Diagonalquerung in Wuppertal

Diagonalquerungen

— 09.12.2011

Gefahrlose Abkürzungen

Kreuz und quer über die Straße: Dieses Recht für Fußgänger ist hierzulande noch weitgehend unbekannt. Doch haben Diagonalquerungen offenbar mehr Vor- als Nachteile, wie eine Untersuchung jetzt ergab.

Im Ausland gibt es sie häufiger, bei uns sind sie bislang selten: Diagonalquerungen. Die Unfallforschung der Versicherer hat diese Art der Kreuzung, bei der Fußgänger während einer eigenen Grünphase auch diagonal die Straße überqueren dürfen, nun untersucht. Fazit: Unfälle zwischen Abbiegern und Fußgängern werden vermieden, jedoch auf Kosten längerer Wartezeiten. Verkehrsforscher Michael Schreckenberg geht von mindestens einem Drittel Zeitverlust aus. "Die Diagonalquerung bietet sich vor allem bei Kreuzungen mit stark frequentierten Fußgängerüberwegen an", so Schreckenberg. Dann nämlich sei bei klassischen Kreuzungen das Abbiegen mit dem Auto kaum möglich.

Lesen Sie auch: ADAC testet Fußgängerüberwege

In Wuppertal ist seit zwölf Jahren eine Diagonalquerung im Einsatz. Verkehrsplaner Rainer Widmann hat bislang nur positive Erfahrungen gemacht, Staus gibt es keine. Einziger Nachteil: "Die Ampel muss rund um die Uhr laufen." Denn ohne Signal sei die diagonale Querung einfach zu gefährlich.

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