Auf die Technik gibt Detroit Electric bis zu drei Jahre oder 30.000 Meilen (48.300 Kilometer) Garantie. Optional ist eine Fünf-Jahres-Garantie erhältlich.

Knackpunkt bei jedem Stromer ist der Akku. Ist der leer, regeneriert er sich per Standard-Ladung erst nach 10,7 Stunden. Im Schnelllademodus dauert die Übung dann aber nur 4,3 Stunden. Über das Smartphone-Application-Managed-Infotainment-System, kurz "SAMI", lässt sich zudem die Laderichtung bestimmen. Die gespeicherte Energie des Akkus kann nämlich ebenso in ein Netz eingespeist werden, um zum Beispiel die eigenen vier Wände mit Strom zu versorgen. Zudem ermöglicht SAMI die Fernsteuerung von Navi, Radio und Klimaanlage. Wer vergessen hat, wo er seinen SP:01 geparkt hat, der guckt aufs Smartphone und weiß wieder Bescheid. Das System informiert außerdem über Ladestand und Reichweite des Fahrzeugs. Der SP:01 ist laut Detroit Electric auf 999 Einheiten limitiert und für den amerikanischen, asiatischen und europäischen Markt vorgesehen. Letzterer soll über einen Händler in den Niederlanden versorgt werden. In den USA wird der Wagen 135.000 Dollar (knapp 104.000 Euro) kosten. Der Zweisitzer soll Ende August 2013 auf den Markt kommen und die Speerspitze einer ganzen Reihe von Elektro-Autos werden. Zwei weitere "High-Performance-Modelle" sollen bereits Ende 2014 in Produktion gehen.

Bilder: Detroit Electric SP:01

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