Deutsche Tourenwagen Masters (DTM)

Deutsche Tourenwagen Masters (DTM)

— 05.04.2002

Bröckelt die Mercedes-Dominanz?

Am 21. April startet die DTM in die neue Saison. Und die Audi- und Opel-Teams haben nur ein Ziel: Mercedes das Leben schwer machen.

Heftige Gegenwehr gegen eine erneute Mercedes-Dominanz wie in den letzten beiden Jahren wollen die Teams von Audi und Opel liefern. Mit dem Österreicher Karl Wendlinger im Abt-Audi TT-R hat Titelverteidiger Bernd Schneider einen weiteren neuen Konkurrenten, der - wie Jean Alesi (Mercedes) - bereits in einem Formel-1-Boliden gesessen hat. Wendlingers Teamchef Hans-Jürgen Abt ist zuversichtlich. "Es ist das erste Mal, das alles normal läuft. Wir konnten testen und sind nicht die letzten, die das Auto aus dem Transporter rollen."

Auch die Teams von Opel, dem dritten Hersteller in der DTM, wollen um den Sieg mitfahren. "Wir haben ein neues Auto, wir haben einen neuen Motor", sagte Opel-Sportchef Volker Strycek. "Die Weichen für eine bessere Saison sind gestellt." Der dreimalige Champion Schneider bleibt bei so viel Zuversicht auf Seiten der Konkurrenz vorsichtig, ob es zu einer Titelverteidigung reichen wird. "In einer Meisterschaft, in der es um Zentimeter und Zehntelsekunden geht, gehört das nötige Quäntchen Glück auch dazu", sagte er. Eine Reglementsänderung zu seinen Ungunsten sieht der Wahl-Monegasse darin, dass künftig der aus der Formel 1 bekannte Start mit stehenden Autos durchgeführt wird. "Ich habe das seit zwölf Jahren nicht mehr gemacht."

Ein Bröckeln der Mercedes-Vorherrschaft, wie es sich bereits durch nur minimale Zeitunterschiede bei den bisherigen Testfahrten der Teams angedeutet hat, soll 2002 noch mehr Zuschauer anlocken. "Im vergangenen Jahr sahen durchschnittlich 54.000 Zuschauer an den Rennstrecken und 1,4 Millionen live am Fernseher die Rennen", berichtete Hans-Werner Aufrecht, der Präsident des DTM-Veranstalters ITR (Internationale Tourenwagen Rennen e.V.). Die 21 Fahrer aus acht Nationen sollen ihren Teil dazu beitragen. "Bei uns fliegen Funken, wir fahren Tür an Tür. Das macht nicht nur uns Fahrern Spaß, sondern auch den Zuschauern", sagte Opel-Fahrer Manuel Reuter und sein Chef Strycek ergänzt: "In der DTM muss man dicht beisammen liegen, es soll drei Marken geben, die siegen können."

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