Deutschlands beste Autofahrer 2006

Deutschlands beste Autofahrer 2006 Deutschlands beste Autofahrer 2006

Deutschlands beste Autofahrer 2006

— 05.05.2006

Saschas Traum vom Titel

Ein junger Mann aus der Provinz zog aus, den ganz großen Titel zu holen: "Deutschlands bester Autofahrer". Lesen Sie, wie weit er gekommen ist.

Vom Trecker in den Ford Focus ST

Kann ein Treckerfahrer Deutschlands bester Autofahrer werden? Im Prinzip schon. Sascha Deussen (18) jedenfalls glaubt an seine Chance: "Wer gut Trecker fahren kann, der kann auch gut Auto fahren." Na, dann schauen wir mal ...

Ein rustikales Trainingsprogramm mit 14 Gängen jedenfalls hat unser Kandidat bereits hinter sich. Rund um das Thüringer Bauerndorf "Lederhose" (heißt wirklich so) sind die Wege nach dem langen Winter aufgeweicht, die Gassen schmal und der Transportbedarf groß. Die Deussens beheizen ihr Haus nämlich noch mit Holz. Für ausreichend Nachschub sorgt Sascha mit dem robusten 28-PS-Steyr-188 in klassischem Rot. Auf der Stelle drehen, Hänger beladen, punktgenaues Einparken – die Aufgaben des Alltags auf dem Lande bewältigt unser Kandidat souverän, sein Selbstvertrauen reicht weit über die 304-Seelen-Gemeinde hinaus. Deutschlands bester Autofahrer will er werden, und theoretisch ist er auf dem besten Wege dorthin.

110.631 Leser hatten sich um eine Teilnahme an dieser größten Fahrsicherheitsaktion des Landes beworben, der Treckerfahrer aus Thüringen ist einer von ihnen. Er ergatterte sich einen der 2000 Vorrundenplätze, weil er nicht nur das nötige Quentchen Glück, sondern vor allem alle Prüfungsfragen korrekt beantwortet hatte.

"Hab' manche Situation unterschätzt"

Und Sascha will mehr. Jetzt zieht der angehende Tischler aus, das ganz dicke Brett zu bohren. Sein Ziel: das Finale am 11./12. August auf dem ADAC-Testgelände in Lüneburg. Derjenige, der dort gewinnt, bekommt mehr als Ruhm und Ehre. Er fährt in einem 225 PS starken Kompaktsportler der Extraklasse nach Hause – einem Focus ST im Wert von rund 25.000 Euro.

Nervös, Sascha? Keine Spur. Tag eins in der Motorsportarena Oschersleben. Es wird ernst. "Sicherheit vor Schnelligkeit," mit diesen Worten stimmt DVR-Chefmoderator Jürgen Bente die 50 Teilnehmer ein. Mit abgeschaltetem ABS fährt Sascha auf die orangefarbene Matte zu. Linke Räder auf nassem Belag, rechte auf trockenem. Vollbremsung! Sascha bringt mit festem Tritt den Fiesta ST nach kleinen Anlaufproblemen sicher zum Stehen. "Geht doch, weiter so", funkt Moderator Frank Zimmermann ins Cockpit.

Das Vertrauen in die Technik und die eigenen Fähigkeiten wächst: • Ungebremster Spurwechsel. Simuliert wird das Ausweichen vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis. Sascha bringt kräftig Bewegung in den Wagen und wirft drei Pylonen um. Besser läuft's beim zweiten Mal. Die Spannung steigt, mit ihr der Adrenalinspiegel. • Führerscheinprüfung. 30 Fragen in 20 Minuten. Der Musterschüler heißt Fred Heinzelmann, er gibt nach nur 4:37 Minuten fehlerfrei ab. Sascha landet mit acht Fehlerpunkten auf dem 19. Platz. • Rückwärts Einparken in einer Einbahnstraße – auf der linken Seite! Maßarbeit, für die Sascha 66,8 Sekunden braucht. Der Beste schafft es in 17,5. • Bremsen und Ausweichen auf nasser Fahrbahn. Die anspruchsvollste Übung des Tages sieht Sascha auf Platz 20. Nicht schlecht, doch das reicht nicht. Saschas Bilanz: "Ich hab' viel gelernt, manche Situation unterschätzt."

Am Ende landet er auf Platz 35. Doch seinem Ziel, nicht nur ein guter Trecker-, sondern auch ein ausgezeichneter Autofahrer zu sein, ist der Junge aus Lederhose ganz sicher ein Stück nähergekommen.

"So werden unsere Straßen sicherer!"

Rechts vor links? Kein Problem. Am Unfallort Erste Hilfe leisten? Ein Kinderspiel. Kann jeder aus dem Effeff. Weit gefehlt! "Deutschlands beste Autofahrer" beweist auch im 18. Jahr, daß Autofahrer aktiv ihr Wissen zum Thema Verkehrssicherheit checken und ihr fahrerisches Können ständig verbessern wollen.

110.631 Leser drückten Anfang 2006 wieder die Fahrschulbank und stellten sich unseren theoretischen Klausuren. Ergebnis: Knapp 78 Prozent aller Teilnehmer meisterten diese erste Hürde im Kampf für mehr Verkehrssicherheit auf unseren Straßen. Und für all die, die falsch antworteten oder sich bis dato noch gar nicht für das Thema interessierten, haben wir alle Fragen und Antworten noch einmal zusammengestellt. Nehmen Sie sich die Zeit und füllen Sie Ihre Theorie-Lücken auf. Schaden kann es nicht, und helfen wird es allen.

Doch die Theorie mit Bravour zu bestehen, bedeutet nicht automatisch, in der Praxis alles im Griff zu haben. Also: Für 2000 Leser laufen bis Ende Juli 40 bundesweite Vorrunden-Events. Heißt: 40 Tagessieger kommen weiter ins Finale. Dazu die fünf besten Zweitplazierten und die fünf besten Frauen der gesamten Tournee. Am 11. und 12. August 2006 fahren schließlich die 50 "Besten der Besten" um den Titel und um Preise im Gesamtwert von 100.000 Euro.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee haben AUTO BILD und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) wieder namhafte Partner gewonnen: den Autohersteller Ford, der unter anderem die 25 Wettbewerbsautos (Fiesta ST und Focus 2.5 ST) zur Verfügung stellt, den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den technischen Überwachungsverein DEKRA, den Reifenhersteller PIRELLI, den Automobilclub von Deutschland (AvD), den Mineralöl-Konzern ARAL und den Kindersitzhersteller JANE. Vielen Dank an alle!

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