Die elf Besten der Nation: Folge 1 – VW Golf

VW Golf VW Golf

Die elf Besten der Nation: Folge 1 – VW Golf

— 08.02.2008

Die absolute Nummer 1

Die Golf-Familie belegt in der Zulassungsstatistik nach wie vor souverän den ersten Platz. Welchen nehmen? Folge eins der AUTO BILD-Kaufberatung über die meistverkauften Autos Deutschlands.

Er ist und bleibt mit wachsendem Abstand Deutschlands Nummer eins: der Golf. Ein Dauerrenner, der den Namen Volks-Wagen wirklich verdient. Ob Hausfrau oder Professor – mit dem klassenlosen Golf ist jeder gut angezogen. Wo dieses Auto steht, da ist die Mitte: kompakt, wertstabil und vielseitig. Der Klassenprimus bietet moderne Motoren, ausgezeichneten Komfort und wieder gute Qualität. Regelmäßige Modellpflege hält den Golf ebenso attraktiv wie der ständige Strom von Sondermodellen, die den hohen Preis halbwegs erträglich machen. Die Preisliste verlangt Abitur: Es gibt Hunderte Versionen, vom sparsamen Benziner bis zur Allrad-Rakete. Die Zulassungsstatistik des KBA enthält neben Golf auch Golf Plus, Variant und Jetta.

Wie schneidet der Golf im Test ab?

Das ist das beliebteste Auto der Deutschen: Ein schwarzer Golf Trendline mit 105-PS-TDI.

Der Golf gilt als Maßstab seiner Klasse und Dauersieger. Dass der VW vom neuen Toyota Auris im großen Diesel-Vergleich geschlagen wurde, glich einem Erdbeben: Die Leserreaktionen reichten von "Endlich!" bis "Ihr spinnt". Den Sieg hat Toyota in der Werbung groß gefeiert. Und dabei gern verschwiegen, dass König Golf im Benziner-Vergleich wieder ganz vorn lag, vor seinen kompakten Gegnern. Was wählen seine Käufer? Auch wenn die Preisliste mit PS nur so reizt – die Golf-Kunden kaufen sparsam. Beliebtester Motor ist der 105 PS starke TDI, gefolgt vom kleinsten Benziner mit gerade 80 PS. Der ist nicht nur als Flottenauto interessant, sondern als Basisbenziner auch bei den Kosten unschlagbar, wie der jüngste Test der Gölfe (Heft 1/08) bewiesen hat. Golf fahren ist teuer genug, deshalb reicht den meisten Kunden die Basisversion Trendline.

Wie hoch sind die Rabatte?

Das riesige Angebot drückt die Preise. Zudem läuft der Golf aus: Da sollten Rabatte zwischen acht Prozent für beliebte Modelle und 18 Prozent für Schnäppchen drin sein. Im Herbst kommt der neue Golf als Drei- und Fünftürer (Plus und Variant bleiben so). Der Nachfolger ist etwas breiter und komfortabler, die lauten TDI werden ersetzt durch laufruhige Common-Rail-Diesel (140 und 170 PS). Bei den Benzinern tut sich wenig, warum also nicht den auslaufenden Golf mit Nachlass kaufen?

Unsere Empfehlung

Motoren: Nicht der Diesel, sondern der 122 PS starke TSI-Benziner ist im Golf der beste Motor: lebendig, schnell und mit 7,4 Liter Testverbrauch so sparsam, dass er dem 80-PS-Benziner Konkurrenz macht. Der ist natürlich erste Wahl, wenn es um Gesamtkosten geht. Beide Benziner sind für Normalfahrer günstiger als die TDI. AUTO BILD meint: TSI – der TDI der Zukunft. Ausstattung: Trendline reicht. Erstens ist die Basisversion kein so magerer Hering wie früher, zweitens bietet die Konkurrenz in der Grundausstattung kaum mehr. Dafür kostet ein Golf 1.4 TSI als zweitüriger Trendline schon 18.975 Euro. Packen Sie noch zusätzlich das Cool&Sound-Paket für 890 Euro hinein, eventuell 750 Euro für hintere Türen. Ein Sparer mit wenig Wertverlust. Alternativen: Kia cee'd – schon mal gehört? Das ist der neue Geheimtipp in der Golf-Klasse. Der Koreaner stand in zwei Vergleichen (als Diesel und als Benziner) tipptopp da: runde 3000 Euro günstiger, besser ausgestattet und dazu noch fünf Jahre Sorglos-Garantie. Wen stört, dass die etwas hölzerne Federung oder die Lenkung nicht auf Golf-Niveau liegen? Den Preisvorsprung kann der teure VW gar nicht hereinfahren.

Fazit

Deutschlands Auto-Liebling ist in diesem Jahr so attraktiv wie selten zuvor: entweder als reifes Auslaufmodell mit Nachlass oder als Neuer, dann endlich mit zeitgemäßem Diesel. An Komfort und Qualität des Golf haben seine Gegner weiter zu knabbern.

Hier geht es zur Nummer zwei der Statistik – dem VW Passat!

Autor: Joachim Staat

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