Detroit-Studie Mercedes Concept BlueZero

— 09.01.2009

Stromern mit der neuen B-Klasse

Bei der ersten Automesse 2009 stehen fast alle Hersteller unter Strom. Auch Mercedes-Benz. Das "Concept BlueZero" zeigt auf der NAIAS in Detroit die nächste B-Klasse. Mit E-Antrieb.



Mercedes macht aus der B-Klasse eine E-Klasse. E wie elektrisch. Premiere: auf der North American International Auto Show in Detroit (11. bis 25. Januar 2009). Als Studie "Concept BlueZero". Ein Kompakter mit Hakennase, fließenden Flanken und klarer Botschaft: "So kommt die nächste B-Klasse." Eine Version dieses Modells wird auch mit Elektromotor fahren, bestätigt Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Ab 2009 rollt zunächst eine teure Kleinserie von Brennstoffzellenautos auf die Straßen, ein Jahr später soll der reine Batteriebetrieb folgen. Alle drei Lösungsvorschläge zeigt Mercedes voraussichtlich in Detroit. Alle gemeinsam tragen den Elektromotor unter der kurzen Haube, dazu kommen je nach Version eine Brennstoffzelle oder der Smart-Dreizylinder als Stromgenerator dazu, der die Reichweite verlängert. Im Marketingdeutsch heißen die Modelle BlueZero E-Cell, F-Cell und E-Cell Plus. Der Elektro-Motor leistet maximal 100 kW (Dauerleistung: 70 kW) und 320 Newtonmeter Drehmoment. In weniger als elf Sekunden sollen die Elektro-Vans auf Tempo 100 beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei energiesparenden 150 km/h.

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Fünf Sitzplätze, 500 Liter Kofferraum – an Platz mangelt es in der neuen B-Klasse nicht.

Fünf Sitzplätze, 500 Liter Kofferraum – an Platz mangelt es in der neuen B-Klasse nicht.

Gute Nachricht für Öko-Skeptiker: Außer Energie spart der Fronttriebler an nichts. Nicht an Raum (fünf Sitzplätze, 500 Liter Kofferraum), nicht an Sicherheit. Um die Lithium-Ionen-Akkus vor Hitze zu schützen, werden die Hochvolt-Zellen gekühlt. Im E-Cell, dem reinen Elektroautokonzept, schafft der Akku eine Reichweite von 200 Kilometern. Größere Reichweite verspricht ein zusätzlicher Antrieb an Bord. Mercedes kramt für den F-Cell wieder die Brennstoffzelle heraus, die jetzt modernisiert Kaltstarts bis zu minus 25 Grad erlaubt. Beim Einparken arbeitet nur das E-Aggregat, beim Beschleunigen agieren Brennstoffzelle und Akku im Team – wie heute schon Hybride mit Benzin-Motor. Tritt der Fahrer aufs Bremspedal, speist der E-Motor als Generator den Akku. Die Detroit-Studie F-Cell kommt mit einer Tankfüllung rechnerisch über 400 Kilometer weit, aber ihr wichtigster Nachteil bleibt: Wasserstoff-Tankstellen fehlen. Deshalb zitiert E-Cell Plus die gute alte Vergangenheit. Das Batteriefahrzeug ergänzt ein 68 PS starker Turbobenziner aus dem Smart, der in der Reserveradmulde sitzt. Während der Fahrt lädt er die Akkus auf, erst nach 600 Kilometern muss der Pilot eine Tankstelle ansteuern. Durchschnittsverbrauch: rund 4,5 Liter Super. 2012 soll das Stromern in Serie beginnen.

Autor: Margret Hucko

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