Die Stars der IAA 2005, Teil 5

Jaguar XK Jaguar XK

Die Stars der IAA 2005, Teil 5

— 14.09.2005

Mit Schönheit zum Erfolg

Design ist alles, meint Ford, und schickt lauter schöne Töchter ins Rennen. Aus England, Schweden und Deutschland.

Von Ralf Bielefeldt Fords Europa-Chef Lewis Booth möchte, daß künftig jedes Auto seines Arbeitgebers "Leuten den Kopf verdreht und Herzen höherschlagen läßt". Das ist bislang nicht immer der Fall, darum starten die Amerikaner – getrieben von ihren europäischen Töchtern – auf der IAA 2005 eine umfassende "Schick"-Offensive.

"Design ist das entscheidende Element", erklärt Mark Fields bei der Präsentation des Jaguar XK. Fields ist noch Boß der Premier Automotive Group und ab Oktober 2006 Exekutiv-Vizepräsident des zweitgrößten amerikanischen Autokonzerns. Wie zum Beweis seiner Design-Lehre fährt die Ford-Gruppe in Halle 3.1 mächtig schöne Geschütze auf. Neben dem XK sind das in erster Linie das Cabrio-Coupé Volvo C70 und die Ford-Studie Iosis, die einen Ausblick auf den kommenden Mondeo wirft.

"Kinetic Design" nennt sich die neue Linie im Hause Ford. Daß das bisherige New-Edge-Design ausgedient hat, beweist der geliftete Fiesta. Von vorn sieht der einst biedere Kleinwagen jetzt aus wie die kantige Version des Nissan Micra. Kleine Glasknubbel zieren die Scheinwerfer, dazwischen sitzt ein recht kecker Grill. Am Heck gibt es neue Leuchten, im Innenraum gefälligere Stoffe und Farben. "Style ist entscheidend in diesem Segment", wiederholt Lewis Booth, drum wurde der Fusion auch gleich aufgehübscht.

Taschenspielertricks mit Farben und Stoffen hat Jaguar nicht nötig. "Wer unsere Autos sieht, wird nie auf die Idee kommen, es könnte sich um etwas anderes als einen Jaguar handeln", charmiert Marketing-Chefin Bibiana Boirio. Aston Martin könnte da anderer Meinung sein, denn selbst bei genauerer Betrachtung gleicht der smarte Jag seinem Vorbild doch sehr. Britische Perfektion im Innenraum verströmen beide. Jedem IAA-Besucher, dem sich die Chance bietet, sei hiermit geraten, ein paar Minütchen auf dem Fahrersitz des DB9 Volante, Vanquish S oder V8 Vantage Platz zu nehmen. Das entschädigt für so manches.

Volvo begeistert ein paar Meter weiter mit dem C70, zumindest die Freunde skandinavischen Designs. Das Heck mit seiner fließenden Einheit aus Rückleuchten und Kofferraumschwung ist deutlich gelungener als das Pendant des Volkswagen Eos. Von der Seite sind die beiden Coupé-Cabriolets kaum zu unterscheiden. Sobald Opel und Ford ihre Versionen von halb Coupé, halb Cabrio auf die Straße stellen, geht auf Großstadt-Parkplätzen das große Ratespiel los: Welcher is'n mir?

Käufer des neuen Renault Clio müssen davor keine Sorge haben: Die charakteristische Front beschert ihnen im Heer der Kleinwagen eine exponierte Stellung. Besitzer des Nissan Micra C+C müssen da schon genauer hinsehen: Mitsubishis offener Colt kommt fast genauso daher. Ford hat das Pendant Streetka wieder eingestellt. Hoffen wir für diese Open-Air-Winzlinge, daß es für sie ein bißchen besser (und länger) läuft.

Mehr zu den Stars der IAA wie immer in der Bildergalerie dieses Artikels und in der Multimedia-Galerie! Da gibt es auch jede Menge Panorama-Ansichten von Studien, Neuheiten und Messeständen.

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