Die Stars der IAA 2005, Teil 2

Mercedes-Benz S-Klasse Mercedes-Benz S-Klasse

Die Stars der IAA 2005, Teil 2

— 12.09.2005

Trommelwirbel fürs Topmodell

Nur zwölf Tage nach seiner Amtseinführung konnte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche ein Topmodell präsentieren – die neue Mercedes-Benz S-Klasse.

Eine neue Mercedes-Benz S-Klasse gibt es nicht alle Jahre. Um so größer sind die Erwartungen – und die Präsentation auf der größten Automobilausstellung der Welt. Mit einem Trommelwirbel fuhr das Topmodell aus Stuttgart deshalb unter den Augen des neuen DaimlerChrysler-Boß Dieter Zetsche auf die Bühne der Festhalle in Frankfurt. "Den hier dürfen sie nur heute so genau angucken", sagte Zetsche mit einem Augenzwinkern, "dann nehme ich ihn als Dienstwagen mit."

Doch Neid ist unangebracht, ab Herbst stehen die beiden ersten Versionen als S 350 und S 500, im Frühjahr folgen S 320 CDI und S 600. Neben dem Bestseller für alle Schönen und Reichen dieser Welt verblaßte die zweite große Weltpremiere aus dem Hause Mercedes-Benz: die R-Klasse, ein sogenannter Grand Sports Tourer, quasi eine Mischung aus Kombi, Van und Limousine. Die bisher gebaute US-Version wurde für Europa kürzer, straffer und mit einem Diesel ausgerüstet.

Nicht lumpen läßt sich auch Mercedes-Benz Werks-Tuner AMG mit zwei neuen Knallern: der Vision R 63 AMG und dem ML 63 AMG. Beide mit einem neu entwickelten 6,3-Liter-V8, der mit Hochdrehzahlkonzept bis 7300 U/min rotiert und 510 PS leistet. Die modifizierte R-Klasse ist aber nur ein Showcar, die M-Klasse definitiv das neue Topmodell der Baureihe.

Aber nicht nur am oberen Ende der Skala sorgt DaimlerChrysler für Aufsehen. Auch die krisengeschüttelten Kollegen der Marke Smart haben einen Hingucker auf die Räder gestellt: crosstown nennt sich die Studie mit dem Spielzeug-Design. Unverkennbare Smart-Elemente wie die Tridion-Sicherheitszellen prägen den Winzling, der nur als Fingerübung für die nächste fortwo-Generation angesehen wird.

Die Rolle des undankbaren Dritten spielt in diesem Jahr die Chrysler-Gruppe neben Mercedes und Smart. Zwar gibt es für den bullig wirkenden Chrysler 300C jetzt endlich auch einen V6-Diesel von Mercedes samt Partikelfilter und den PT Cruiser mit neuer Frontmaske. Doch das wird die Verkäufe nicht ernsthaft vorantreiben.

Da könnte die kleine Chrysler-Marke Jeep mit ihrem siebensitzigen Commander (Europa-Premiere) schon eher punkten. Daneben wirkten die beiden Concept Cars Jeep Compass und Jeep Patriot wenig innovativ, Weltpremiere hin oder her. Und auch für den neuen Dodge Caliber oder die Studie Nitro könnte der europäische Markt einfach zu klein sein.

Autor: Ulrich Safferling

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