Die Motorhomes der F1-Teams

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Die Motorhomes der F1-Teams

— 10.05.2010

Home sweet Motorhome

In der europäischen Formel-1-Saison sind die Teams der Königsklasse teilweise mit rollenden Palästen unterwegs. Wer noch keine XXL-Unterkunft hat, wartet meist nur noch auf die Auslieferung. Wer wohnt wie?

Der Grand Prix von Spanien ist nicht nur der Auftakt der europäischen Formel-1-Saison, sonden auch traditionell der Beginn eines ganz speziellen Wettbewerbs im Fahrerlager der Königsklasse: Wer hat das schönste, größte, imposanteste und vor allem vornehmste Motorhome im Formel-1-Zirkus? So recht beantwortet wurde die Frage in Barcelona diesmal allerdings noch nicht. Vor allem, weil der Zeitplan der Formel 1 das nicht zuließ. Nur eine Woche nach dem Rennen in der spanischen Metropole gastiert der Renn-Zirkus nämlich in Monte Carlo. Und trotz der nur rund 700 Kilometer langen Strecke entlang der Mittelmeerküste von Nordspanien ins kleine Fürstentum reicht die Zeit einfach nicht aus, um die riesigen Fahrerlager-Paläste der Teams abzubauen, an die nächste Rennstrecke zu transportieren und dort wieder aufzustellen. Vor allem auch, weil das Grand-Prix-Wochenende in Monaco traditionell am Donnerstag mit dem freien Training beginnt.

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Klein aber fein: In Barcelona logierte Mercedes im DTM-Motorhome.

So herrschte in Barcelona diesmal Bescheidenheit. Beispielsweise bei Mercedes Grand Prix. Die Stuttgarter bauten beim Großen Preis von Spanien ihr vergleichsweise kleines DTM-Domizil auf. Das neue "Wochenendhaus" des Stuttgarter Werksteams wurde derweil schon in Monaca gebaut. Der Bau soll repräsentativ aber nicht protzig sein. "Wir wollen keinen Palast. Das passt nicht zu uns", sagte Mercedes Sportchef Norbert Haug zur BILD AM SONNTAG. Mit rund rund zwei Millionen Euro soll das neue Motorhome von Mercedes GP auch vergleichsweise günstig sein. McLaren hat für sein neues Glashaus angeblich rund zehn Millionen Euro Euro hingeblättert. Besonders stolz ist Haug auf die neue Modulbauweise mit verschiedenen miteinander verbundenen Containern. Damit lässt sich die Mercedes-Zentrale im F1-Fahrerlager leichter auf und abbbauen und benötigt weniger Lkw zum Transport. So kommt Mercedes  künftig mit 16 Trucks aus. Die "Energy-Station" von RedBull dagegen braucht für eine Fahrt von A nach B immerhin 24 Lastzüge.

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Doppeltes Flottchen: Ferraris Heimstatt im Formel-1-Fahrerlager.

Das Team von Sebastian Vettel und Spanien-GP-Sieger Mark Webber war in Spanien nur mit dem Zweitwohnsitz vertreten. Das eingeschossige Häuschen in Barcelona wirkt im Vergleich zur zweistöckigen Getränkestation geradezu zierlich. Das Haupthaus der roten Bullen wird beim nächsten Formel-1-Rennen wieder auf einem Ponton im Hafen von Monte Carlo aufgebaut. Das einzige Top-Team, das den Kampf gegen die knappe Zeit aufgenommen hat, ist McLaren. Die Briten hausierten in Barcelona in ihrem nagelneuen vollverspiegelten Palast. "Das ist das Debüt einer völlig neuen Identität in der Boxengasse in einem komplett neuen Look", schärmte Teamchef Mike Whitmarsh bei der Eröffnung. Der Abriss der neuen McLaren-Identät begann unmittelbar nach dem Rennen. Noch Sonntagnacht machten sich die ersten Trucks auf den Weg nach Monaco.

"Recycling" im Fahrerlager

Weiter in ihrem alte Motorhome logiert Force India. Erst zum Rennen in Istanbul (30. Mai 2010) soll der komplett überarbeitete, drei Stockwerke hohe mobile Palast zum Einsatz kommen. Durch den Umbau erweitert sich die Nutzfläche des Force-India-Motorhomes um 33 auf dann 350 Quadratmeter. Einen guten alten Bekannten trifft man beim Besuch von Renault. Die neue Unterkunft der Franzosen stand 2009 noch in den Farben Rot und Weiß im F1-Fahrerlager und war die Heimstätte von Toyota. Renault-Mitarbeiter müssen gar aufpassen, dass sie nicht aus alter Gewohnheit in ihr altes Motorhome stolpern. Das steht nämlich immer noch im F1-Fahrerlager, wird aber nun vom neuen Hispania Racing Team (HRT) bewohnt. Kaum mehr als ein ausziehbarer Zirkuswagen ist derzeit noch die Basis des ebenfalls neuen Lotus-Teams. Vor allem deshalb, weil der Truppe von Teamchef Tony Fernandes im Fahrerlager nur die kleinste Stellfläche zur Verfügung steht. Passend dafür wird derzeit ein zweigeschossiges Motorhome gefertigt, das beim Jubiläumsrennen des Teams (500. GP) in Valencia (27. Juni 2010) erstmals bezugsfertig sein soll.

Autor: Thomas Arndt

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