9. DTM-Lauf in Zandvoort

Deutschen Tourenwagen Masters in Zandvoort Deutschen Tourenwagen Masters in Zandvoort

Deutschen Tourenwagen Masters in Zandvoort

— 30.09.2002

"Sprit-Sünder" Aiello holt DTM-Titel

Laurent Aiello ist der neue Tourenwagen-König. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle konnte der Abt-Audi-Pilot seinen ersten DTM-Titel feiern.

Ekström sichert Aiello die Meisterschaft

Laurent Aiello hat Bernd Schneider (Mercedes) entthront. Der Abt-Audi-Pilot profitierte bei seinem ersten DTM-Titel von der Schützenhilfe seines Teamkollegen Mattias Ekström. Der Schwede bremste als Sieger des vorletzten Hauptrennens im niederländischen Zandvoort Aiellos einzigen Meisterschaftsrivalen Schneider aus, der Zweiter wurde. Der Mercedes-Mann kann bei nunmehr 14 Punkten Rückstand Aiello (66 Punkte) beim Saisonfinale am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring nicht mehr einholen. "Wir waren dieses Mal vielleicht nicht so gut wie Laurent", meinte Schneider, der zuvor zwei Mal die DTM gewonnen hatte.

Aiello war nach einer Disqualifikation nach dem Zeittraining wegen verunreinigten Benzins beim 9. Saisonlauf erst zum Zuschauen verdammt. Beim anschließenden Hauptrennen vom letzten Startplatz aus konnte er nicht entscheidend ins Geschehen eingreifen. Immerhin holte er als Sechster noch einen Punkt.

Für Aiello ist es bereits der vierte Tourenwagentitel. 1994 triumphierte er in der französischen Meisterschaft, 1997 siegte er in der Supertourenwagen-Meisterschaft, und 1999 gewann er in Großbritannien. Zudem siegte er mit Porsche 1998 beim Langstreckenklassiker in Le Mans.

Falscher Treibstoff bremst Aiello aus

Schneider hätte in Zandvoort mindestens sieben Punkte mehr als Aiello erobern müssen, um seine minimale Chance auf den DTM-Hattrick zu wahren. Der zweite Platz war zu wenig. Der Schweizer Marcel Fässler, der im Mercedes-Benz CLK das Qualifikationsrennen vor Christian Abt und Ekström gewonnen hatte, wurde im Hauptrennen Dritter. Das Opel-Duo Manuel Reuter und Timo Scheider belegte die Plätze vier und fünf.

Aiello musste zunächst Höllenqualen durchleben: Er verlor am Samstagabend (28.9.)seine Pole-Position wegen verunreinigten Benzins und durfte beim Qualifikationsrennen nicht antreten. Beim anschließenden Wertungslauf musste er vom letzten Platz aus starten. Eine Analyse hatte ergeben, dass der "chemische Fingerabdruck" seines Sprits nicht mit dem für Zandvoort zugelassenen Treibstoff übereinstimmte.

Sein Team Abt Sportsline gab an, dass "wahrscheinlich Benzinrückstände" von Testfahrten Grund für die Verunreinigung seien. "Offenbar haben sich jetzt kleine Reste mit dem Rennbenzin vermischt und damit für die Abweichung von der in Zandvoort verwendeten Spezifikation gesorgt", erklärte Albert Deuring, der technische Leiter des Teams. Am Ende spielte das aber keine Rolle mehr: Aiello und die schwarz-gelbe Abt-Truppe lagen sich glücklich in den Armen.

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