Die elf Besten: VW Polo

VW Polo VW Polo

Die elf Besten der Nation: VW Polo

— 11.02.2008

Der kleine Golf

Der Kleine ist gar nicht mehr so klein: Seit 1976 ist der Polo um 40 cm gewachsen. Beliebt ist er wie ehedem: 76.683 Käufer entschieden sich 2007 für den Golf-Bruder und setzten ihn so auf Rang acht der Zulassungsstatistik.

Er erlebte das Schicksal fast aller Kleinwagen: Von ehedem 3,50 Meter Länge und 40 PS beim Debüt anno 1976 streckte er sich mit den Jahren um gut 40 Zentimeter. Seine Kraft nahm dabei um 50 Prozent zu, die Motorenpalette beginnt mit 60 PS. Auch gibt es ihn mit vier Türen. Wozu also Golf kaufen, wenn sein kleiner Bruder mittlerweile so groß wie der legendäre Golf II ist? Und dann gibt es auch noch den Spar-Diesel BlueMotion, GTI und den rustikalen Polo Cross. Wie schneidet der Polo im Test ab? Als GTI Cup Edition landete er mit seinen gewaltigen 180 PS hinter Mini Cooper S, Corsa OPC und Peugeot 207 RC abgeschlagen auf dem letzten Platz. Er war schlicht der Teuerste. Mit passenderen 80 PS schlug er die vergleichbaren Corsa und 207, nur sein Konzernzwilling Skoda Fabia verwies ihn auf Platz zwei. Mit dem wird er sich noch über ein Jahr trösten müssen, denn erst 2009 bekommt er das, worauf sein Verwandter schon jetzt steht: eine neue Plattform.

Was wählen die Käufer?

Kleine Wagen sind aus wirtschaftlichen Gründen Benziner. So wählen 27 Prozent der Käufer die 80-PS-Maschine, dann folgen 55 PS (24 Prozent) und 65 PS (18 Prozent). Die Diesel spielen eine kleine Rolle. Trendline ist die liebste Ausstattung. Über zehn Prozent Rabatt sollten bei Barzahlung immer drin sein. Wirklich Neues kommt 2008 nicht vom Polo, nur Modellpflege. Die Diesel bekommen in diesem Modell keine Common-Rail-Motoren mehr. Abwarten, 2009 kommt der Neue.

Unsere Empfehlung

Da kann man nicht meckern: Schon im Trendline gibt es vier Airbags, E-Fenster vorn, geteilt umklappbare Rücksitze und Servolenkung.

Motoren: Dreizylinder, wie der hier gezeigte TDI, sind etwas benachteiligt: Ihre Laufruhe ist naturgemäß unvollkommen. Wer Komfort liebt, der sollte es der Käufer-Mehrheit nachmachen und den 80-PS-Vierzylinder nehmen. Die 1.4-Diesel verbrauchen deutlich weniger (BlueMotion um vier Liter!), rechnen sich aber nur für Vielfahrer. Ausstattung: "Nackte" Basismodelle waren einmal. Schon im Trendline gibt es vier Airbags, E-Fenster vorn, geteilt umklappbare Rücksitze und eine elektrohydraulische Servolenkung. Statt Comfortline (plus 1050 Euro) besser das Cool and Sound-Paket (890 Euro) mit Radio und Klimaanlage nehmen. Alternativen: Der härteste Rivale lauert im eigenen Konzern: Der Skoda Fabia ist der modernere Polo, hat ohne Aufpreis fünf Türen und kostet mit dem 60-PS-Benziner 10.140 Euro. Die Traditions-Gegner heißen immer noch Ford Fiesta und Opel Corsa.

Fazit

Alte Golf-Hasen, die im "II" (ab 1983) groß geworden sind, werden im Polo nichts vermissen. Im Gegenteil: Sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist für VW-Maßstäbe sehr günstig, der Nutzwert befriedigt dabei auch höhere Ansprüche.

Weiter geht es mit dem VW Touran auf Platz neun!

Autor: Joachim Staat

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