Die Stars der IAA 2005, Teil 4

Porsche Cayman S Porsche Cayman S

Die Stars der IAA 2005, Teil 4

— 13.09.2005

Hoffnungsträger und Erfolgsgaranten

Porsche und Opel sind sichere Sieger mit Cayman und Astra TwinTop, Fiats Wohl und Wehe hängt am Grande Punto, Ferrari pimpt den F430.

Nicht jedes neue Modell wird ein Knüller. Kleine Hersteller kann ein Flop die Existenz kosten. Doch während Porsche selbstbewußt seinen Cayman S ins Zulassungs-Rennen schickt, muß Fiat um den Erfolg des Grande Punto zittern. Gelassenheit dagegen bei den Großkonzernen Toyota und GM. Das neue Opel Astra Cabrio TwinTop oder Saabs Mittelklasse 9-5 werden aller Voraussicht nach genausogut bei den Kunden ankommen wie die Neuauflagen des Toyota Yaris und RAV4.

Ungebrochen ist die Erfolgsfahrt von Porsche: Im Geschäftsjahr 2004/2005 wurden wieder mehr Autos verkauft, mehr Umsatz gemacht, mehr Gewinn eingefahren. Auf Boxster-Basis soll der Cayman S 10.000 Porsche-Einsteiger jährlich überzeugen, insgesamt sollen mehr als 100.000 Porsche im Jahr abgesetzt werden. Für 2009 ist der Panamera beschlossene Sache. Ein viertüriger Sportwagen mit – man höre und staune – "Familientauglichkeit und Transportwert". Für Überraschung sorgte die Ankündigung eines Full-Hybrid-Modells (Benziner plus Elektromotor) auf Cayenne-Basis. Einen dreistelligen Millionenbetrag will Porsche in diese Kooperation mit VW und Audi investieren.

Eine neue Allianz bei der Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe gibt es auch zwischen BMW, DaimlerChrysler und Opel. Hybrid, Wasserstoff, Erdgas, die GM-Tochter forscht in allen Breichen. Auf der IAA blieb das Angebot bodenständig: Weltpremiere feierte der neue Opel Zafira CNG, das meistverkaufte Erdgasmodell Deutschlands. Eher sportlich als sparsam kam zudem der Vectra OPC mit seinem 255 PS starken V6 daher, ein Leckerbissen für die absatzschwache Mittelklasse. Der eigentliche Opel-Star in Frankfurt ist aber ganz klar der neue Astra TwinTop. Mit diesem Cabrio-Coupé will Opel dem neuen VW Eos die Frischluft-Fans abspenstig machen.

Aussichtsreich enthüllte auch eine weitere GM-Tochter ihr neues Modell: den Saab 9-5. Nun ja, ganz neu ist die Mittelklasse nicht. Das Facelift ist dem Schweden trotzdem gut bekommen, Front und Heck sollen im schwedischen Werk Trollhättan künftig wuchtiger, glatter ausfallen. Dort wird im übrigen auch der Cadillac BLS für Europa gebaut werden, den die GM-Marke ebenfalls in Frankfurt vorstellte.

Hoffen und Bangen dagegen bei Fiat. Zwar wirkt der neue Grande Punto frisch und solide, doch die Entscheidung fällt der Markt. Und der wird enger. Neue Konkurrenten aus Fernost, der billige Dacia Logan und Kooperationen wie zwischen Toyota, Peugeot und Citroën (Aygo/107/C1) könnten den Erfolg der dritten Punto-Generation seit 1993 empfindlich schmälern. Doch am Punto hängt Fiats Zukunft – mehr als an der Vorzeige-Marke Ferrari, die mit dem F430 Challenge einmal mehr die Messebesucher aus aller Welt fasziniert. Deutlich unauffälliger: das neue Topmodell von Fiat. Der Croma 2.4 Multijet 20V leistet 200 PS. Der Spitzendiesel der Italiener kommt auch Alfa Romeo und dem Lancia Thesis zugute. Mit Croma drumherum kostet er 30.900 Euro.

Autor: Ulrich Safferling

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.