Die Stars der IAA 2005, Teil 3

Mini Frankfurt Concept Mini Frankfurt Concept

Die Stars der IAA 2005, Teil 3

— 13.09.2005

Das gewisse Etwas mehr

Mini präsentiert das Frankfurt Concept, BMW macht dem X3 Hybridbeine, Bentley gönnt dem Azure 456 PS und 541 Zentimeter.

Meistens ist es ja gar nicht so spannend, wenn bei der Premiere die Hülle vom Fahrzeug gezogen wird. In diesem Falle schon: Ob eine neue Mini-Studie gezeigt würde, und vor allem, wie sie genau aussehen würde, wußte vorher keiner. Jetzt hat Mini Licht ins Dunkel gebracht (im wahrsten Sinne des Wortes, denn zuerst tappsten die Journalisten im Vorführraum durch schwarze Finsternis) und den neuen Viersitzer gezeigt. Und um es kurz zu machen: Das Ding, das Frankfurt Concept heißt, ist toll.

Es ist ein völlig neuer Mini, den Gert Hildebrand in München zusammengeschraubt hat: Leicht verlängerter Radstand, neue Türen, ein mittig aufklappende Heckklappe, neue Lampen, futuristischer Innenraum mit schwebenden Sitzen – kaum etwas ist bekannt, und doch so vieles vertraut, schließlich stand der 1960 präsentierte Mini Traveller Pate. Ob die Studie so oder so ähnlich kommen wird, entscheidet sich laut Dr. Kay Segler, Leiter der Marke Mini, gegen Ende des Jahres: "Wir wollen nur ein Pferd satteln, und zwar das richtige", erklärt er. Das muß nicht die nun gezeigte Traveller-Studie sein, "möglich wäre auch ein Speedster, ein Coupé, ein Zweisitzer – die Marke Mini ist so breit, es gibt viele unterschiedliche Konzepte." Sollte sich Mini für das Frankfurt Concept entscheiden, wird der Viersitzer vermutlich 2008 starten. Die Zwischenzeit verkürzen das neue Trio Mini Checkmate, Parklane und Seven, der neue Diesel (88 PS) sowie neue Ausstattungsoptionen.

Eine halbe Stunde vor Minis Dunkelkammer hatte Konzernmutter BMW die Konzeptstudie Z4 Coupé gezeigt – weit weniger dramatisch inszeniert, aber keineswegs weniger spektakulär. Silbrig glänzend lauert das Konzeptauto auf dem Podest: Mit langer Schnauze, knackig-kurzem Heck und dynamisch geschwungener Seitenlinie wirkt die Studie ungeheuer potent – und hat weit mehr zu bieten als den neuen 3,0-Liter-Reihensechser aus dem BMW 130i. Ein "sinnliches Erlebnis" soll das Fahren im Z4 Coupé sein, sagte Pressesprecher Jochen Frey: Im Innenraum gibt's feinstes Leder in Glatt- und Flechtoptik, dazwischen kühles Aluminium. "Wenn alles gut geht, kommt der Wagen im nächsten Jahr", so Frey. Soll heißen: Mitte 2006 ist es soweit.

Was gibt’s sonst noch von den Bayern? Tata: Hybrid! Mit dem BMW Concept X3 EfficientDynamics mischt nun auch BMW in diesem Segment mit. Zusammen mit der DaimlerChrysler AG und GM basteln die Bayern am Antrieb von morgen. Heute gibt es erst einmal einen "High Precision Injektion"-Verbrennungsmotor – laut BMW eine großserientaugliche, strahlgeführte Direkteinspritzungstechnologie, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen wird – in Kombination mit einer Elektromaschine. Ebenfalls neu sind das Einser-Topmodell 130i mit besagter 265 PS starker Dreiliter-Maschine, der 3er Touring sowie eine Riesenpalette neuer Modelle und Motoren.

Bentley zeigt auf der IAA das Cabrio Azure, das vom Frühjahr 2006 an zu haben ist. Und, was soll man sagen: Nobler kann man kaum Cabrio fahren. Die Preise für das 456 PS starke Luxus-Gefährt auf Arnage-Basis gibt's aber immer noch nicht.

Autor: Maike Horst

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