Die elf Besten: VW Touran

VW Touran VW Touran

Die elf Besten der Nation: VW Touran

— 11.02.2008

Der Volks-Van

Typisch VW: Der Touran kam als Letzter in seinem Segment auf den Markt und drängelte sich gleich nach vorne. Und da ist er immer noch – mit 73.081 verkauften Exemplaren 2007 und Platz neun bei den beliebtesten Autos.

Vor genau fünf Jahren kam er auf den Markt – reichlich spät. Nicht nur wir rechneten damit, dass der Touran ein Flop werden könnte. Von wegen. Mit niedersächsischer Sturheit und Ausdauer durchgesetzt, übernahm er schnell die Marktführerschaft in der Zafira-Klasse. In der Tat: Mit dunkler Lackierung und etwas breiteren Alus bekam er plötzlich richtig Charme, wurde schnell zum Liebling vieler Großfamilien und Hobbysportler. Auch bei den Tests wieder das typische VW-Syndrom: als Letzter auf den Markt kommen und sich gleich nach vorn drängeln. Noch in seinem fünften Lebensjahr verwies er (mit Diesel in der 150- bis 170-PS-Klasse) Opel Zafira, Toyota Corolla Verso und Renault Grand Scénic auf die Plätze. Noch Fragen?

Was wählen die Käufer?

Auf Wunsch ist der Touran mit bis zu sieben Sitzplätzen zu haben.

Vernunft siegt: Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) hier verkaufte Touran trägt den 105-PS-Diesel unter der Haube. Er ist zwar etwas teurer, verbraucht aber nicht mehr als der kleinere mit seinen 90 PS. Mit 29 Prozent Anteil liefert der 140-PS-Diesel Fahrfreude, danach folgt schon der gleich starke TSI-Benziner mit elf Prozent. Ausstattungs-Variante Trendline liegt voll im Trend, als Farbe dominiert Deep Black Perleffekt – was ihm ja auch prima steht. Und die Rabatte? VW-Verkäufer sitzen mitunter auf dem hohen Ross: Fünf bis zwölf Prozent ermittelten unsere Experten. 2008 konzentriert sich VW auf BlueMotion, vernachlässigt die Umstellung auf Common Rail. Da passiert in diesem Jahr leider nichts. Einen Nachfolger sehen wir erst für 2010.

Unsere Empfehlung

Motoren: Unbedingt mal den neuen TSI mit 140 PS Probe fahren. Dieser aufgeladene 1,4-Liter vollbringt wahre Leistungswunder, will dafür aber mit Super plus gefüttert werden. Langstreckenfahrer sind mit dem gleich starken TDI gut bedient, er ist aber leider auch 4700 Euro teurer. Ausstattung: Die Ausstattung Trendline wird zwar favorisiert, wir tendieren zur Basis Comfortline. Sie spart 2500 Euro, enthält aber schon alles Wichtige – inklusive Radio. Nur die Climatic (1155 Euro) fehlt. Sehr empfehlenswert ist das automatische Einparksystem Park Assist (675 Euro). Es steuert den Touran vollautomatisch in jede Lücke, die mindestens 1,4 Meter länger ist als der Touran. Alternativen: Renault machte die Klasse mit dem Scénic bekannt, Opel brachte mit dem Zafira plötzlich sieben Sitze ins Gespräch. Ford schuf aber auch einen heimlichen Bestseller: den Focus C-Max. Ab 90 Diesel-PS und 18.450 Euro zu haben.

Fazit

Der vierte VW in dieser Hitliste des vergangenen Jahres steht ganz besonders für die Wolfsburger Taktik: Erfolg ohne Experimente. Erst mal schauen, was die Konkurrenz bringt, den Markt sondieren und dann mit der Macht des Multis zuschlagen. Hat bisher bei fast allen Modellen funktioniert, eben auch beim Touran. Und mal ehrlich: Verdient hat er es ja auch.

Weiter geht es mit dem Audi A3 auf Rang zehn!

Autor: Joachim Staat

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