Deutschlands beste Autofahrer 2002

Deutschlands beste Autofahrer 2002 Deutschlands beste Autofahrer 2002

Deutschlands beste Autofahrer

— 18.04.2002

Mit Sicherheit ein Traumstart

Von knapp 130.000 Lesern qualifizierten sich auch in diesem Jahr 2000 Teilnehmer für die 40 bundesweiten Vorausscheidungen. Seit Ende März fahren sie um den Titel "Deutschlands bester Autofahrer".

Sicherheits-Stil statt Gummi-Geruch

Karfreitag, zwei Tage vor Ostern – einige verstecken schon Schokohasen und bunte Ostereier oder verbringen den Tag mit der Suche nach dem schnellsten Weg durch den Mega-Stau. Doch 50 Leser von AUTO BILD haben um acht Uhr in der Früh ganz anderes im Sinn. Denn Sie werden schon erwartet: Knapp 30 Kilometer südwestlich von Magdeburg erreicht einer nach dem anderen das Fahrerlager des Motopark Oschersleben. Einige wirken unsicher, andere sind gespannt, was hier passiert. Doch allen 50 steht eines ins Gesicht geschrieben: Sie wollen hier und heute wissen, was wirklich in ihnen steckt.

Zum ersten Mal in der 14-jährigen Geschichte von "Deutschlands beste Autofahrer" beginnt Europas größte Sicherheitstournee auf einer Rennstrecke. Dort, wo normalerweise Motoren von Formel- und Tourenwagen aufheulen, Tausende Zuschauer gegenüber der Boxengasse auf den Start warten und permanent der Geruch von Gummi in der Luft liegt, dreht sich nun alles ausnahmslos um das Thema Sicherheit. Insgesamt 130.000 Leser waren in diesem Jahr dem Aufruf von AUTO BILD und DSF gefolgt. Neuer Rekord und klares Signal für das zunehmende Engagement in Sachen Sicherheit im Straßenverkehr.

Gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers sowie unterstützt von namhaften Partnern aus Industrie und Wirtschaft geht es darum, Unfälle zu vermeiden und die Zahl der Verunglückten zu senken. Die Liste der Namen, die sich dieser Aufgabenstellung verpflichtet fühlen, ist lang: der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Automobilclub von Deutschland (AvD), die Sachverständigenorganisation DEKRA, der Mineralölkonzern Veedol, die Versicherung AXA, der Reifenhersteller Pirelli und natürlich der Automobilhersteller Ford, der insgesamt 25 Wettbewerbsautos für die 40 bundesweiten Vorausscheidungen zur Verfügung stellt.

Sitzprobe, Ausweichtest, Bremsreaktion

Doch zurück nach Oschersleben. Noch vor dem Start zu den fahrdynamischen Prüfungen findet die erste große Sitz(an)probe statt. "Mit voll ausgestreckten Armen und Beinen sowie mit Sitz in der hintersten Raste will ich hier keinen hinterm Lenkrad sehen", mahnt DVR-Chefinstruktor Jürgen Bente. Und macht damit unmissverständlich klar, dass die besten Rückhaltesysteme nichts taugen, wenn der Fahrer die falsche Haltung eingenommen hat. Lektion gelernt. Weiter geht es in die Übungen. Auf dem Programm stehen: Doppelter Spurwechsel, Rückwärts einparken, Fahrschulprüfbogen, VDA-Ausweichtest, Slalom und Bremsen und Ausweichen auf nassem Asphalt.

Hört sich einfach an, ist aber offensichtlich schwer; denn nicht wenige Teilnehmer rutschen trotz eingeschlagener Lenkung mit ihren Fahrzeugen stur geradeaus. "Zum Glück begraben sie nur Pylonen unter sich", macht Jürgen Maas von der Verkehrswacht Niedersachsen den Ernst der Lage klar und feuert über Funk kräftig an: "Üben, üben, üben!" Diejenigen, die diesem Kommando konsequent nachkamen, übten vor allem für ein Ziel: Erster von 50 Teilnehmern zu werden – der Tagessieger. Zusammen mit insgesamt 40 anderen Tagessiegern sowie den fünf besten Zweitplatzierten und den fünf besten Frauen steuern sie zu auf den Tag der Entscheidung: auf das Finale der 50 besten Autofahrer Ende August in Oschersleben.

Dort siegte zum Auftakt am Ende ein Mann mit den besten Nerven. Sein Name: Gordon Melzer, 24 Jahre alt, aus Weißenfels bei Halle. Ende August fährt der Student der Medienwissenschaften nun um den Titel "Deutschlands bester Autofahrer 2002". Der Antrieb: Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro. Ein Ford Mondeo TDCi, ein Ford Focus TDCi, eine Traumreise zur Formel 1 nach Monaco und, und, und ... Doch eins steht jetzt schon fest: Nicht der Schnellste oder Kühnste wird das Rennen machen. Die Trophäe und den Titel erringt nur, wer die nötige Sensibilität für Gefahren mitbringt. Und den Respekt vor den Grenzen des Automobils.

Ein Rennkurs mitten in Deutschland

Seit 2002 testet die Mannschaft von AUTO BILD auch in Oschersleben. Der MOTOPARK Oschersleben wurde 1997 als dritte permanente Rennstrecke Deutschlands neben dem Hockenheim- und Nürburgring eröffnet. In nur einem Jahr Bauzeit entstand ein 3,667 Kilometer langer, mit 14 Kurven gespickter und bis zu 13 Meter breiter Formel-1-tauglicher Grand-Prix-Kurs. Wichtige nationale Serien gastieren ganzjährig im Motopark. 1999 wurde das Areal um ein multifunktionales Fahrsicherheitszentrum erweitert. Seine Flächen verfügen über eine Steigungs- und Gefällstrecke sowie eine bewässerbare Gleitfläche. Weitere Infos unter: www.motopark.de

Termine 26.4. – 28.4. BERU Top 10/Auftakt • 14.6. – 16.6. Deutsche Kart-Meisterschaft • 12. 7. – 14. 7. ADAC Super Racing Weekend, FIA GT Championship und Tourenwagen-EM • 26.7. – 28.7. GTP Porsche Weekend • 7.8. – 11.8. 5.German Speedweek/24-Stunden-Weltmeisterschaft • 30.8. – 1.9. Shell-Superbike-WM • 14.9.–15.9. Internationale Deutsche Motorrad-Meisterschaft

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