Deutsche Tourenwagen Masters 2003

Deutsche Tourenwagen Masters 2003

— 13.08.2003

Nacht- und Nebel-Aktion

Beim zweiten Auftritt der DTM am Nürburgring ist das Einzelzeitfahren erstmals bei Nacht angesetzt.

Beim vorletzten DTM-Lauf in Deutschland für 2003 rechnen Fans erneut mit einem Duell zwischen Bernd Schneider und Christijan Albers. Mit 43 bzw. 40 Punkten liegen die beiden Mercedes-Piloten an der Spitze der Tabelle. Beim ersten Eifel-Rennen im Mai konnte sich aber auch Vorjahres-Champion Laurent Aiello mit seinem Abt-Audi-TT mit Platz drei gut in Szene setzen.

Dazu wartet auf die Zuschauer ein besonderes Bonbon: Die Super Pole – das Einzelzeitfahren der besten Zehn – wird erstmals bei Nacht durchgeführt. "Neben der Einstellung auf die Lichtverhältnisse ist nicht zuletzt die Frage, wer die Reifen am besten auf Temperatur bringt", erläutert Manfred Theisen, Renndienstleiter von DTM-Exklusivausrüster Dunlop. Weil alle Teams den gleichen Reifensatz fahren, zeigt sich sehr deutlich, wer ein optimales Set-up fürs Qualifying hinkriegt und einen Vorsprung mit auf die Strecke nimmt.

"So kommt der Abstimmungsarbeit am Rennwochenende eine immer größere Bedeutung zu", weiß Theisen. Wichtige Grundsatzentscheidung: Richtet man die Arbeit am Set-up auf das Qualifying und die Super-Pole oder die deutlich längere Renndistanz aus. Bietet ein Kurs gute Überholmöglichkeiten – wie etwa der Nürburgring – ist der Startplatz nicht so entscheidend, die Abstimmung wird eher aufs Rennen optimiert. Ist eine Strecke eng, ist es klüger sich auf einen Platz möglichst weit vorne in der Startaufstellung zu konzentrieren.

Für eine schnelle Trainingsrunde wird dann eine aggressivere Abstimmung gewählt, damit der Reifen möglichst schon in der Einführungsrunde auf Temperatur kommt. So stellen die Teams zum beispiel für drei Mal drei Runden Qualifying und die Super-Pole einen Sturzwert ein, der auf die Renndistanz den Reifen zu stark beanspruchen würde.

"Der jeweilige Kompromiss für Training und Rennen muss im relativ kurzen freien Training erarbeitet werden", sagt Dunlop-Profi Theisen. Daher tauschen die meisten Teams intern die Daten zwischen den Fahrern aus. Bei den Long-Runs wird auch das Zeitfenster für den Boxenstopp festgelegt. Weil sich das Verhalten der Autos über das Rennen durch Benzinmenge und Reifenabnutzung ändert, müssen die Teams auf jeder Strecke wieder Teile der Renndistanz simulieren. "Eine Sisyphusarbeit", erklärt Theisen, "die aber der Schlüssel zum Erfolg ist."

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.