Die Stars von Genf, Teil 7

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Die Stars von Genf, Teil 7

— 10.03.2008

Schweizer Leistungsgesellschaft

Nichts gegen smarte Kleinwagen, doch in Sachen Supersportwagen ist Genf traditionell die erste Adresse. Ganz weit vorne: der Koenigsegg CCXR Edition mit unglaublichen 1032 PS.

Wer glaubt, Genf sei einzig das Mekka knuffiger Kleinwagen und krasser Konzepte, irrt. Den besten Beweis dafür liefert Koenigsegg. Der schwedische Supersportwagen-Hersteller stand bisher eigentlich nicht im Verdacht, ökologisch besonders wertvolle Traumautos herzustellen. Doch mit dem CCXR Edition beweisen die Mannen um Christian von Koenigsegg, dass auch sie an ihre Umwelt denken – wenn auch etwas anders, als manch Grüner sich das vorstellt. Mit CO2-neutralem Bioethanol E85 betrieben bringt es die schwarze Kohlefaser-Flunder auf satte 1032 PS. Schönen Gruß an dieser Stelle an Bugatti. In 2,9 Sekunden schiebt der 4,8-Liter-V8 den 1280 Kilo leichten Hammer auf 100 km/h, die Spitze gibt Koenigsegg mit Tempo 410 an. Preis: 1,5 Millionen Euro (plus 285.000 Euro Mehrwertsteuer). Doch es gibt auch eine abgespeckte Version, den CCX Edition, der es auf 900 PS bringt und dann inklusive Steuer auch "nur" 1.582.700 Euro kostet.

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Zu viel? Für etwa die Hälfte lässt sich bei Brabus auch ein SLR Roadster plus Smart als Beigabe ordern. Das ungleiche Duo kostet 699.999 Euro – jedenfalls für Maybach- oder SLR-Eigner. Neben der schneeweißen Lackierung gefällt vor allem der SLR mit einem Leistungsschub auf 650 PS und einem Sperrdifferenzial hinten. Bei 3,6 Sekunden bis Tempo 100 und maximal 337 km/h sicher keine ganz schlechte Haftungshilfe. Immer noch zu teuer? Dann hätten wir da noch ein Techart GTstreet Cabriolet im Angebot. Auf Basis des aktuellen Elfer spendieren die Leonberger dem offenen Kracher 630 PS, ein Gewindefahrwerk und fette 20-Zoll-Schlappen – und das ab 255.000 Euro. Genug der Tuner, schauen wir mal in die Spielzeug-Abteilungen der großen Serienhersteller. Hier begeistert vor allem der am Heck aufgefrischte Lamborghini Gallardo LP 560-4. So kryptisch der Name, so faszinierend die nackten Zahlen. Der 5,2-Liter-V10 bringt es jetzt auf 560 PS und soll den italienischen Keil damit 325 km/h schnell machen.

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Leistungskur fürs Jaguar Coupé: Der XKR-S schiebt uns künftig mit 416 PS in die Umlaufbahn, schnurrt nach 5,2 Sekunden mit 100 km/h davon und wird bei Tempo 280 elektronisch eingebremst. Ihnen steht der Sinn nach Größerem? Dann schauen Sie mal bei Audi vorbei, wo der Q7 V12 TDI einen wahrhaft fetten Auftritt zelebriert. Der Sechsliter-V12-TDI schubst den SUV-Riesen mit 500 PS wie ein Matchbox-Auto durch die Landschaft, brennt nach 5,5 Sekunden mit Tempo 100 vom Hof und muss sich bei 250 der elektronischen Selbstkontrolle unterwerfen. Damit könnte hier eigentlich der gewichtige Schlusspunkt der Genfer Sportschau erreicht sein. Doch für alle Feingeister und Ästheten haben wir noch zwei deutsche Kleinserien-Kracher ausgegraben, die es wahrhaft in sich haben. Im Wiesmann GT MF5 tobt etwa der V10 von BMW, der mit seinen 507 PS sonst auch einen M5 ganz munter durch die Gegend treibt. Im Wiesmann reicht der drehfreudige Dampfhammer für 3,9 Sekunden von null auf Tempo und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Das damit nicht mehr nur optisch schärfste Coupé hierzulande kann für 179.000 Euro ab Oktober 2008 bei den Wiesmännern abgeholt werden. Nicht weniger schön, aber etwas zahmer motorisiert stürzt sich ab Sommer 2008 schließlich der Artega GT auf den Markt. Angetrieben wird der kompakte Alurenner von einem 3,6-Liter-V6 aus dem Hause VW. Seine 300 PS reichen für eine Beschleunigung auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden und mehr als 270 km/h Spitze. Die auf 99 Exemplare limitierte Startserie "Intro 2008" fährt komplett eingerichtet für 79.790 Euro vor.

Noch mehr Supersportler finden Sie in der Bildergalerie. Alle Neuheiten auf dem 78. Auto-Salon gibt es in den weiteren Teilen über die Stars von Genf!

Autor: Gerald Czajka

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