Die dämlichsten Autonamen — 30.09.2009
Namen für Klo und Co.
E-tron, Pajero, Uno – nur drei Beispiele für Modellnamen von Autos, die in manchen Ländern nach hinten losgegangen sind. autobild.de hat die kuriosesten Modellbezeichnungen gesammelt.
Würden Sie ein Auto kaufen, das "Opa" heißt? Oder "Platz"?
Toyota ist davon überzeugt, dass junge Kaufinteressenten auf solche Bezeichnungen abfahren – zumindest in Japan. Dort sind deutsche Bezeichnungen für kleine Autos hip. Völlig unabhängig davon, was sie bedeuten. So ist der Toyota Opa keine Sonderentwicklung für greise Neuwagenkäufer, sondern ein Modell, mit dem vor allem junge Käufer angesprochen werden sollen. Der Name ist vom Portugiesischen abgeleitet, wo "opa" ein Ausdruck der Überraschung ist, vergleichbar mit unserem "Oha". Ein ganz aktuelles Beispiel für einen verpatzten Namen liefert uns Mitsubishi: Der
i-MiEV ist ein Kleinwagen mit Elektroantrieb, der ab 2010 in Serie gehen wird – und ganz und gar nicht müffelt. Der eindeutig zweideutigen Aussagekraft des Namens ist man sich bei
Mitsubishi durchaus bewusst – will daran aber bis zur Markteinführung in deutschsprachigen Ländern aber dennoch nichts mehr ändern.
Mehr Beispiele für verpatzte Modellnamen in der Bildergalerie
In Frankreich wird e-Tron nicht als Kompliment verstanden: "Étron" bedeutet "Schei.."! Ein echter Griff ins Klo!
Doch nicht nur die Japaner langen manchmal daneben, selbst deutsche Premiumhersteller wie
Audi greifen bei der Wahl des Namens gerne mal ins Klo. Beispiel IAA: Dort stellte uns Audi die Zukunftsvision eines Sportwagens vor, den elektrifizierten
Audi R8 e-tron. Klingt nicht schlecht, meinen Sie? Dann fragen Sie mal einen Franzosen! Der übersetzt Ihnen "étron" mit "Schei**". Und die gehört ganz sicher nicht auf den Messestand.
Thema Toilette: Als Mercedes einen Namen für seinen Minivan suchte, dachte sicher niemand an Klopapier. Doch genau das bedeutet "
Vaneo". Entweder man meint den Mercedes-Minivan, oder dreilagiges Klopapier aus Bayern.
Phaeton – der Göttersohn, der die Erde in Brand steckte
Dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, mussten auch schon die Strategen von
VW erfahren, als nach einer Bezeichnung für eine eine neue Luxuskarosse gesucht wurde. Die Wolfsburger entschieden sich 2002 für den Namen "
Phaeton". So hieß auch der Sohn des griechischen Sonnengottes Helios, der mit dem Sonnenwagen vom Himmel stürzte und die ganze Erde in Brand setzte. Erst Zeus konnte das Durcheinander wieder richten. Ganz so schlimm kam es mit dem
VW Phaeton nicht. Aber kaufen will ihn dennoch keiner. Vielleicht liegt es ja am Namen.
Kommentare zum Artikel (23)
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Es gab vom ersten Seat Ibiza ein Stufenheckmodell mit dem Namen Malaga. Die Namensbezeichung war zumindest für Griechenland unglücklich gewählt, da dieses Wort an die griechische Bezeichnung des Wortes "Wichs..r" erinnert.
Seat hat aber reagiert und hat für Griechenland das Modell in "Gredos" umbenannt. Griechenland war damals ein relativ wichtiger Markt.
http://www.autobild.de/artikel/lada-lebt_925853.html
"Nova" gab es auch einmal, ich weiss aber nicht mehr von welcher Grundmarke (Ford?). In Spanisch sprechenden Ländern heisst das soviel wie "geht nicht", "funktioniert nicht", "läuft nicht". Bei uns soviel wie "neu", "neuartig".
@newman-zh
Autobild-Bashing – du bist ja ein ganz großer!
Wie wäre es mit einer Mail an redaktion@autobild.de. Ich habe auf sachliche Kritik bislang noch immer eine Antwort bekommen. Aber über eine anonyme Kommentarfunktion ist es ja viel einfacher ...
@Mexx: Fehler. Während BMW beim "blau-weißen Wunderschiff" auch den Antriebsstrang mit präsentiert hat (steht auf der Messe, zum Anfassen), ist der e-Tron lediglich eine fahrende Pappschachtel, dessen Technik bestenfalls auf dem Papier existiert.