Deutsche Tourenwagen Masters (DTM)

Deutsche Tourenwagen Masters (DTM)

— 20.05.2002

Alesi feiert Doppelsieg

Jean Alesi hat mit seinem Doppelsieg in Donington die Mercedes-Negativserie in der DTM eindrucksvoll beendet.

"Ich freue mich riesig über meinen ersten Sieg seit dem Großen Preis von Kanada 1995", jubelte der Ex-Formel-1-Fahrer. Alesi entschied am Sonntag das Hauptrennen auf der ältesten britischen Rennstrecke im Donington Park vor dem Audi-Duo Christian Abt (Kempten) und Mattias Ekström (Schweden) zu seinen Gunsten. Zuvor hatte der Mercedes-Benz-CLK-Pilot im Qualifikationsrennen Martin Tomczyk (Rosenheim) und Manuel Reuter (Mainz) geschlagen und damit auch für den ersten Saisonsieg der Silberpfeile gesorgt. Zugleich endete die Erfolgsserie der Abt-Audi.

Zwei Franzosen führen nach dem dritten von zehn Saisonläufen die Fahrerwertung an: Audi-Pilot Aiello (25 Zähler), der erstmals ohne Punkt blieb, hat allerdings nur noch acht Zähler Vorsprung vor seinem Landsmann Alesi (17). "Ich denke nicht an die Meisterschaft", bestritt der Mercedes-Verfolger Titelansprüche, "ich muss noch eine Menge lernen und kenne die meisten Strecken nicht." Ekström ist Dritter (16) vor Abt (12). Alesi gewann vor 20.000 Zuschauern das Hauptrennen über 25 Runden (100,575 km) in 38:58,198 Minuten mit 12,500 Sekunden Vorsprung vor Abt. Hinter Ekström (14,745 Sekunden Rückstand) fuhren der Niederländer Christijan Albers, Karl Wendlinger (Österreich) und Christian Fässler (Schweiz) noch in die Punkte.

Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) verpasste durch gleich zwei Stop-and-Go-Strafen wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse die Chance auf einen Podiumsplatz. Noch härter als den Mercedes-Piloten traf es Aiello: Der Franzose musste drei Mal wegen Regelverstoßes durch die Box. Weil er die letzte Strafe trotz siebenmaliger Aufforderung nicht abbüßte, wurde er in der letzten Runde disqualifiziert. Großes Pech hatte Alain Menu: Der Schweizer verlor kurz vor Schluss wegen eines Reifenschadens den scheinbar sicheren zweiten Platz, war als Achter aber dennoch bester Opel-Vertreter.

Ein schwerer Unfall überschattete den Start zum Qualifikationsrennen: Uwe Alzen (Betzdorf) knallte mit seinem Mercedes mit etwa 120 km/h in den stehenden Opel von Joachim Winkelhock (Korb). Beide Fahrer blieben unverletzt. "Das war ein Horror-Crash", berichtete Alzen. "Ich versuchte zu bremsen und auszuweichen, hatte aber keine Chance mehr." Winkelhock sagte: "Das war die Hölle."

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