Die elf Besten: VW Passat

VW Passat Variant VW Passat

Die elf Besten der Nation: VW Passat

— 08.02.2008

Dauerbrenner Passat

Schon wieder VW: Auf Platz zwei der beliebtesten Autos landet der Passat. Noch immer ist er Vertreters Liebling und hat bei Familien einen schweren Stein im Brett. 2007 wurden in Deutschland 105.308 Passat zugelassen.

Erfolgreiche Kombis heißen Passat Variant. Fernfahrer kennen sie von der linken Spur, weil Passat-Piloten meist den rechten Fuß auf dem Bodenblech haben. Zeit ist eben immer noch Geld in der deutschen Vertretergilde. Womit die große Käuferschicht feststeht: Firmenflotten. Aber auch bei Familien hat der praktische Variant natürlich jahrzehntelange Tradition. Doch die Konkurrenz kommt aus demselben Haus: Immer mehr Familien steigen auf Vans wie den Touran um. Der große Bruder des Golf ist bei unseren Vergleichstests dauerhaft auf erste Plätze abonniert – mit einer Ausnahme: In Heft 24/07 wurde der Variant knapp vom Ford Mondeo Turnier (beide mit 140-PS-Diesel) geschlagen. Der rau laufende Pumpe-Düse-Motor des VW trug dazu bei. Trost: In diesem Jahr sollen die keineswegs schlechten, nur recht lauten Pumpe-Düse-Motoren von den komfortableren Common Rails (140 und 170 PS) ersetzt werden.

Was wählen die Käufer?

Passat? Dann am liebsten in schwarz mit 140-PS-TDI und der Ausstattung Comfortline.

Wie schon bei den Vorgängern wurden Passat zu rund 70 Prozent als Variant ausgeliefert. Bei den Motoren eine kleine Sensation: 88 Prozent aller Variant haben einen Diesel (natürlich mit Filter) unter der Haube. 55 Prozent den mit 140 PS, dann folgt mit 20 Prozent der 170-PS-Diesel, auf Platz drei der 105-PS-TDI. Den kläglichen Rest teilen sich die 102 bis 250 PS starken Benziner. Ähnlich der Viertürer: Jeder Zweite nimmt den 140-PS-Diesel, mit 15 Prozent folgt der 105-PS-TDI, dann mit zwölf Prozent der 170-PS-Selbstzünder. Bei Ausstattung und Farbe sind sich Kombi- und Limousinenkäufer einig: Comfortline-Versionen und Deep Black Perleffekt sind die Sieger.

Wie hoch sind die Rabatte?

Je nach Modell, Farbe und Ausstattung ermittelten unsere Experten Neuwagen-Nachlässe von sieben bis 14 Prozent bei Barzahlung, oder, indirekt, durch günstige Inzahlungnahme eines Gebrauchten. Bei VW findet Neujahr kurioserweise immer schon Ende Mai statt. Die 2009er Passat bekommen ab der 22. Woche als Diesel dann Common-Rail-Einspritzung (105-PS-Version zum Ende des Jahres), Benziner sind wie bisher ab 102 PS zu haben, das Topmodell bekommt den 3.6-VR6-Motor mit 300 PS und 4Motion. Ebenfalls im Mai debütiert das Coupé CC.

Unsere Empfehlung

Motoren: Fast 90 Prozent aller Passat-Käufer wählen einen Diesel, trotz der gestiegenen Spritpreise immer noch die beste Entscheidung für Vielfahrer. Wir mögen die 140-PS-Version, die im Mai auf Common-Rail-Einspritzung umgestellt wird. Künftiger Hit bei den Benzinern: Der Direkteinspritzer TSI (122 PS) kommt auch im Passat auf niedriges Dieselverbrauch-Niveau. Ausstattung: In der Basisversion Trendline ist außer einem Radio und Seitenairbags hinten eigentlich schon fast alles drin: Klimaanlage, E-Fenster vorn, beheizbare Spiegel. Comfortline (1075 Euro) enthält neben Schnickschnack u. a. Regensensor, Tempomat, E-Fenster hinten, aber noch kein Radio. Das gibt es im viel empfehlenswerteren Business-Paket (1060 Euro). Alternativen: Der Renault Laguna war und ist vor allem als Kombi "Grandtour" ein Design-Lichtblick im Styling-Einerlei. 110 bis 173 PS, zu haben ab 21.300 Euro. Seit seinem Modellwechsel im letzten Jahr ist der Ford Mondeo auch als Turnier richtig gut geworden, schlug als 140-PS-Diesel den Passat Variant auf Anhieb. 110 bis 220 PS, ab 22.500 Euro.

Fazit

Gäbe es den Passat nur als Limousine, er wäre auf den hinteren Zulassungsplätzen gelandet. Die Variant-Variante macht ihn in Deutschland begehrt, sichert so den zweiten Platz. Natürlich hetzen ihn die Mitbewerber, aber dank seines guten Rufs hängt er sie allesamt immer noch ab. Daran nicht unbeteiligt ist auch die Zahl der VW-Händler. 1258 gibt es, also fast an jeder Ecke einen.

Weiter geht es mit dem BMW 3er auf Rang drei!

Autor: Joachim Staat

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