Die beliebtesten Pick-ups der USA
— 05.11.2009
Dicke US-Pick-ups
Sie sind laut, sie sind stark und sie sind saucool. Und deswegen sind Pick-ups in den USA so erfolgreich. Trotz Öko-Welle, trotz CO2-Debatte. Wir zeigen Ihnen die dicksten Pritschen der Staaten.
Er ist der unumstrittene automobile Superstar in Nordamerika: der
Ford F-150. Seit 27 Jahren ist der Pick-up das meistverkaufte Auto in den
USA, außerdem seit 33 Jahren der erfolgreichste Pick-up. Sozusagen der
VW Golf der Vereinigten Staaten. Unterwegs ist die F-Serie, zu der auch die "Super Duty"-Flotte mit F-250, F-350 und F-450 gehört, seit 61 Jahren. In den Staaten sagt der Volksmund zu dieser Fahrzeug-Spezies übrigens nicht Pick-up sondern schlicht Truck. Klingt viel cooler. Und weil die Amis ihren
F-150 so cool finden, hat
Ford im Sommer 2009 die Speerspitze der Baureihe, den SVT Raptor, komplett überarbeitet aus dem Stall gelassen. Kaum unterwegs, wurde der "Raubvogel" von den Motorjournalisten des Bundesstaates Texas zum "Truck of Texas 2009" gekürt. Doch damit nicht genug: Auf der
SEMA 2009 kündigte Ford jetzt den stärksten Raptor aller Zeiten an: den FR Raptor XT. Das Kraftpaket basiert auf der Rallye-Version "Raptor R" und kommt 2010 in einer Kleinserie von 50 Fahrzeugen mit einer rund 500
PS starken 6,2-Liter-Maschine zum Preis von 99.950 Dollar auf den Markt. Ohne Straßenzulassung, nur fürs harte Gelände.
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Die wirbeln Staub auf: Pick-ups, wie hier der Ford F-150 SVT Raptor, sind in den USA nach wie vor heiß begehrt.
Die Erfolgsstory dieser Fahrzeuggattung reißt also – zumindest in den USA – nicht ab. Trotz
Klimawandel, trotz Öko-Wahn, trotz CO
2-Debatten. Unter der Haube der verschiedenen F-150-Versionen, die auf solch wundervolle Namen wie "King Ranch" oder "Harley Davidson" hören, arbeiten wahlweise 4,6-Liter- oder 5,4-Liter-Triebwerke mit 251 bis 314 PS. 2010 kommt ein 6,2-Liter-Aggregat mit 417 PS dazu. "Upsizing" statt "downsizing" ist hier offenkundig das Leitmotiv. Der knurrende V8 versteht sich von selbst! Auf die riesigen, bis zu 2,50 Meter langen Ladeflächen passen mindestens zwei Kühe nebeneinander, der F-450 Super Duty könnte mit seiner Anhängelast von rund 15 Tonnen sogar drei ausgewachsene Elefanten auf einem Hänger transportieren.
Hybrid-Versionen für ein "sauberes" Umwelt-Gewissen
Nicht ganz so durstig: GMC Sierra (Bild) und Chevrolet Silverado sind seit einiger Zeit als Hybrid-Version zu haben.
Ein weiterer Kandidat in der Riege der Pritschen-Kraftprotze ist der
Dodge Ram. Auch diese Zugmaschine erfreut sich ungemeiner Beliebtheit und ist ein prägendes Element des US-Straßenbildes. Vor allem in den ländlichen Gegenden. Ein 5,7-Liter-Hemi im
Ram 2500 oder 6,7-Liter-Turbodiesel im Ram 3500 rammen selbst den stärksten Bullen leichtfüßig von der Weide. Den etwas kleineren Ram 1500 gibt es ab Werk mit 4,7-Liter-V8 und – hört, hört – 3,7-Liter-V6! Die Preisliste beginnt bei schlanken 21.500 Dollar.
Chevrolet und GMC haben mit den baugleichen
Silverado und Sierra ebenfalls ihre Monster-Pick-ups im Programm. Um ihr Umwelt-Gewissen ein wenig zu beruhigen, bieten die
GM-Töchter seit geraumer Zeit jeweils Hybrid-Versionen an. Doch der eine Liter, den die Hybrid-Gozillas auf dem Highway pro 100 Kilometer weniger verbrauchen (Herstellerangabe: 10 Liter bzw. 11 Liter), ist den Entwicklungs-Aufwand irgendwie nicht Wert. Im Stadtverkehr sollen es immerhin vier Liter weniger sein (11 Liter/15 Liter). Auch bei diesen Kandidaten gilt: V8 und jede Menge Hubraum sind Pflicht.
Konkurrierende Japan-Brummer
Wo in der Automobilbranche der Rubel noch ein wenig rollt, ist der
Japaner nicht weit. Auch
Toyota und
Nissan besetzen in den USA das Pick-up-Segment.
Toyota Tundra und
Nissan Titan stehen ihren amerikanischen Pendants in puncto automobiler Kraftmeierei und Drohgebärde in nichts nach. Auch sie sind mit herrlich dicken V8-Aggregaten ausgestattet und haben sich längst im Käuferkreis der Cowboys, Farmer, Ranger und Möchtegern-Trucker etabliert. Ein weiteres Alpha-Tier in dieser Gewichtsklasse fährt sogar unter chinesischer Flagge. Seit Kurzem. Leider. Vom kantigen Hummer, unlängst noch ein wichtiges Aushängeschild von GM, dann aufgrund der Wirtschaftskrise rasch nach Asien verkauft, heißt der Pritschen-Ableger H3T. Seine Ladefläche schluckt bis zu 1010 Liter Volumen. Einem gemütlichen Ausflug mit 2000 0,5-Liter-Dosen Bier steht mit dem offenen Hummer-Brummer ergo nichts im Wege. Kleiner Trost: Tsingtao schmeckt definitiv besser als Bud Light!
Diese Liste hat nicht den Anspruch, alle Pick-ups zu zeigen, die in den USA unterwegs sind. Wir haben lediglich eine Auswahl der für uns wichtigsten Modelle getroffen. Diese finden Sie in der Bildergalerie! Sollten Sie ein Fahrzeug vermissen, schreiben Sie uns gerne einen Kommentar!
Kommentare zum Artikel (56)
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ja ich fahr derzeit einen 2000er Chevrolet s10 Pickup extended cab mit 4,3L v6 der 15L bei nicht gesitteter fahrweise verbraucht. ansonsten verbrauch ich 12L wenn ich mich an die verkehrsregeln hald und beim beschleunigen nicht immer auf 3500 dreh. denn bei 2800 liegen schon 360NM an! das mim fahrwerk stimmt das sie etwas schwammig sind aber einmal bilsteindämpfer verbaut und die karre läuft recht gute ohne aufschaukeln. da muss man hald nochmal 350euro investieren aber dann passts!
als nächsdes möchte ich mir den silverado extended cab kaufen mit dem 6,2L V8.
diese amis sind sowieso die tollsten autos. wer in europa traut sich einen v8 hybrid zu bauen ausser bmw. und dieseer verbrauchsquatsch ist doch auch völliger blödsinn!!!
wenn man einen porsche cayenne mercedes gl usw mit V8 fährt schleudern die genauso viel durch die brennräume!! und die verarbeitung im neuen hummr ist super!!!
mit diesem ökoschrot lässt sich doch e nichts anfangen.....
übrigens. mein 7 jahre alter jeep grand cheeroke mit v8 braucht im schnitt auch nur 11-14 liter.
Genau so ist es: diese Pickups kauft man drüben nicht jede Woche. Die Dinger halten ewig. Und diesen Ökoquatsch lasst mal weg. Das sind Lkw und Zugmaschinen, nichts weiter. Nutzfahrzeuge mit Nehmerqualitäten, die man in der Sardinenbüchse Europa nirgendwo findet, aber aus der Froschperspektive verdammt.
@SL650:
ich muss foxhound recht geben
Punkt 1: der V8 hat den geilsten klang den es gibt.
Punkt 2: ein motor der nicht ewig hochgezüchtet ist (zb. 1.4T mit 160PS) läuft viel länger und ist auch nicht so anfällig, weil er eben nicht am limit läuft, außerdem kann man drehmoment durch turbo's oder chiptuning nicht besonders gut erzeugen, aber durch hubraum schon
@SL650: Warum V8? Um vom Fleck zu kommen! Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch Hubraum. Und übrigens: Diese Motoren halten ewig.