Die Lkw-Maut wirft ihre Schatten voraus

Die Lkw-Maut wirft ihre Schatten voraus

— 05.07.2002

Mautbrücke stiftet Verwirrung

Auf der A3 bei Idstein steht die erste Testbrücke für die Lkw-Maut. Viele Autofahrer halten sie für eine Radarfalle. Und steigen in die Eisen. Folge: erste Unfälle.

Die große, silbergraue Metallbrücke, die sich über die dreispurige Fahrbahn auf der A3 spannt, hat es in sich. "Autofahrer halten sie für eine Radarfalle und steigen aufs Bremspedal", sagt der Leiter der Autobahnpolizei Idstein, Hartmut Birx. Durch mangelnden Sicherheitsabstand kommt es dann zu Auffahrunfällen. Schon vier Mal hat es gekracht, berichtet die BILD Frankfurt. Zwei Personen wurden dabei verletzt. Sachschaden: mehr als 50.000 Euro.

Mehr als dumm gelaufen – denn die gefürchtete Blitzanlage auf der A3 zwischen Niedernhausen und Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) ist lediglich die erste Mautkontrollbrücke Deutschlands. Schuld an den Unfällen sind indirekt die großen Erfassungsboxen mit den reflektierenden Spiegeln, die über der Fahrbahn hängen. Die sehen zwar aus wie eine neue Variante der gefürchteten Starenkästen. Blitzen aber nicht, sondern sollen ab 2003 erfassen, ob für die durchfahrenden Lkw die vorgesehene Maut gezahlt haben oder nicht.

Inzwischen hat die Polizei reagiert: Um weitere Unfälle zu verhindern, wurden die Geräteboxen verhüllt. Noch vor Start des Testbetriebs Ende Juli 2002 sollen Warnschilder aufgestellt werden. Der Text steht allerdings noch nicht fest. Vielleicht wird es ja: "Nicht bremsen, keine Radarfalle."

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