AUTO BILD-Tester für einen Tag

Deutschlands bester Autofahrer

— 29.05.2008

AUTO BILD-Tester für einen Tag

SUV Extra: Schleudern, Bremsen, Messen – zwei Leser haben diesen Job gewonnen und durften mit auf die Piste. Dabei konnten sie den neuen Ford Kuga noch vor allen Kunden unter Profi-Bedingungen testen.

Heute wollen sie den Ford Kuga und den Ford Focus nach allen Regeln der Prüfkunst rannehmen. Physikstudent Martin Noltemeyer (27) und Manfred Selent (47), selbständig im Bereich Network-Marketing, haben beim Jubiläumsgewinnspiel zur Aktion "Deutschlands bester Autofahrer" das gewonnen, was unser täglich Brot ist: testen, testen, testen. AUTO BILD-Tester. Wie ist das, wie fühlt sich das an, was passiert da? Manfred Klangwald weiß es genau. Er macht diesen Job seit vielen Jahren. Heute hat er sich für die besonderen Gäste extra viel Zeit genommen. Er erklärt das Prozedere mit Worten und in Action – immer wieder überlässt er den beiden Männern das Steuer.

Auch ein Profi-Tester muss sich erst einfahren

"Deutschlands bester Autofahrer", das Sicherheitsfahrtraining von AUTO BILD und Partnern.

Zum Warmwerden ein Spurt auf der zwei Kilometer langen, einstigen Flugzeug-Startbahn im Ford Kuga. Profi Klangwald haut die Gänge rein, dass es kracht, dann Vollbremsung aus 100 km/h. Der Adrenalinspiegel steigt, Wiederholung, beide Gewinner lächeln. Noch. Aber geht das auf Dauer nicht auf die Bandscheiben? "Nee," meint Test-Routinier Klangwald, "eher auf die Knie." Am Ende eines Tages hat er oft 150 Vollbremsungen hinter sind, "das spürt man schon." Sein Tipp: "Man darf beim Bremsen nicht zu sehr mit dem Körper mitgehen." Martin Noltemeyer, der gerade seine Diplomarbeit schreibt, ist beeindruckt vom Umfang des Testkatalogs und den Versuchsreihen. "Den Spurt wiederholen wir immer fünfmal", erklärt Klangwald, "und erst der vierte und fünfte sind meist aussagekräftig. Man muss erst die optimalen Schaltpunkte erfahren."

Leser Manfred Selent ist vom Blick hinter die Kulissen ganz hingerissen.

Deshalb testen auch nur 'genormte' Fahrer. Lediglich vier Mitglieder der AUTO BILD-Testredaktion haben die Lizenz zum Messen. Mittlerweile lenkt Klangwald den Kuga über die holprige Marterstrecke neben der Asphaltbahn. Hier zeigen sich die Komforteigenschaften. Er steuert kurze Schlenker, um das ESP herauszufordern. "Da hat er jetzt ein bisschen geregelt, oder?" bemerkt Manfred Selent. Richtig. "Das muss er auch", antwortet Klangwald. Subjektive Eindrücke vom Fahrverhalten ergänzen später die mit hochempfindlichen Messinstrumenten ermittelten Ergebnisse. Alles wird gecheckt, keine Herstellerangabe ungeprüft übernommen: Gewicht, Wendekreis links und rechts, Tachoanzeige, Lautstärke innen bei vier verschiedenen Geschwindigkeiten.

Auf dem Messblatt werden sogar die Windgeschwindigkeit und die Außentemperatur beim Test festgehalten. So sind die Testbedingungen jederzeit belegbar. Im Wendehammer führt Klangwald der Laienbesatzung den Lastwechseltest bei der Kreisfahrt vor. "Das ersetzt die coolste Vergnügungspark-Attraktion". Der Kuga und Focus reagieren gutmütig. Dann die Höhepunkte: Slalomfahren und Elchtest mit beiden Ford-Modellen. Der Student fährt etwas kühner, legt dafür ein bis zwei Hütchen mehr um als Manfred Selent, der über langjährige Taxi-Erfahrung verfügt. Beide werden mit jedem Versuch besser und strahlen um die Wette. "Der Spurwechsel beim Elchtest ist sicher die größere Herausforderung", meinen beide. "Ein Fehler am Anfang – und der Durchlauf ist kaum mehr zu retten." Einig sind sie sich auch: Der Ford Focus ist agiler. "Hier wird extremer getestet als es unsereins je auf der Straße könnte," meint Selent und setzt nachdenklich hinzu: "Aber ein bisschen schade um die Autos ist das schon."

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