Die Fahrer der Speed Academy

Die Fahrer der Deutsche Post Speed Academy Die Fahrer der Deutsche Post Speed Academy

Die Fahrer der Speed Academy

— 12.07.2005

Der Spitzenkämpfer

Die Deutsche Post unterstützt im zweiten Jahr sechs große Motorsport-Talente. AUTO BILD stellt sie vor. Diesmal: Adrian Sutil.

Gesamtsieg in der Formel Ford Schweiz

Schon früh wurde Adrian Sutil in einen Zweikampf verwickelt. In einen Zweikampf, der über seine Karriere entscheiden sollte. Und in dem sein eigener Bruder der Gegner war. "Mein älterer Bruder hatte früher mit dem Kartfahren angefangen als ich. Zwei Rennfahrersöhne konnten sich meine Eltern aber nicht leisten. Also war ich zum Zuschauen verdammt", erinnert sich Sutil. Und zum Warten.

Doch Adrian Sutils Geduld zahlte sich aus. Denn nach einer schlechten Saison in der Deutschen Kart Meisterschaft hatte sein Bruder die Lust verloren. Der dreizehnjährige Adrian erbte das nach mehreren Unfällen arg verbogene Kart. Und "mit dem Ding habe ich dann die Clubmeisterschaft gewonnen".

Heute – nach einem dritten Platz in der Deutschen Kartmeisterschaft, dem Gesamtsieg in der Formel Ford Schweiz, Tabellenplatz sechs in der Formel BMW und einem Lernjahr in der Formel 3 Euro Serie – ist Adrian Sutil der Spitzenkämpfer in der Speed Academy der Deutschen Post. An Deutschlands bester Rennfahrer-Uni büffeln er und fünf weitere Vollgas-Talente fürs Motorsport-Examen. Mit Spezial-Seminaren in den Fächern Fahrdynamik, Fahrzeugtechnik, Fitneß und Medienarbeit.

Sutil fuhr schneller als Nick Heidfeld

Eine Experten-Jury ermittelt über vier Zwischenwertungen den Gesamtsieger und schüttet pro Runde 60.000 Euro an die drei besten "Studenten" aus. Und Adrian Sutil ist schon wieder in einen Zweikampf verwickelt. In der Ausbildungspraxis beim absoluten Spitzenteam der Euroserie, ASM, ist es nur Teamkollege und McLaren-Hoffnungsträger Lewis Hamilton, der Sutils Formel-3-Gesamtsieg noch im Wege steht.

Fünf zweite Plätze konnte der 22jährige zunächst verbuchen. Alle hinter Hamilton. Erst als der große Konkurrent in Spa ausfiel, gab's den ersten Sieg. "Eigentlich läuft es super. Ich sitze zum ersten Mal in einem Top-Auto und zeige, was ich kann", freut sich der ruhige Bayer. "Hamilton zieht seine Erfolge lediglich aus seiner Spritzigkeit in den ersten Rennrunden. Da bin ich noch zu nervös."

Dennoch hat das Multitalent mit den für Rennfahrer ungewöhnlichen Hobbys Trampolinspringen, Karate und Klavierspielen eine ganz besondere Bestmarke geknackt. "In Monaco halte ich jetzt den Formel-3-Streckenrekord, den zuletzt Nick Heidfeld innehatte. Und meine Zeit ist so gut, die wird keiner so schnell wieder brechen", sagt er selbstbewußt. Tatsächlich ist seine Formel-3-Zeit nur zwölf Sekunden langsamer als Schumis schnellste Rennrunde im Jahr 2005. Damit er noch schneller wird, zieht der Halb-Brasilianer Sutil demnächst zum Team nach Paris. Vielleicht gewinnt er ja dann endlich den Zweikampf gegen Teamkollege Hamilton.

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