Deutsche Post Speed Academy

Deutsche Post Speed Academy Deutsche Post Speed Academy

Deutsche Post Speed Academy 2007

— 12.07.2007

Seminar für den Spürsinn

Die Vollgas-Universität der Post startet weiter durch. Die Förderkandidaten machen den Vergleich: Serienauto gegen Rennwagen.

Zwei knallgelbe Seat Leon. Auf den ersten Blick sehen die beiden Autos gleich aus. Aber von wegen: Hier der 300 PS starke Supercopa, ein Rennwagen durch und durch. Daneben die sportliche Straßenversion, ein Cupra mit 241 PS. Das schnelle und schreiend lackierte Duo steht bereit für die jungen Vollgas-Talente der Speed Academy, dem Rennsport-Nachwuchsprogramm der Deutschen Post. Ihre Aufgabe: Findet die Unterschiede! Und zwar in der Praxis - bei Übungen wie Beschleunigen, Bremsen, Slalom und einem Elchtest. Schauplatz: der Hockenheimring. Im ständigen Wechsel springen Maro Engel (21), Steffi Halm (23), René Rast (20) und Christian Vietoris (18) zwischen Serien- und Rennauto hin und her. Jens Klingmann (16) und Marco Wittmann (17) schauen den Kollegen interessiert zu.

Bei 120 km/h benötigt der Cupra zwischen 50 und 60 Meter Bremsweg

Marco Engel (re.) und René Rast untersuchen das Renncockpit genau.

Die beiden Formel-BMW-Piloten dürfen nicht aktiv ins Lenkrad greifen. Ihre Serie verbietet Tests auf Strecken, die noch im Rennkalender stehen - egal in welchem Auto. "Schade. Aber lernen kann man ja auch beim Zuschauen", sagt Jens Klingmann. "Zum Beispiel beim Bremstest. Je schneller die Autos ankommen, desto größer werden die Unterschiede beim Anhalteweg", hat der Nachwuchs-Rennfahrer am Streckenrand beobachtet. Bei 120 km/h benötigt beispielsweise der Cupra zwischen 50 und 60 Meter Bremsweg, der Supercopa nur rund 40 Meter. Volle Fahrzeugkontrolle bei schnellen Lastwechseln und abruptem Lenken ist die Aufgabe beim Elchtest. Amüsiert beobachtet Instruktor Michael Seifert (26), selber Rennfahrer in der Mini Challenge, die unterschiedlichen Herangehensweisen seiner Schüler. "Steffi Halm geht es erst mal langsam an, steigert sich dann kontinuierlich. Die Jungs sind risikofreudiger, suchen das Limit eher von oben", erklärt Seifert. Und wie sehen die Fahrer den Unterschied zwischen Straßenflitzer und Rennkiste? "Das Serienauto ist gutmütig, leicht abzufangen, deutlich auf Komfort und gutes Handling für den Verbraucher ausgerichtet", zählt René Rast auf. Auch das Beschleunigen will gelernt sein. Das merken vor allem die Formel-3-Piloten Maro Engel und Christian Vietoris, die bisher keine Tourenwagen-Erfahrungen haben. "Die beiden haben beim Anfahren die Kupplung zu sehr schleifen lassen. Deshalb waren die anderen schneller", erklärt Instruktor Seifert. Und Vietoris hat eindeutig festgestellt: "Noch fühle ich mich im Formelauto deutlich wohler als im Tourenwagen." Gaspedal, der nächste Unterschied beim Seminar für den Spürsinn. "Im Rennauto bekommt man sofort eine direkte Rückmeldung. In der Serie reagiert es etwas träger, genau wie die Lenkung", fasst René Rast zusammen. Also wieder etwas gelernt.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.