Deutsche Post Speed Academy

Speed Academy-Schüler büffeln Theorie Speed Academy-Schüler büffeln Theorie

Deutsche Post Speed Academy

— 10.10.2005

Richtigen Dämpfer bekommen

Die Rennschüler der Speed Academy büffelten beim Spezialisten Bilstein Theorie in Sachen Stoßdämpfer.

Motorsport verstehen, heißt auch Theorie pauken. Zumindest in der Speed Academy der Deutschen Post. Und damit Marc Hennerici (23), Peter Elkmann (24), Pascal Kochem (19), Nicolas Hülkenberg (18), Adrian Sutil (22) und Christian Vietoris (16) in ihren Rennen nicht im Wortsinn ihre Bodenhaftung verlieren, standen diesmal die "verbogenen" Geheimnisse des Stoßdämpfers im Mittelpunkt.

"Als Rennfahrer unterschätzt man oft ihre Wirkungsweise", gesteht der bereits feststehende neue Formel-3-Meister Peter Elkmann, "ich habe immer geglaubt, das sei nur ein Baustein von vielen. Dabei ist der Stoßdämpfer eines der tragenden Teile des Rennautos." Sozusagen das Herzstück des Fahrwerks. Schläge, die die Piste auf Rad und Karosserie überträgt, fängt der Stoßdämpfer ab, damit der Reifen möglichst permanent Kontakt zur Fahrbahn hält.

Wie das funktioniert, erfuhren die "Akademiker" beim Stoßdämpferspezialisten Bilstein in Ennepetal. "Dabei war es interessant zu sehen, was sich in einem Dämpfer alles abspielt, wenn er ein- und ausfedert", erzählt Elkmann. Standard – auch im Rennsport – ist der Ein-Rohr-Gasdruckdämpfer, in dem beim Einfedern Gas verdichtet wird und der so aufgebaute Druck den Kolben in seine Ausgangsposition zurücktreibt. Das Renn-Geheimnis liegt im Gewicht: "Ein DTM-Dämpfer wiegt beispielsweise nur 500 Gramm, bei Serienautos fünf Kilo", weiß nun Pascal Kochem. "Und würde man Aluminium nutzen statt Magnesium, könnte man weitere zwölf Gramm sparen."

Anders als beim Formel-Fahrzeug, bei dem die Stoßdämpfer waagerecht hinten auf dem Getriebe und dem vorderen Teil des Monocoques liegen, sind sie im Tourenwagen wie bei jedem anderen Auto direkt am Radträger befestigt. Und sie spielen eine größere Rolle als beim Formel-Renner mit dessen vielen aerodynamischen Hilfen. "Wir müssen unser Fahrwerk gezielter der Strecke anpassen. Wie ich mit meinen Ingenieuren in Zukunft also noch detaillierter über die Einstellung der Druck- und Zugstufe reden kann, habe ich heute gelernt", so WTCC-Pilot Marc Hennerici. "Im Fahrerlager können dir die wenigsten die Dämpferproblematik erklären." So war die Lehrstunde in der Speed Academy für ihn vielleicht eine wichtige Hilfe im Kampf um den Privatfahrer-Titel in der Tourenwagen-WM.

Autor: Bianca Garloff

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