Die zehn besten V10-Sounds

Die zehn besten V10-Sounds

— 22.12.2015

Süßer die Kolben nie klingen

Komplexer als ein V8 und weniger geschmeidig als ein V12. Der V10 fristet eine Außenseiterrolle im Motorenbau. Am Sound liegt das bestimmt nicht!

BMW hat den V10 in M5/M6 durch einen V8-Biturbo ersetzt und Audi vertraut im aktuellen S6 C7 lieber auf einen V8. Auch Porsche stattet den 918 Spyder mit einem elektrounterstützen Achtzylinder aus. Neuwagen, die aktuell mit einem V10-Motor erhältlich sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Audi hält zumindest beim R8 am hochdrehenden Zehnzylinder fest, Dodge hat den Hubraumriesen namens Viper im Programm und auch im Lamborghini Huracán werkelt ein V10. Exoten vom Schlage eines GTA Spano oder eines Devon GTX lassen wir bewusst außen vor. Dabei spricht rein emotional vieles für den aus dem Rennsport inspirierten Zehnzylinder. Bei unseren Top 10 handelt es sich ausschließlich um Saugmotoren: keine Turbos, keine Kompressoren. Der V10 besticht durch sein extrem spontanes Ansprechverhalten und in den meisten Fällen ein Hochdrehzahlkonzept. Der Sound ist infernalisch! Für die Feinschmecker gibt es was auf die Ohren. Vergessen Sie Blockflöte und Co, hier kommen die besten Zehnzylinder-Symphonien! Ihr Favorit ist nicht dabei? Dann immer her mit Ihren Vorschlägen, entweder via Facebook, oder unter dem Artikel in den Kommentaren.

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BMW M5 E60: Jetzt schon unvergessen ist der Fünfliter-V10 im dezenten Dress der 5er-Limousine und erstmals auch des Tourings. Neu im E60/E61 ist das SMG-Getriebe, bei dem es sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe handelt. Der 507 PS starke Motor dreht wahnwitzige 8250 U/min, benötigt aber auch regelmäßige Pflege. Dafür entschädigt der S85-Motor mit unverwechselbarem Klang: von dumpf bis kehlig schreiend beherrscht dieser V10 alle Tonlagen. Der Motor will gedreht werden und ist soundtechnisch eine echte Perle!


Porsche Carrera GT: Der Carrera GT ist Porsches einziges straßenzugelassenes Modell mit V10. Das liegt daran, dass der Motor ursprünglich exklusiv für einen Le-Mans-Prototypen geplant war. Das Projekt kam nicht zustande. Zum Glück, denn sonst wäre uns der extrem hochfrequente und unverwechselbare V10-Sound vorenthalten worden. Der Klang des Carrera GT erinnert entfernt sogar an einen Wankel-Motor, hier ist die Rennsport-Abstammung klar hörbar. Während der Schaltvorgänge gönnt sich der V10 stets eine kurze Pause, das liegt auch an der Keramik-Trockenkupplung. Nur 1270 Carrera GT wurden gebaut und die sind inzwischen heißbegehrt: Teilweise stehen gebrauchte Exemplare für siebenstellige Summen zum Verkauf.


Lexus LFA: Im ersten und bisher einzigen Supersportwagen von Lexus steckt ein von Grund auf neu entwickelter 4,8-Liter-V10. Der Frontmittelmotor entstand in Zusammenarbeit mit Yamaha und ist geradezu drehzahlsüchtig. Das Limit liegt bei über 9000 U/min. Der LFA dreht so schnell hoch, dass ein analoger Drehzahlmesser schlicht nicht hinter herkommt. Also verbaut Lexus im LFA einen elektronischen Drehzahlmesser. Der einzigartige metallische Sound, der den drei Auspuffrohren entweicht, ist unverwechselbar und am ehesten mit dem des Carrera GT vergleichbar. In der Vorbeifahrt klingt der LFA unter Volllast fast wie ein Motorrad. Die Klangsymphonie ist hochfrequent und erzeugt Gänsehaut bei Autofans!


Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse: Bei dieser Sonderversion des Gallardo handelt es sich um eine minimal entschärfte Straßenversion des Gallardo LP 570-4 Super Trofeo. Vom Rennwagen stammt auch die mit Schnellverschlüssen versehene Motorhaube unter der ein 5,2-Liter-V10-Saugmotor über 8000 U/min dreht. Der Squadra Corse sprintet in 3,4 Sekunden auf Tempo 100  – soundtechnisch ist der auf 50 Stück limitierte Gallardo breit aufgestellt: dumpf im Leerlauf bis heiser kreischend unter Volllast. Man hat das Gefühl der V10 schreit sich förmlich frei. Und genau hinhören, wenn der Fahrer den Squadra Corse kurz in den Begrenzer zieht.


Dodge Viper GTS: Die Dodge Viper wird oft als Muscle Car der Neuzeit betitelt. Zu Recht! Hier gilt noch der alte Spruch: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen". Der Zehnzylinder-Viertakter holt aus acht (!) Litern Hubraum immerhin 456 PS. Der Motor stammt dabei nicht, wie oft behauptet, aus einem Lkw, sondern wurde mit Unterstützung von Lamborghini entwickelt. Der Sound des großvolumigen V10 ist dabei bassig und kraftvoll. Man hört den Hubraum und bei Gaswegnahme rotzt die Viper ordentlich ab.



Wiesmann Roadster MF5: Zu Beginn der MF5-Baureihe arbeitete der S85-Motor von BMW im Wiesmann. Das aus M5 und M6 bekannte V10-Triebwerk wurde nach kurzer Bauzeit durch den ebenfalls aus M5 und M6 (F10 und F12) entliehenen V8-Biturbo ersetzt. Im Gecko darf der V10 noch mal richtig frei durchatmen und spielt soundtechnisch richtig auf: Der MF5 trompetet sich bis zum Drehzahlgipfel von 8250 U/min.


Lamborghini Huracán: Auch im Gallardo-Nachfolger arbeitet weiterhin der 5,2-Liter-V10-Sauger. Jetzt allerdings mit 610 PS (statt maximal 570 PS im Gallardo). Am Klangspektrum hat Lamborghini noch mal gearbeitet, sodass der Huracán bereits im Leerlauf angriffslustig klingt. Mit steigender Drehzahl wird der Tonfall immer aggressiver. Geht der Fahrer vom Gas, verwöhnt der Huracán mit gewaltigen Fehlzündungen, den sogenannten Backfires. Zumindest dann, wenn die Auspuffklappen geöffnet sind.
 

Audi R8 GT: Nur jeweils 333 Exemplare des R8 GT Spyder und Coupé wurden von 2010 bis 2011 gebaut. Auch in der rund 100 Kilogramm leichteren GT-Version arbeitet der bekannte 5,2-Liter-V10 mit Hochdrehzahlkonzept. Im Audi R8 GT klingt er besonders rau. Nach dem lauten Kaltstart verfällt der R8 in einen bellenden Leerlauf und bietet über das gesamte Drehzahlband ein breites Soundspektrum.


Dodge Ram SRT-10: Er war mit 249 km/h einst der schnellste Pick-up der Welt. Kein Wunder, unter der langen Haube arbeitet der 8,3-Liter-V10 aus der Dodge Viper der zweiten Generation. Das mächtige Triebwerk leistet 507 PS und 712 Nm maximales Drehmoment. Der Sound? Ein Gewitter! In der Tiefgarage klingt der Ram natürlich böser. Die Klangkulisse des Viper-Pick-up erinnert definitiv an ein aufziehendes Unwetter!


Audi S6 C6: Man nehme den 5,2-Liter-V10 aus dem Lamborghini Gallardo und stecke ihn in den zahmen Audi A6. Das Ergebnis heißt: Audi S6. Zugegeben, der V10 wurde im Audi etwas entschärft und leistet in der Limousine und dem Kombi 435 PS statt 500 PS. Soundmäßig ist der S6 zwar viele Nuancen dezenter als sein Motorenspender, aber der leicht dumpfe Klang verrät mit etwas Fantasie die Verwandtschaft zum italienischen Heißsporn.


In ein paar Jahren werden wir uns nach solch echtem Motorsound mit Rennwagen-Feeling sehnen. Spätestens dann, wenn der synthetische, von Soundgeneratoren erzeugte Klang den wahren Motorsound verdrängt!

Autor: Jan Götze

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