Deutsche Autohändler in Schwierigkeiten

Deutsche Autohändler in Schwierigkeiten

— 03.08.2004

Mörderischer Wettbewerb

Das Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor einem Massensterben der Autohändler. 320 Betriebe haben schon Insolvenz angemeldet.

Die deutschen Autohändler rutschen immer tiefer in die roten Zahlen: Mindestens 1000 Betrieben drohe noch in diesem Jahr das Aus, warnt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Grund: Die Ertragsmargen seien im zweiten Quartal 2004 weiter gesunken, bei einigen Marken befänden sie sich inzwischen unter einem Prozent; bei Ford sogar nur noch bei 0,39 Prozent. Von den aktuell rund 42.000 Kfz-Betrieben hätten seit Jahresbeginn 320 Insolvenz angemeldet.

Besonders schlimm sieht es bei Fiat aus. Rund zwei Drittel der Händler verbuchen rote Zahlen, schätzt Friedrich Karl Bonten vom Fiat/Lancia-Händlerverband. Noch nie habe es so viele Insolvenzen wie im ersten Halbjahr gegeben. Düster auch die Lage bei Ford: Hier seien etwa fünf Prozent der rund 700 deutschen Betriebe akut von Insolvenz bedroht, so Verbandssprecher Volker Reichstein.

Von einer durchschnittlichen Bruttorendite von 0,39 Prozent im Neuwagengeschäft könne niemand leben, sagte Reichstein. Er erwartet, dass der Druck auf die Erträge im zweiten Halbjahr noch steigt. Der Wettbewerb sei mörderisch – die Erträge im Neuwagengeschäft näherten sich bei fast allen Marken neuen Tiefpunkten. Die Rendite der Volvo-Händler (im ersten Quartal noch 1,09 Prozent) habe sich im zweiten Quartal wesentlich verschlechtert, und auch die Skoda-Partner meldeten im ersten Halbjahr einen Rendite-Einbruch von 1,5 auf 0,91 Prozent.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.