Detroit Motor Show 2005

Ford Mustang GT Convertible Ford Mustang GT Convertible

Detroit Motor Show 2005

— 07.01.2005

Heimspiel für die Großen Drei

Auf der traditionellen Motor Show in der US-Autostadt geben GM, Ford und Chrysler den Ton an. Doch die Konkurrenz gibt Gas.

20 Neuheiten, 20 Konzepte

Am 15. Januar öffnet die Motor Show in Detroit ihre Pforten für das große Publikum. Traditionell ist die Messe das erste Branchenbarometer des Jahres, doch die Hersteller wissen schon jetzt, was 2005 auf sie zukommt: ein harter Wettbewerb mit andauernder Rabattschlacht, ein schwacher Dollar und hohe Stahlpreise. Schlechte Aussichten für die Autobauer, hervorragende für die Kunden.

Über 20 Neuheiten und ebensoviele Studien stehen auf der "NAIAS 2005" (North American International Auto Show), die Mehrzahl stammt von General Motors (GM), Ford und Chrysler. Wo allerdings im vergangenen Jahr riesige Offroader und PS-gestählte Supersportler um die Wette glänzten, sind die Töne etwas leiser geworden. Denn die "Großen Drei" wissen, daß ihre Herrschaft auf dem Heimatmarkt bröckelt: Branchenkenner reden bereits von den "Big Four" auf dem amerikanischen Automarkt. Jüngstes Mitglied im Club ist Toyota – mit zuletzt 2,06 Millionen verkauften Pkw.

Grund genug für die Etablierten, gerade jetzt ihre Trümpfe aus dem Ärmel zu schütteln. 2004 hat Ford den neuen Mustang präsentiert, jetzt kommt der "Convertible": Das aufregende Cabrio des Kult-Renners kommt in Amerika schon in diesem Frühjahr auf den Markt, mit elektrischem Verdeck und maximal 304 PS aus 4,6 Litern Hubraum.

Die Amis stehen nicht nur auf SUV, sondern auch auf "SUT": Wie die zweite Auflage des Sport Utility Trucks "Sport Trac" auf Basis des Explorer aussehen könnte, zeigt Ford in Detroit. Auch mit dabei: Das Meta One Concept von Tochter Mercury, ein Diesel-Hybrid-Crossover, vollgestopft mit brandneuen Sicherheits-Features.

Ford-Studie mit Brennstoffzelle

GM blickt technisch und optisch noch ein Stück weiter in die Zukunft: Die Studie "Sequel" ist mit einem Antrieb auf Basis der Brennstoffzelle bestückt. Die komplette Antriebseinheit steckt im futuristischen Chassis – das schafft Platz für die freie Gestaltung des Innenraums. Drei Hydrogen-Tanks sollen eine Reichweite von 300 Meilen ermöglichen. Mit dem "GMC Graphyte" zeigt uns GM, wie der Hybridantrieb mit einem V8-Benziner und Allradantrieb zusammenpaßt. Das 4,77-Meter-SUV soll 25 Prozent weniger Benzin verbrauchen als ein herkömmlicher V8. Deutlich näher an der Serie ist schon der erste Hybrid-Astra mit einer Kombination aus 125-PS-Diesel und zwei Elektromotoren mit 41 und 54 PS. Der Prototyp könnte 2007 auf den Markt kommen. Zu den Messe-Highlights gehören auch der Saturn Sky (neuer Opel GT) und der Saturn Aura, der einen Ausblick aufs neue Vectra-Design gewährt.

Auch Chrysler schraubte am Bewährten und präsentiert das Coupé der Dodge Viper. Damit hat einer der giftigsten amerikanischen Sportwagen wieder ein festes Dach. Befeuert wird der Supersportler vom mächtigen 8,3-Liter-Zehnzylinder mit 500 PS (vier Sekunden bis Tempo 100). Der Dodge Magnum SRT8 wiederum ist ein sportliches Familienauto im Sinne der Musclecars aus den Sechzigern. Allerdings ähnelt er sehr dem Chrysler 300C Touring – und wird vom gleichen 340 PS starken HEMI-Motor angetrieben.

Die deutschen Hersteller waren 2004 auf dem US-Markt überraschend erfolgreich und nutzen Detroit für ein kleines, aber feines Premierenfeuerwerk – ein großer Teil der Munition wird allerdings bis zum Genfer Salon oder gar bis zur IAA unter Verschluß gehalten. Volkswagen will seinen US-Abwärtstrend 2005 mit dem Jetta stoppen, der als neuer Bora im Sommer nach Europa kommt. Den neuen Passat möchten die Wolfsburger dem US-Publikum erst später zeigen, statt dessen kündigen sie die Enthüllung einer neuen Studie an. Mercedes-Benz fährt mit der nagelneuen M-Klasse nach Detroit, BMW zeigt den neuen M6 – der neue 3er feiert erst im März in Genf Premiere. Porsche setzt alles auf die Cabrio-Version des 911 Carrera, und Smart hat erst mal genug mit sich selbst zu tun: Die Präsentation des SUV formore wurde abgesagt, statt dessen macht die DaimlerChrysler-Tochter das US-Publikum erstmals mit dem fortwo bekannt.

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