Die Stars der IAA 2005, Teil 1

— 12.09.2005

Volle Kraft voraus

Audi überrascht mit einem Hybrid-Q7, Volkswagen bringt den Eos für 25.950 Euro, Skoda baut den Yeti zum Strandmobil um, Lamborghini setzt auf Leistung in weiß.
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Von Ralf Bielefeldt Seit Wochen dröhnen die Werbetrommeln, jetzt geht das große Tamtam offiziell los: Die 61. IAA läßt die ersten Besucher herein – offiziell inoffiziell, wenn man so will. "Eingeschränkter Pressetag" nennt sich das. Und bedeutet: Mancherorts wird noch schwer gearbeitet. Woanders knallen bereits die Premieren-Korken.

Den Anfang machte Skoda. "Die Octavia-Baureihe ist jetzt komplett", verkündete Vorstand Detlef Wittig bei der Präsentation des RS. Der Turbodirekteinspritzer soll die sportliche Tradition der Tschechen fortsetzen. Mit 200 PS, 240 km/h Spitze und 7,3 Sekunden auf 100 (Combi 7,5 s.) sollte das gelingen.

Zweite starke Leistung von Skoda: die sommertaugliche Weiterentwicklung des Yeti. Im März dieses Jahres debütierte die Studie in Genf, jetzt in Frankfurt zeigt Skoda die Pick-up-Version. Targadach, Rollverdeck, Steckscheiben – mit wenigen Handgriffen läßt sich das kompakte SUV entkleiden. Alle Teile landen in speziellen Halterungen oder Ablagen im Auto. Die herausnehmbare Musik dient am Strand als Ghettoblaster.

Mucke ist ohnehin das zentrale Element der ersten IAA-Stunden. Volkswagen ließ den Eos zu "Cafe del Mar"-Klängen auf die Sonnenblumen-geschmückte Bühne rollen, Audi beeindruckte mit der Live-Performance des Q7-Songs "Streets of tomorrow". Die Straßen von morgen sollen vor allem einer Version des Riesen-SUV gehören – dem Q7 Hybrid. "Wir werden diesen Antrieb gemeinsam mit Volkswagen und Porsche entwickeln", gab Audi-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn bekannt. Im Q7 werkelt der Zwei-Motoren-Antrieb mit dem 4,2-Liter-FSI (350 PS). 6,8 Sekunden auf 100 verspricht Audi, dazu "15 Prozent weniger Verbrauch als in vergleichbaren Achtzylindern", so Winterkorn. Start: nicht vor 2008. Erst, möchte man da fast fragen?

Vor allem in den USA wollen (und müssen) die drei mit ihrem Hybridkonzept punkten – und so am Erfolg von Toyota knabbern: Die fahren mit ihrem Lexus RX 400h allen anderen SUV in Sachen Schadstoffemissionen davon. Wie ernst die deutschen Hersteller das Thema Hybrid auf einmal nehmen, zeigt auch Mercedes-Benz: Die Schwaben präsentieren in Frankfurt gleich zwei Versionen – eine auf Benzin-, eine auf Dieselbasis.
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