Die ersten Schnäppchen 2006

Die richtige Finanz-Taktik Die richtige Finanz-Taktik

Die ersten Schnäppchen 2006

— 09.01.2006

Die richtige Finanz-Taktik

Hinten reinstellen und ganz auf sicher spielen oder variabel und mit Risiko punkten? Spielanleitungen und Mark-Offerten beim Autokauf.

Klassische Ratenfinanzierung

"Entscheidend is' auf'm Platz" – diese Weisheit von Rot-Weiß Oberhausens Trainerlegende Adi Preißler ist so simpel wie richtig. Doch damit auf dem Platz zumindest ein 1:0 herausspringt, muß die Taktik vorm Spiel klar sein.

Das Bild paßt auch zum Autokauf auf Pump, der heute so angesagt ist wie die Bundesliga. Die Taktik, die ganz auf Sicherheit setzt, ist dabei die klassische Ratenfinanzierung. Bei ihr steht beim Abschluß alles fest: Kreditbetrag, Zinssatz, Laufzeit, Ratenhöhe und bezahlte Zinsen (aktuelle Offerten der Autobanken siehe untenstehende Tabelle). Das ist gut für die Budgetplanung. Wobei der Sollzins gar nicht so entscheidend für die Ratenhöhe ist, wohl aber für die insgesamt gezahlten Zinsen.

Beispiel: 15.000 Euro auf 48 Monate finanziert. Das bringt bei 0,9 Prozent eine Monatsrate von 318 Euro und insgesamt gezahlte Zinsen von nur 276 Euro. Bei 3,9 Prozent beträgt die Monatsrate mit 338 Euro 20 Euro mehr, an Zinsen sind aber schon 1203 Euro fällig. Bei der Wahl des Neuen muß der Käufer also entscheiden, ob er die vom günstigeren Kredit abhängig macht oder im Zweifel sein Traumauto unterm Strich teurer finanziert.

Wichtig für die richtige Budget-Strategie ist daneben die gewählte Laufzeit. Beispiel: Wer 15.000 Euro zu 3,9 Prozent finanziert, zahlt bei der kurzen Laufzeit von 24 Monaten happige 650 Euro Rate (und insgesamt 606 Euro Zinsen). Er sitzt am Ende aber in einem noch jungen Auto. Wer dagegen die lange Laufzeit von 60 Monaten wählt, überweist zwar nur 275 Euro monatlich, zahlt aber unterm Strich 1507 Euro Zinsen. Und fährt dann einen älteren Gebrauchten. Die richtige Taktik also ist, den Händler mehrere Varianten rechnen lassen.

Privatleasing und Drei-Wege-Kredit

Die flexiblere Strategie für die Finanzierung ist das Privatleasing. Vorteil: Am Ende der Laufzeit wird der Wagen abgegeben, auf einen neuen umgestiegen. Mit minimalem Risko klappt das aber nur mit dem Kilometerleasing. Beim Restwertvertrag dagegen kann ein klassisches Eigentor fallen – denn die "Ablöse" (den kalkulierten Restwert) garantiert dabei der Leasingnehmer. Ist der Wert auf dem Transfermarkt tatsächlich nicht zu holen, muß er Geld nachschießen. Tip: Gibt es am Ende Streit um Zustand und Wert des Autos, sollte ein neutraler Sachverständiger als Schiedsrichter eingeschaltet werden.

Die dritte Finanz-Taktik ist jedem Händler bekannt als "Drei-Wege-Kredit" – der kombiniert Ratenkredit und Leasing. Die Monatsrate ist kleiner als beim herkömmlichen Kredit, denn komplett abgelöst wird der Kredit erst mit Zahlung einer Schlußrate. Alternativ kann der Käufer das Auto am Ende zurückgeben. Gezahlt hat er dann nur für die Nutzung. Die dritte Variante heißt Vertragsverl.ngerung – dabei wird die Schlußrate wiederum finanziert. Allerdings zu den dann geltenden Konditionen. Außerdem gilt: Beim Abpfiff kommt diese Variante, ebenso wie das Privatleasing, meist teurer als die klassische Kredit-Strategie.

Autor: Roland Bunke

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