Deutsche Post Speed Academy

Die Meister-Schule Die Meister-Schule

Deutsche Post Speed Academy

— 02.11.2005

Die Meister-Schule

Insgesamt sechs Titel erkämpften sich Schüler, Coach und Juror der schnellsten Schule Deutschlands, der Speed Academy. Ein weiterer Erfolg ist möglich.

Glock – nach dem Rookie-Titel ein Sieg?

In der Speed Academy sind nicht nur die Schüler flink unterwegs. Auch die Jury-Mitglieder der Nachwuchsförderung von der Deutschen Post haben Tempo im Blut und zeigen das auch auf der Piste. Bestes Beispiel ist Timo Glock, vorige Saison noch in der Formel 1. Jetzt gibt er in der amerikanischen ChampCar-Serie Gas. Und holte sich als erster Deutscher den Rookie-Titel des besten Neulings.

Den sicherte er sich schon beim vorletzten Lauf mit dem sechsten Platz in Surfers Paradise an Australiens Goldküste. "Nach den guten Rennen in Montreal und Denver hatte ich mir jedoch mehr erhofft. Platz vier wäre schon drin gewesen", so der ehrgeizige Pilot des Rocketsports-Teams. Als bester Rookie hat der Gerüstbauer sein Gesellenstück in der ChampCar-Serie abgeliefert. Und die großen und erfolgreichen Teams haben schon ihr Interesse an ihm signalisiert. Timo Glock hofft, 2006 in einem Top-Auto in der ChampCar zu sitzen, wenn es mit der Formel 1 nicht klappt. Denn dem Nachwuchs-Titel soll bald ein großer folgen. "Der Rookie-Titel war das angestrebte Ziel, aber für mich eher mein Minimalziel. Wenn ich nicht einige Fehler gemacht hätte, wäre auch in der Gesamtwertung Platz fünf drin gewesen", resümiert der Tabellenneunte.

Aber noch steht ja ein Rennen aus: Mexiko City am 6. November. Dort kann Timo Glock noch mal kräftig punkten. "Ich bin in Mexiko noch nie gefahren. Aber es ist eine flüssige, schnelle Strecke, anders als die bisherigen Straßenkurse. Eher eine Strecke, wie wir sie aus Europa kennen", erklärt Glock und fügt an, "ein Platz auf dem Podium wäre gut zum Abschluß." Sein Teamchef von Rocketsports, Paul Gentilozzi, hofft sogar auf mehr: "Es war ein grandioses Jahr von ihm. Jetzt müssen wir alles dafür tun, daß Timo in Mexiko seinen ersten Sieg holt, den er so verdient hätte. Das wäre die absolute Krönung für seine super Saisonleistung."

Linker Trick in der Formel BMW

Finale in Hockenheim, die Entscheidung in der Meisterschaft: In der Safetycar-Phase liegt Tabellenführer Sébastien Buemi (17) vor Verfolger Nicolas Hülkenberg (18). Das Feld sortiert sich zum Re-Start: Kurz vor der Start-Ziel-Linie, bis dahin ist Überholverbot, bremst Buemi von 160 km/h auf 130 ab. "Beim Neustart gibt der Führende das Tempo an", rechtfertigt sich Buemi.

Hülkenberg schert aus, um eine Kollision zu vermeiden, überholt so vor der Linie. Beide erhalten 30 Sekunden Zeitstrafe, Buemis wird aufgehoben, damit ist er Meister. Hülkenbergs Team legt Protest ein. Der wird am 4.11. entschieden. Hülkenberg: "Ich habe viel Zuspruch erhalten. Einer sagte: Du bist der Meister der Herzen."

Erster Streich im Porsche Carrera Cup

Christian Menzel (34) ist Coach der Speed Academy. Und er hat die guten Tips, die er sonst seinen Schülern gibt, auch selbst umgesetzt: Meister im Porsche Carrera Cup. Seit 1991 fährt er Autorennen, jetzt holte er seinen ersten Titel (vier Siege und vier Pole-Positions).

Zwei Vize-Titel standen bisher in seiner Vita (Formel-Renault-DM 1993, Porsche Supercup 2004) und Siege bei 24-Stunden-Rennen (Daytona, Nordschleife), doch ein Meistercoup fehlte noch. "Jetzt bin ich stolz, froh und erleichtert", strahlt der Tolimit-Pilot: "Vier Runden vor Schluß bekam das Auto Vibrationen. Da bin ich ganz vorsichtig gefahren."

Holland foult Deutschland in der A1-Serie

Als Ersatz für Timo Scheider durfte Adrian Sutil (22) in der Länderserie A1 starten. "Er war ein bitteres Renn-Ende, aber ein gutes Wochenende", sagt er.

Im Rennen kämpfte der Nationalfahrer mit US-Boy Scott Speed um Platz drei, bis Hollands Verstappen ihn von hinten rammte und abräumte. "Aber mein Team war begeistert von mir, weil ich Willen gezeigt habe. Jetzt möchte ich in Australien aufs Podium", so Sutil, der auch Vizemeister in der F3 Euro Serie ist.

Erfolgsjahr der Speed Academy

Peter Elkmann (23) glänzte gleich in seinem ersten Jahr in der Speed Academy mit dem Meistertitel im Formel-3-Cup. Bereits zwei Rennen vor Saisonschluß stand er als Sieger fest. In derselben Serie holte sich Pascal Kochem (19) die Auszeichnung des besten Neulings. Christian Vietoris (16), zwar ohne Titel in seinem ersten Rennjahr, erzielte beim Final-Lauf der Formel BMW in Hockenheim sein bestes Saisonergebnis mit Platz fünf.

Marc Hennerici (23) hat das Saisonfinale in Macau (20.11.) noch vor sich. Der BMW-Pilot führt in der Privatfahrer-Wertung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. An Macau hat er gute Erinnerungen: 2003 stand er dort auf dem Podium. "Ich muß in beiden Rennen durchkommen", sagt er, "das wäre der größte Erfolg meiner Karriere." – Weltmeister ...

Autor: Katrin Wolff

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