Automarkt soll 2004 wieder wachsen

Aufschwung in Sicht

Deutscher Automarkt soll 2004 wieder wachsen

— 11.08.2003

Die Lust aufs neue Auto

Die Fahrzeuge auf den Straßen werden immer älter, und die Deutschen geben wieder Geld aus. Beste Aussichten für die Autobranche.

Trendwende in greifbarer Nähe

Die Gewitterwolken über dem deutschen Automarkt verziehen sich. Nach dreieinhalb Jahren Einbußen bei den Neuzulassungen ist die Trendwende in greifbarer Nähe: Volkswirte erwarten ein besseres Konsumklima durch die vorgezogene Steuerreform, außerdem hat sich das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen auf 7,2 Jahre erhöht, was einen hohen Stau an Ersatzbedarf aufgetürmt hat. Ordentlich Schwung soll auch der regelrechte Premierensturm bei den deutschen Modellen zur IAA im September bringen.

Zwar könne in diesem Jahr die Zahl der Neuzulassungen das Niveau von 2002 nicht übertreffen, schätzt der Verband der Automobilindustrie (VDA). Doch im kommenden Jahr werde es erstmals seit 2000 wieder Wachstum auf dem inländischen Automarkt geben. Der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) erwartet ein Plus von 3,4 Prozent auf 3,35 Millionen Neuzulassungen. Selbst beim Sorgenkind – den Nutzfahrzeugen – soll es wieder leicht aufwärts gehen.

Bislang rettete allein das ungebrochene Interesse der Ausländer an deutschen Fahrzeugen die Schlüsselindustrie der Bundesrepublik. Dank des florierenden Exportgeschäfts stieg die Produktion in der ersten Jahreshälfte 2003 um ein Prozent auf 2,59 Millionen Pkw. Hoffnung für den deutschen Markt verspricht die Produktoffensive der heimischen Hersteller: 73 Modellneuheiten wollen sie auf der IAA präsentieren.

Ausländer haben die Nase im Marktwind

Die ausländischen Hersteller haben dagegen eine Vielzahl ihrer Premieren schon hinter sich – inbesondere die Marken aus Fernost fuhren in diesem Jahr gegen den Trend. Während die Neuzulassungen in den ersten sieben Monaten nach VDIK-Angaben ein Minus von 0,5 Prozent aufwiesen, schafften die Importmarken wie Toyota, Mazda, Nissan, Renault, Fiat oder Peugeot ein Plus von 3,3 Prozent.

Darüber hinaus wird den ausländischen Anbietern auch ein geschickteres Vorgehen in der Frage des Rußfilters bei Dieselmotoren bescheinigt. "Das Vorpreschen von Peugeot hat am deutschen Image geknabbert", sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen und Direktor des Center Automotive Research (CAR). Beim technischen Fortschritt und in der Produktvielfalt hätten die Ausländer zudem "die Nase besser im Marktwind". Noch. Denn der positive Trend bei den Neuzulassungen dürfte nicht zu halten sein, wenn die Neuheiten der deutschen Hersteller im Herbst massiv auf den Markt drängen.

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