Getestet: Die größten Verbrauchs-Ausreißer

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Autobauer und Politik

— 26.02.2015

38 Prozent Mehrverbrauch

Angaben zum Verbrauch der in Deutschland verkauften Autos weichen zu stark von der Realität ab. 38 Prozent im Schnitt, sagt die Deutsche Umwelthilfe.

(dpa/jb) Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft den deutschen Autoherstellern vor, für ihre Fahrzeuge viel zu niedrige Verbrauchswerte anzugeben. Bei den zehn meistverkauften Pkw sei der tatsächliche Kraftstoffverbrauch 2014 im Durchschnitt um 38 Prozent vom Normverbrauch abgewichen, sagte Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch jetzt in Berlin. Das hätten die Angaben auf Spritverbrauchsportalen und eigene Berechnungen ergeben. Die falschen Angaben belasteten die Geldbeutel der Autofahrer und führten zu Ausfällen bei der Kraftfahrzeugsteuer. Diese wird für Personenwagen nach Hubraum und Schadstoffausstoß berechnet.

Getestet: Die Ausreißer beim Verbrauch

So viel verbrauchen unsere Autos wirklich
Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA), gab zu bedenken, dass "ein Vergleich zwischen NEFZ und individuellem Verbrauch (...) schon deshalb wenig aussagekräftig" sei, "weil äußere Fahrbedingungen und persönlicher Fahrstil wichtige Faktoren sind, die den Kraftstoffverbrauch maßgeblich bestimmen. So führt z.B. Stop-and-go-Verkehr in der Stadt zu einem deutlich höheren Verbrauch als eine Überlandfahrt." DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch hingegen sieht die Politik in der Pflicht: "Die aktuelle Bundesregierung hat – wie auch die Regierungen vor ihr – ein großes Herz für die Automobilindustrie. Millionen Autofahrer, die von Falschangaben betroffen sind, werden alleine gelassen und erfahren (...) keinerlei Unterstützung."

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