Deutschlands bester Autofahrer 2009

Deutschlands bester Autofahrer 2009 Deutschlands bester Autofahrer 2009

Deutschlands bester Autofahrer 2009

— 30.04.2009

Alex' Anfang ist schwer

Erste Runde im großen Fahrsicherheitswettbewerb. Mit dabei: ein 18-jähriger Führerscheinneuling. Spätestens jetzt weiß auch Alexander Sülzner: Deutschlands bester Autofahrer zu werden, ist kein Kinderspiel.

Schwere Prüfungen ist Alexander Sülzner eigentlich gewohnt. Der 18-Jährige macht gerade sein Abitur in Leverkusen. Doch diese Aufgabe hier ist anders, ganz anders. Er soll mit einem 125 PS starken Ford Fiesta auf klitschnasser Fahrbahn ein Hindernis umfahren. So schnell wie möglich. Er atmet tief ein – und nimmt sich fest vor: Bloß nicht ruckartig lenken! Dann gibt er Gas. Alexander ist einer von 41 Kandidaten, die beim ersten Vorausscheid des diesjährigen Wettbewerbs "Deutschlands bester Autofahrer" um den Tagessieg und damit um den Einzug ins Finale im September kämpfen.

Deutschlands bester Autofahrer zu werden ist kein Kinderspiel

Seit 21 Jahren suchen AUTO BILD und seine Partner nach dem geschicktesten Autofahrer.

Auf dem Fahrtrainingsgelände Bayer in Langenau in Baden-Württemberg rauscht Alexander in dem weißen Ford an der Pylonenreihe vorbei. Wasser spritzt rechts und links von ihm hoch. Schließlich kommt er zum Stehen, alle Hütchen sind intakt. 46,02 km/h zeigt eine Digitalanzeige neben der Pylonengasse an – Alexanders Einfahrgeschwindigkeit. Weil alle Gummihütchen stehen bleiben, gibt es keinen Punktabzug. Aber "das war nicht wirklich schnell", schätzt der Schüler seine eigene Leistung kritisch ein. Und liegt damit richtig: Der Beste schafft diese Übung mit 70,49 km/h. Spätestens jetzt weiß Alexander: Deutschlands bester Autofahrer zu werden ist kein Kinderspiel. Erst recht nicht für einen Fahranfänger. Denn diese war die letzte von vier kniffeligen Aufgaben, um dem Tagesund damit auch dem Gesamtsieg bei "Deutschlands bester Autofahrer" einen Schritt näher zu kommen.

"Der Kuga ist im Slalom eine echte Herausforderung"

Ausweichen ohne Bremsen – besser bekannt als Elchtest. Für viele die schwierigste Aufgabe.

Begonnen hatte der Wettkampftag für den Leverkusener durchaus vielversprechend. Weil seine Führerscheinprüfung erst neun Monate her ist, landete er beim ersten Test, einer Theorieprüfung, im oberen Mittelfeld. Ein Denkzettel war diese Aufgabe dagegen für die Hälfte der Teilnehmer: Sie machten so viele falsche Kreuze, dass sie bei einer echten Prüfung durchgefallen wären. In der Praxis fühlten sich die Kandidaten wieder deutlich wohler: Beim Warmfahren am Vormittag fanden die meisten von ihnen vor allem Gefallen am 200 PS starken SUV Kuga, der dem diesjährigen Gewinner auch als Hauptpreis winkt. Auf dem engen Slalomkurs war allerdings der Ansturm auf den wendigen Fiesta größer.

Denn "der Kuga ist im Slalom eine echte Herausforderung", urteilt ein Kandidat nach den ersten Runden. Doch auch der Kleinwagen hat beim Wedeln um die Pylonen einen Nachteil: "Zwischen dem zweiten und dritten Hütchen kommt der zweite Gang nicht richtig", stellt Uwe Zweifel aus Kronberg fest. Alexander kam mit beiden Autos problemlos zurecht – und von Instrukteurin Lisa Falkenberg ein Kompliment: "Der Alexander macht sich echt gut." An diesem Tag waren viele Teilnehmer den Grenzen der Fahrphysik näher als in vielen Jahren Straßenverkehr.


Bremsen und Ausweichen bei Nässe. Eine Lichtschranke registrierte die Geschwindigkeit beim Einfahren.

Gut so, denn genau das ist eines der Ziele von Europas größter Sicherheitsaktion: Nur wer ein Auto schon in kniffligen Situationen bewusst erlebt hat, bewahrt im Ernstfall die Ruhe – und reagiert richtig. Am Ende reicht es für Alexander nicht zum Tagessieg. Den holt sich Jürgen Müller aus Vaihingen. Sein Preis: die Teilnahme am Finale in Lüneburg, bei dem er auf 29 weitere Tagessieger und die zehn besten Frauen treffen wird. Der junge Leverkusener lässt den Kopf nicht hängen. Im Gegenteil: "Diese Situationen kann man auf der Straße ja nicht üben. Und so neue Autos fahren zu dürfen ist auch nicht schlecht." Und mal ganz unter uns, Alexander: Den besten Fahrer sucht AUTO BILD auch 2010. Vielleicht ist es dann ein schon erfahrener Alexander Sülzner aus Leverkusen.

Autor: Roland Niederlich

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