Die 20 beliebtesten Autos Deutschlands (1)

Die zehn beliebtesten Autos Deutschlands Die zehn beliebtesten Autos Deutschlands

Die 20 beliebtesten Autos, Teil 1

— 07.06.2007

Aber bitte mit Fahne

Die Deutschen halten wieder ihre Fahne hoch. Nicht nur in Fußballstadien, auch auf den Straßen: Alle Bestseller sind heimische Konstruktionen. Die 20 meistverkauften Autos in der großen AUTOMOBIL TESTS-Kaufberatung. Der Contdown läuft: Hier die Plätze 20 bis elf.

Krise, Absatzschwäche, Qualitätsprobleme – war da mal was? Dass die deutsche Autoindustrie jahrelang über zu großes Angebot und zu geringe Nachfrage klagte, scheint im Frühling 2007 so fern wie die erste Ölkrise. Deutsche Autos sind weltweit gefragt, erst recht natürlich hierzulande: Die 20 meistverkauften Modelle tragen allesamt Namen deutscher Konzerne. Einziger Ausländer, der es ganz nach vorn schaffte, ist der Tscheche Skoda. Aber als Teil des VW-Imperiums, der Wolfsburger Technik montiert, gehört auch er mit zur Familie. Sogar die Qualität scheint wieder zu stimmen: Während Statistiken selbst bei deutschen Nobelmarken einst mehr Pannen notierten als bei den japanischen Musterschülern, sieht der ADAC Mercedes & Co jetzt wieder vorn. Das scheinbar größte Problem derzeit: die Qual der Wahl. Denn nirgends auf der Welt ist die Modellvielfalt so groß wie in Deutschland. Während etwa Toyota beim Auris gerade mal vier Motoren anbietet, sind es beim VW Golf nicht weniger als dreizehn. Dazu kommt eine beispiellose Fülle an Ausstattungsdetails. Im Folgenden – und natürlich in der Bildergalerie – finden Sie eine komplette Übersicht über die Bestseller des ersten Quartals 2007, jeweils mit Wertverlust-Prognosen und Analysen von Schwacke sowie Finanzierungskonditionen.

Die Plätze 20 bis 11: Opel Meriva (Zulassungen: 10.140)

Mit dem Meriva konnte sich Opel einmal mehr als kreativer Trendsetter präsentieren. Einen supervariablen Minivan in der Corsa-Klasse hat man vorher selten gesehen. Erst recht keinen, der 415 bis 1410 Liter Kofferraumvolumen offeriert. Auf gut vier Metern bietet der kleine Opel erstaunlich großzügiges Raumgefühl und mit demontier- und verschiebbaren Fondsitzen jede Menge Entfaltungsspielraum. In der Sportversion OPC nicht nur das. Die wird befeuert von einem Turbomotor mit 180 PS, der den lustigen Laster auf 222 km/h beschleunigt. Eine Version, die zwar wenig für die Verkaufszahlen bringt, aber umso mehr für das Image. Einen kräftigen Motor kann der Meriva prinzipiell gut gebrauchen, wuchtet er doch über 1,3 Tonnen auf die Waage.

Platz 20 für den Opel Meriva, den Minivan mit geringem Wertverlust.

Eine empfehlenswerte Antriebsquelle ist daher der 1.7 CDTI, der 125 PS liefert. Und, wichtiger noch, 280 Newtonmeter Drehmoment, mehr als der sportliche OPC. Weil der Diesel zudem kultiviert läuft, stellt er das ideale Fundament für gelassenes und gleichzeitig zügiges Fahren. Mittlerweile hat der 1.7 CDTI serienmäßig einen Rußfilter, was den Preis weiter nach oben treibt: Als "Catch me" kostet er 22.350 Euro. ESP, Klima, Radio, Tempomat oder Sitzheizung müssen aber nicht extra bezahlt werden. Wer nicht so viel Wert auf Dynamik legt, kann auf das Basismodell mit 1,4 Liter Hubraum und 90 PS zurückgreifen. In der gleichen Ausstattungsversion wie oben beschrieben kostet er 18.220 Euro, also gut 4000 Euro weniger als der Topdiesel. Maximale Variabilität bei minimaler Außenlänge bietet der genauso. Fazit Der Opel Meriva beansprucht nicht mehr Parkraum als ein Corsa. Bei Platzangebot und Variabilität bietet er aber echtes Van-Format. Das gilt auch für das Gewicht von über 1,3 Tonnen, das nach kräftiger Motorisierung ruft. Wer nicht jeden Cent umdrehen muss, nimmt den 1.7 CDTI mit 280 Nm.

Mercedes B-Klasse (Zulassungen: 10.932)

Platz 19 für den derzeit teuersten Kompaktvan: die Mercedes B-Klasse.

Die B-Klasse basiert auf der A-Klasse, was äußerlich kaum zu erkennen ist. Aber innerlich: Die Cockpits weisen große Ähnlichkeiten auf. Trotzdem offeriert der B ein großzügigeres Raumgefühl – kein Wunder, ist er doch ganze 43 Zentimeter länger. Da B- wie A-Klasse auf kompromisslose Raumausnutzung setzen, kommt die Extra-Länge voll dem Innenraum zugute. Fond und Kofferraum haben Kingsize-Format. Das gilt allerdings auch für die Preise: 22.789 Euro kostet der keineswegs temperamentvoll motorisierte B 150 mit 95 PS. Wer souveräner unterwegs sein will, muss sogar 4000 Euro mehr einkalkulieren: Der kräftigere 180 CDI schlägt mit 26.418 Euro zu Buche.

Die inbegriffene Ausstattung ist unter anderem mit Rußfilter und manueller Klimaanlage akzeptabel. Aber nicht fürstlich. Es fehlt zum Beispiel ein Radio oder das Easy-Vario-System für 298 Euro, mit dem die Sitzanlage erst volle Flexibilität erreicht. Damit kann man den Beifahrersitz und die Fondsitzlehnen herausnehmen – und sich auf der so entstehenden geräumigen Spielwiese wirklich frei entfalten. Selbst ein VW Touran bietet nicht diese Variabilität. Auch nicht das bis 193 PS reichende Leistungsspektrum, das der 200 Turbo offeriert. Der braucht für den Sprint von null auf 100 zwar nur 7,6 Sekunden und rennt maximal 225 km/h. Als Krawallbruder will er trotzdem nicht gelten. Mit lässigen 280 Newtonmetern Drehmoment schon bei 1800/min eher als souveräner Gleiter. Dazu passt die Autotronic (2047 Euro), ein stufenloses Automatikgetriebe. Es ist auch für die anderen Motoren erhältlich. Fazit Die Mercedes B-Klasse ist der mit Abstand teuerste Kompaktvan auf dem Markt. Variabilität und Platzangebot sind spitze. Dafür legen viele Kunden das viele Geld gern auf den Tisch – am liebsten für den 180 CDI mit 109 PS, der das Konto um stolze 26.418 Euro erleichtert.

Ford Fiesta (Zulassungen: 11.300)

Klein, sportlich und flott: Der Ford Fiesta landet auf Rang 18.

Der Ford Fiesta beansprucht die Rolle des sportlich angehauchten Kleinwagens – das flotte Design bringt diese Philosophie auch überzeugend rüber. Besonders als Dreitürer, der mit seiner im Vergleich zum Fünftürer leicht abfallenden Dachlinie coupéhafte Züge trägt. Das macht sich auch beim Kofferraumvolumen bemerkbar: Beim Dreitürer stehen nur 268 Liter zur Verfügung. Beim größeren Bruder sind es 284 Liter. Einen weniger sportlichen Eindruck hinterlassen manche Motoren. Bei der Einstiegsversion 1.3 (ab 11.050 Euro) setzt Ford anders als etwa VW oder Opel zwar auf vier statt auf nur drei Zylinder. Trotzdem wirkt das 60-PS-Aggregat müde.

Wer weitere Ziele anpeilt als den nächsten Supermarkt, sollte in stärkere Motoren investieren. Das sich ebenfalls mit 1,3 Liter Hubraum begnügende 70-PS-Modell ist da ein kleiner Schritt nach vorn. Genau wie der 68-PS-Diesel, der den Fiesta allerdings unverhältnismäßig verteuert (ab 13.375 Euro). Spürbar flotter wird es mit dem 80 PS starken 1.4, der als Dreitürer mindestens 12.100 Euro kostet. Wer fünf Türen und eine Komfort-Ausstattung unter anderem mit Klimaanlage möchte, muss 14.925 Euro für den Ghia einkalkulieren. Günstiger wird es mit einem aktuellen Sondermodell wie dem Fun X (13.750 Euro). 510 Euro fürs ESP sind aber auch bei dem fällig. Serienmäßig ist der Schleuderschutz beim Fiesta ST, einer nur als Dreitürer angebotenen 150-PS-Granate (18.600 Euro). Die meint es mit der Sportlichkeit besonders ernst. Fazit Der Ford Fiesta ist ein flott gezeichneter Kleinwagen mit durchschnittlichem Platzangebot. Der Dreitürer ist hinten etwas enger als der Fünftürer, kostet aber 700 Euro weniger. Wer mit dem Fiesta auch längere Strecken in Angriff nehmen will, sollte wenigstens 80 PS wählen.

Audi A6 (Zulassungen: 11.487)

In einem hat der A6 seine Erzrivalen BMW 5er und Mercedes E-Klasse unbestreitbar übertroffen: in der Außenlänge. Während die Konkurrenten deutlich unter der 4,9-Meter-Marke bleiben, misst der A6 mehr: als Kombi 4,93 Meter. Der Audi ist damit der Riese in der oberen Mittelklasse. Dass er dennoch eher mal übersehen wird (auch bei den Kaufinteressenten), liegt vielleicht am unauffälligen Styling, das etwas schlichter geriet als das seines Vorgängers. Die inneren Werte wie das fürstliche Platzangebot und der schöne Qualitätseindruck berührt das natürlich nicht. Eher bescheiden mutet der Auftritt unter der Motorhaube an: Als Basismotor kommt ein Zweiliter-Turbo mit 170 PS zum Einsatz – beim Mercedes ist das ein 1.8 mit 183 PS und beim BMW gar ein 190-PS-Sechszylinder.

Platz 17 für den A6. Qualitativ liegt er mit der Rivalin E-Klasse gleichauf.

Dafür ist der Eintrittspreis in die A6-Klasse deutlich günstiger: 33.950 Euro, also über 4000 Euro weniger als beim Benz. Der solide motorisierte A6 2.0 TDI kostet 900 Euro mehr als der kleine Benziner, leistet aber nur 140 PS. Die Ausstattung ist mit CD-Radio, Lichtautomatik oder Regensensor erfreulich komplett. Sogar Fußmatten zählen dazu (nicht lachen, sie kosten anderswo oft Aufpreis). Die Aufpreisliste dient vor allem dazu, den Luxus weiter zu steigern. Zum Beispiel mit einem noch raffinierteren Bediensystem, einer noch edleren Innenausstattung mit Leder oder einer noch gewaltiger klingenden Hi-Fi-Anlage. Steigern kann man natürlich auch die Motorleistung – bis hin zum V10 mit 435 PS. Der muss nicht sein. Ein 3.2 FSI mit 255 PS reicht auch (als Avant mit Automatik für 46.700 Euro). Fazit Der Audi steht in Sachen Qualität und Image einer Mercedes E-Klasse nicht nach, ist in der Basisversion aber 4000 Euro günstiger. Wer ein gediegenes, repräsentatives Auto zum fairen Preis fahren möchte, sollte den Einstieg in die Einstiegsversion 2.0 mit 170 PS wagen.

Skoda Octavia (Zulassungen: 11.769)

75 Prozent aller Octavia-Käufer wählen den Combi. Platz 16.

Viel Auto für wenig Geld – kaum ein anderes Modell aus dem VW-Konzern realisiert traditionelle Volkswagen-Tugenden so überzeugend wie der Skoda Octavia. Dank seiner vom Golf V übernommenen Technik mit Vierlenker-Hinterachse und tollen TDI ist er dynamisch auf der Höhe der Zeit. Sein großzügiges Platzangebot lässt sogar teurere Konkurrenten wie VW Passat oder Audi A4 alt aussehen. Von der Variabilität ganz zu schweigen: Als Fließheck-Limousine bietet er eine große Heckklappe. Als Combi natürlich auch. Den wählen gut drei Viertel aller Octavia-Kunden. Mit diesem großen Auto (Kofferraumvolumen 580 bis 1620 Liter) hat der 80-PS-Einstiegsbenziner natürlich gewisse Probleme. Aber keine unüberwindlichen.

Kräftiger kommt natürlich der beliebte 1.9 TDI mit 105 PS zur Sache, der am besten zum rationalen Charakter des Autos passt. Nachteil: Inklusive Rußfilter (600 Euro) steigt der TDI-Aufpreis gegenüber dem gleich starken, etwas brummigen 1.6-Benziner auf stolze 2500 Euro. Für den sind 19.590 Euro fällig – in der empfehlenswerten Ambiente-Ausstattung, die inklusive Klimaanlage die wichtigsten Extras mitbringt. Deutlich teurer wird es, wenn man emotionalere Octavia-Varianten ins Auge fasst. Der Scout, ein hochgelegter Combi mit Allradantrieb und robuster SUV-Optik, kostet als 2.0 FSI 26.950 Euro. Noch wilder wird es mit einem der RS-Modelle: Der Benziner mit dem 200-PS-Turbo aus dem Golf GTI rennt 240 km/h. Und kostet 26.890 Euro. Ungefähr einen Tausender drauflegen muss man für den RS mit kräftigem 170-PS-TDI. Fazit Der Octavia bietet nicht nur jede Menge Platz. Auch ein breites Spektrum an Motoren von 80 bis 200 PS. Zum Charakter des rationalen Raumwunders passt am besten der 1.9 TDI, eingebaut in den riesigen Kombi. In der Ambiente- Ausstattung sind alle wichtigen Extras enthalten.

Ford Focus (Zulassungen:11.949)

Die schnittige Alternative zu Golf und Astra: der Focus liegt auf Platz 15.

Der Focus zählt zu den meistverkauften Kompaktwagen in Deutschland. Zu Recht, sieht er doch nicht nur flott aus. Er lässt sich dank direkter Lenkung und agilem Fahrwerk auch so bewegen. Auch beim Platzangebot kann er sich mit den Besten messen lassen. Sein Kofferraum fasst sogar rekordverdächtige 385 Liter. Noch mehr bieten naturgemäß die beliebte Kombiversion Turnier (475 bis 1525 Liter) und der Kompaktvan C-Max auf Focus-Basis (460 bis 1620 Liter). Zu den Pluspunkten des Ford zählen die bequemen Sitze, zu den Minuspunkten das eher hohe Geräuschniveau, das teilweise aus lauten Motoren resultiert. Das gilt etwa für den Zweiliter-Diesel mit 136 PS – was verwundert. Im Citroën C4 läuft der gleiche Motor kultivierter. Ein Grund, weshalb es der Focus im großen Kompaktwagen-Vergleich von AUTO BILD nur auf Platz sechs schaffte.

Eine kultiviertere Alternative für den 2.0 ist der 1.6 TDCi mit 109 PS und serienmäßigem Rußfilter, der im Dreitürer ab 19.025 Euro zu haben ist. Der 1.6-Benziner mit 100 PS erledigt seinen Job ebenfalls ordentlich. Sehr temperamentvoll gebärdet sich der Zweiliter-Benziner mit 145 PS (21.375 Euro). Den gibt es aber nur als Titanium, der Topausstattung. Sie ist interessant wegen der serienmäßigen Klimaanlage. Wer aber deswegen nicht zur teuersten Version greifen will, kann sich nach den regelmäßig angebotenen Sondermodellen erkundigen. Wie etwa dem Style, der einen Kostenvorteil von 1790 Euro verspricht. Fazit Der Focus ist eine flotte Alternative zu Golf und Astra, auch wegen des im Vergleich zum ersten Focus weniger gewöhnungsbedürftigen Stylings. Zu den sportlichen Fahreigenschaften passt der kräftige 2.0-Benziner. Aber auch mit dem 1,6-l-Benziner oder -Diesel kann man leben.

Mercedes C-Klasse (Zulassungen 11.956)

Rang 14 für die C-Klasse, die sich wieder kantig wie einst präsentiert.

Ecken und Kanten sind wieder in. Als sei die verflossene C-Klasse ein Irrweg gewesen, präsentiert sich der neue Mercedes wieder wie einst kantig und scharf geschnitten – und sucht so Verwandtschaft eher zur ersten C-Klasse als zur zweiten. Letztere bleibt in Form des T-Modells (und des Sportcoupés) bis Herbst weiter im Programm: Erst dann sind beide Karosserieversionen komplett neu. Wer also mit der scheidenden rundlichen C-Klasse liebäugelt, sollte noch ein bisschen warten: Auf Auslaufmodelle gibt’s locker 20 Prozent Rabatt. Ob die neue C-Klasse ebenfalls einen Platz in den Top 20 erobern kann, muss sich erst noch erweisen. Die Chancen stehen jedenfalls gut. Zwar ist das Platzangebot im Fond enttäuschend – trotz der um 5,5 Zentimeter auf 4,58 Meter gewachsenen Länge.

Ein 3er-BMW bietet da mehr. Dafür hat der Benz beim Fahrkomfort die Nase vorn, auch dank der serienmäßigen "Agility Control", dem elektronisch geregelten Fahrwerk. Von der Ausstattung darf man nicht zu viel erwarten. Beim Classic ist nicht einmal ein Radio drin. Wer einen günstigen Einstieg sucht, muss noch bis August warten. Erst dann liefert Mercedes den C 180 Kompressor (29.988 Euro) und den C 200 CDI (31.892 Euro) aus. Der jetzt schon erhältliche 220 CDI (34.213 Euro) mit 170 PS läuft souverän und kultiviert. Der 200er Kompressor ist mit 183 PS noch flotter. Wer einen Hauch von S- in der C-Klasse verspüren will, nimmt den C 350 mit 272 PS. Besonders sparsamen Umgang mit Kraftstoff darf man von dem V6 aber nicht erwarten. Wie übrigens von keinem Antrieb in der C-Klasse. Fazit Die neue C-Klasse bietet das typische Mercedes-Fahrgefühl eines satt auf der Fahrbahn ruhenden Autos. Das hat man so erwartet. Nicht erwartungsgemäß sind das begrenzte Platzangebot im Fond und die relativ hohen Verbräuche. Die günstigsten Basismotoren kommen erst im Herbst.

Skoda Fabia (Zulassungen: 12.329)

Skoda die Zweite: Der Fabia landet auf dem 13. Platz.

Der Skoda Fabia verdankt die tolle Platzierung unter den Top 20 seinem Vorgänger. Das aktuelle Modell ist nagelneu auf dem Markt und konnte bei der Zulassungsstatistik noch nicht berücksichtigt werden. Einiges spricht dafür, dass sich der Neue noch besser schlagen wird als der Alte. Stärke des Fabia war ja schon bisher das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, das aus der Kombination von VW-Technik und preiswertem Produktionsstandort in Tschechien resultiert. Daran ändert sich nichts. Der Fabia basiert nach wie vor auf der Plattform des VW Polo – allerdings schon des neuen, für 2008 avisierten Modells. Diese Basis beschert dem Fabia eine Länge von 3,99 Metern und eine Höhe von stolzen 1,50 Metern – mithin ein Platzangebot fast wie bei einem Golf IV.

Während "Kleinwagen"- Fahrer großzügige Ellenbogenfreiheit auf den vorderen Plätzen bereits von Opel Corsa & Co gewohnt sind, überrascht der Fabia auch im Fond mit familientauglichem Format. Das Kofferraumvolumen von 300 bis 1163 Liter scheint ebenfalls rekordverdächtig in der Klasse. Nachteil der galanten Größe: Man braucht kräftige Motoren, um den großen Kleinen in Schwung zu bringen. Selbst der 86-PS-Benziner wirkt nicht spritzig, sondern nur ausreichend. Vom dreizylindrigen 1.2 mit 60 PS dürfen wir da noch weniger erwarten. Die 1,1 Tonnen Fabia verlangen eher nach dem Drehmoment eines TDI. Etwa nach dem des 1.4 TDI mit 80 PS und Rußfilter. Der kostet aber immerhin 14.840 Euro. Fünf Türen sind bei Skoda im Preis inbegriffen. Klimaanlage und ESP leider nicht. Fazit Der neue Skoda hat das Zeug dazu, die Erfolgsgeschichte des Fabia fortzuschreiben. Viel Platz zum günstigen Preis kombiniert mit moderner VW-Technik – bei dem Rezept kann nicht viel schiefgehen. Einziges Manko: Das relativ große Auto braucht entsprechende Motoren.

BMW 5er (Zulassungen: 12.998)

Ab 37.250 Euro ist 5er-Spaß zu haben. Rang 12 für den BMW.

Gut vier Jahre ist der 5er jetzt auf dem Markt. Was auf viele anfangs als Design-Schocker wirkte, scheint heute fast alltäglich. Interessant sieht der BMW immer noch aus, was für einen gelungenen Entwurf spricht. Die Kombi-Optik ist weniger kompromisslos, weshalb uns die Limousine empfehlenswerter scheint. Trotz schlechterer Variabilität. Sportliche Fahreigenschaften fallen dem gewichtigen Touring zudem schwerer. Der Einstieg beginnt mit dem 520d für 37.250 Euro. Dafür gibt es einen Vierzylinder-Diesel mit 163 PS – gewiss die wirtschaftlichste Option. Aber auch die unterhaltsamste? Für nur 1250 Euro mehr lockt der 523i mit immerhin 190 PS.

Wichtiger noch: Unter der Haube steckt ein sahniger Sechszylinder, wegen dem allein sich der Gang zum BMW-Händler lohnt. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, bietet der immerhin 2,5 Liter Hubraum. Das reicht zwar nicht für den souveränen Durchzug eines 530i (272 PS, 45.000 Euro). Aber es ist genug, um typisches BMW-Feeling aufkommen zu lassen. Mit dem M Sportpaket für 4590 Euro (u. a. mit Sportfahrwerk, Doppelspeichen- Rädern und Sportsitzen) kann man das weiter steigern. Auch mit dem Kauf eines großen Diesels: dem 530d, einem Sechszylinder mit drei Liter Hubraum, 235 PS sowie enormen 500 Newtonmeter Drehmoment. Anders als bei Mercedes gibt es bei BMW den mächtigen Diesel nicht ausschließlich mit Automatikgetriebe. Mit Schaltung fühlt sich die Kraft viel direkter an. Fazit Der 520d für 37.250 Euro ist der günstigste 5er-BMW. Er hat mit 163 PS nicht zu wenig Leistung. Aber zu wenig Zylinder. BMW-typische Sechszylinder-Faszination verströmt erst der 523i, der immerhin 190 PS leistet und nur 1250 Euro mehr kostet.

Audi A3 (Zulassungen: 13.984)

Ein Golf in nobler Verpackung: Der Audi A3 landet auf Platz 11.

Der Audi A3 ist ein Golf in noblerer Verpackung – Grund genug für viele, den deftigen Aufpreis gegenüber dem Wolfsburger Verwandten zu akzeptieren. Stolze 19.600 Euro kostet der coole Kompakte mit dem 102 PS starken Benziner mindestens. Also gut zwei Tausender mehr als ein vergleichbarer Golf. Die Ausstattung darf dabei kaum als opulenter gelten: Die Klimaanlage muss bei Audi genauso extra bezahlt werden wie bei VW. Das gilt auch für die gehobeneren Modelle Ambition und Attraction. Als Fünftürer, der bei Audi schick Sportback heißt, verschlingt der A3 sogar mindestens 20.500 Euro. Dafür gibt es aber auch eine 72 Millimeter längere Karosserie und 20 Liter mehr Kofferraumvolumen.

Der altgediente 1.6 läuft im Audi ganz manierlich. Aber für das angestrebte exklusive Fahrgefühl sorgt er nicht. Das schafft eher der Zweiliter-Turbo-FSI aus dem Golf GTI. Mit seinen ungestümen 200 PS und schon bei 1800 Touren satt zuschlagenden 280 Nm Drehmoment lässt er gewöhnliche Golf-Versionen einfach stehen. Nachteil: der Preis von mindestens 25.950 Euro. Mit den nötigen Extras wie Klima, Ambiente-Version (für unter anderem Alufelgen, Regensensor, Tempomat) kommt die 30.000-Hürde schnell in Sicht. Ein Sportfahrwerk sollte man sich sparen, weil der ohnehin straff abgestimmt Audi damit zum Plombenschüttler wird. Im S3 (36.050 Euro), der aus dem gleichen Motor 265 PS herausquetscht, kann man darauf nicht verzichten. Topleistung bietet kultivierter der 3.2 quattro mit 250 PS starkem V6 für 32.500 Euro. Die Empfehlung für den 2.0 TDI gilt natürlich auch hier. Fazit Wer einen Audi A3 mit seinen sportlichen Fahreigenschaften und dem sehr schön gemachten Innenraum kaufen will, der möchte sich etwas Besonderes gönnen. Wirtschaftliche Basis- Motoren passen daher nicht so gut. Am besten man lässt es gleich richtig krachen und nimmt den 2.0 TFSI.

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