Die VW-Technik von morgen

VW zeigt Technik von morgen VW zeigt Technik von morgen

Die VW-Technik von morgen

— 04.07.2006

GTI mit Geisterhand

Slalom ohne Fahrer, automatisches Einparken und eine Super-Bremse. Volkswagen gestattete BILD einen Blick in die Zukunfts-Kiste.

Wie fahren wir in Zukunft Auto? Mit Erdgas, synthetischem Sprit, Wasserstoff? Fährt die Technik von allein, sind Unfälle passé? VW gestattete BILD einen Blick in die Entwicklungsabteilung, zeigt schon die Neuheiten von morgen. Wie den Golf GTI 53+1. Der fährt von ganz allein.

Aber nicht mit fünf km/h, sondern volle Pulle durch einen schwierigen Slalom-Parcours. Das Zusammenspiel von Sensoren, ESP sowie elektromechanischer Lenkung machen es möglich. Ein kleiner Rechner im Kofferraum perfektioniert die GPS-Daten, speichert bei einer Probefahrt die Strecke (mit Lasertechnik werden alle Hindernisse erfaßt) und errechnet die Ideallinie, die exakten Lenkeinschläge, das maximal mögliche Tempo usw. Auf Knopfdruck wird alles abgerufen, und der GTI rast durch das Labyrinth, als säße Schumi persönlich am Steuer. Ziel ist nicht, das selbst fahrende Auto zu entwickeln. Vielmehr nutzt VW die Technik, um dank der ständig identischen Fahrweise technische Parameter (Lenkung, Fahrwerk etc.) perfektionieren zu können.

Bald für jedermann nutzbar ist eine andere Neuheit, die in den kommenden Monaten in Serie geht: der Parklenk-Assistent. Die Technik vermißt im Vorbeifahren (bis Tempo 50) alle Parklücken rechts und links. Drückt der Fahrer den "Ich-will-Einparken-Knopf" und hält bei der Lücke an, lenkt das Auto binnen 15 Sekunden in einem einzigen Zug rückwärts in die Parkbucht. Der Pilot muß nur Bremsen und Gasgeben. Bedingung: Die Lücke muß 1,40 m länger sein als das Auto.

Ebenfalls noch 2006 verkürzt ABSplus den Bremsweg im Touareg auf losem Untergrund (Schnee, Sand, Schotter usw.) um etwa 20 Prozent. Die Technik erkennt den Fahrbahnbelag und regelt das ABS (bis Tempo 100) so, daß die Blockierphasen länger werden. Vorteil: Vor dem Reifen schiebt sich ein Keil auf, der zusätzlich bremst.

Noch etwas weiter in der Zukunft liegt das intelligente Allradsystem. Diese Technik ist nicht nur in der Lage, Vorder- und Hinterräder mit unterschiedlichen Antriebskräften zu versorgen, sie schafft das individuell für jedes einzelne Rad. Auf Wunsch schiebt das Auto dann nicht mehr über die Vorderräder durch die Kurve, sondern "wirft" das Heck ganz dezent ums Eck. Rallyefahrer wären begeistert, aber die intelligente Regelung ist für Wettbewerbe leider nicht zugelassen.

Autor: Joachim R. Walther

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