Die zehn Duelle des Jahres

Die zehn Duelle des Jahres

— 20.01.2004

Sie haben die Wahl

2004 wird ein groes Auto-Wahljahr. AUTO BILD zeigt die wichtigsten Duelle. Und wagt Prognosen.

Mehr als 100 neue Modelle

2004 wird ein Super-Wahljahr. Die Brger kommen aus dem Kreuzchenmachen nicht mehr heraus. Doch whrend in der Politik dann gerne Stillstand einkehrt, luft der Automarkt genau andersherum. Das angelaufene Jahr wird richtig turbulent, ber 100 neue Modelle fahren bei den Hndlern vor. Was fr ein Super-Wahljahr!

Denn das heit, dass die automobile Vielfalt wieder einmal wchst. Wer gedacht hat, es gbe schon alles auf vier Rdern, den belehren die kommenden Monate eines Besseren. Da erscheinen der groe Golf-Gegner Opel Astra, der BMW Einser als einziger aktueller Kompakter mit Hinterradantrieb, A-Klasse, SLK, Fiat Idea und, und, und ...

Nicht so einfach, da noch den berblick zu bewahren. Deshalb hat AUTO BILD schon einmal die wichtigsten Vergleichstests des Jahres zusammengestellt. Zehn groe Duelle zeigen, wie der automobile Fortschritt vorankommt und was letztendlich die Kufer davon haben werden. Denn eines haben die jngsten Erfahrungen gezeigt: Rollt ein neues Modell ins Rampenlicht, mit neuer Technik, mehr Elektronik und zu hheren Preisen, dann ist der Fortschritt manchmal das Geld nicht wert. Denn der Raum fr Verbesserungen ist eng geworden. AUTO BILD hat seinen Testwhler durchs neue Autojahr geschickt und wagt erste Prognosen.

Opel Astra gegen VW Golf V

Opel Astra oder VW Golf ? Das ist auf dem deutschen Automarkt so etwas wie die Kanzlerfrage. Wer wird ab Mrz, wenn der neue Opel erscheint, ganz oben stehen in der Kufergunst? Da kommen nach dem vollzogenen Generationswechsel nur diese beiden in Frage: der ewige Erste aus Wolfsburg oder doch der Opel, dem ein wieder gewonnener Angriffsmut aus jeder Karosseriefalte blickt. Der Kompakte aus Rsselsheim hat, vergleicht man ihn mit dem Vorgnger, zweifellos den greren Sprung gemacht.

Das gilt jedoch nicht fr die Technik, wo Opel weiter auf das bewhrte Fahrwerk setzt, gegen Aufpreis (365 Euro) ergnzt durch eine adaptive Dmpferkontrolle, die es in dieser Klasse bisher nicht gab. Spannend, ob diese Technik mehr bringt als die neue Golf-Hinterachse. Zwar hat der VW den groen Vergleichstest gewonnen, mit souvernem Fahrverhalten und verbessertem Platzangebot siegte der Golf wieder in seiner Klasse. Aber eine Flut von Leserbriefen zeigt, dass im breiten Publikum Unmut grt: ber hohe Preise, zu wenig Fortschritt oder sichtbare Sparmanahmen am neuen Golf. Fr die teure Hinterachse hat VW an anderer Stelle gestrichen, und das lsst sich mit Hnden greifen: Im Vorgnger-Modell erreichte der Kunststoff Mittelklasse-Niveau, inzwischen ist es das Fahrwerk.

Auch der Astra hat zugelegt. Zwar ist er innen nicht ganz so gerumig wie der Golf, doch mit dem Platzangebot kann man gut leben. Wichtig frs Wohlfhlen werden die verbesserten Materialien, die alte Vorurteile glatt vergessen lassen. Die Benziner knnen mithalten, bei den Dieseln kommen bald die JTD-Motoren von Fiat lebendige und sparsame Triebwerke. Der Astra hat seine Reifeprfung gemacht. Wird er damit eine echte Alternative zum Golf, sprechen die attraktiven Preise (ab 15.200 Euro) fr den neuen alten Herausforderer. Denn der Opel passt in die aktuelle Geiz- und- Knauser-Welle und kostet in einigen Versionen bis zu 2000 Euro weniger als der VW. Der Astra als Schnppchen? Das wird eng fr den Golf.

Prognose So eng war das Rennen schon lange nicht mehr. Der Golf liegt mit Fahrdynamik und Platzangebot vorn, doch hohe Preise passen nicht in die Zeit. Gute Technik und akzeptables Design zum bezahlbaren Preis damit holt der Astra auf.

Mercedes-Benz SLK gegen BMW Z4

Diese Nase sagt schon alles: Der neue SLK mchte nicht lnger jedermanns Schtzchen sein, lieb und glatt, sondern will mehr Profil zeigen. Will sportlicher werden mit seinem neuen Fahrwerk, gerumiger, strker mit Motoren bis zu 360 PS Leistung und am liebsten noch mit einem Sonnenstrahl vom Image des groen SLR.

Die Nase sagt eben alles. Das knnen wir ab April testen. Doch im Kern bezieht der Zweisitzer seine Exklusivitt weiter aus dem Dach: Der feste Falthut verwandelt das Cabrio in Sekunden zum eleganten Coup ein himmelweiter Unterschied zum Stoffdach. Es gibt keinen Stoff, kein Hardtop, kein Einmotten im Winter. Der SLK entledigt sich mit einem Knopfdruck aller Cabriolet-typischen Sorgen. Und das in der Mercedes-typischen (teuren) Perfektion. Gegen Aufpreis wrmt jetzt sogar eine separate Heizung den Kopfraum. Mit einem Roadster, diesem Urbild fr ungefiltertes Fahrvergngen, hat das so viel zu tun wie Eisbaden mit einem heien Whirlpool.

Kann der neue SLK berhaupt noch so offenherzig direkt erfrischen wie ein Cabrio? Das schnste Messgert kommt aus Mnchen und heit Z4. Hinter der gefhlsmig lngsten Motorhaube des ganzen Sommers sitzen zwei Passagiere in ihrer modernen Erlebniskapsel. Vorn ein Sechszylinder mit bis zu 231 PS, unten ein Fahrwerk mit Spagarantie, oben besagtes Stoffdach, doppellagig und flatterfrei. Natrlich gibt es auch im BMW moderne Errungenschaften wie ESP, Airbags und als Extra ein Windschott. Aber der Z4 erscheint direkter, dnnhutiger stimmt das auch? Wir drfen gespannt sein. Und werden ein weiteres wichtiges Kriterium berprfen: den Oooohaaa-Faktor. Wer produziert mehr staunende Mnder vor dem Biergarten?

Prognose Der SLK hat Drei-Wetter-Kraft als vollwertiges Ganzjahres-Auto wird er fter gekauft als der BMW. Als Sportwagen bleibt der Z4 unerreicht Gleichstand.

Audi A6 gegen BMW 5er

Ab Mai gehen die Diskussionen los, dort oben in den Bros und Chefetagen. Dann werden wieder Hochglanzprospekte gewlzt und die nchsten Dienstwagen kalkuliert. Denn der neue A6 ist da und mit ihm die Frage: Hat Audi in den A6 so viel Sportgeist gepackt, dass selbst eingefleischte BMW-Glubige umsteigen? Ist den Ingolstdtern ein Fronttriebler mit Fnfer-Feeling gelungen?

So und nicht anders lautet Audis Versprechen, das zumindest optisch eingelst wird. In dem riesigen Grill-Schlund, den der A6 trgt, knnten ganze BMW verschwinden. Ob Audis traditionelle Kundschaft diesen gewaltigen Design-Schwenk ihrer Hausmarke mitmacht? Aber die Ingolstdter wollen ausgerechnet BMW links berholen der Audi bringt zumindest auf dem Papier die erforderliche Sportlichkeit mit: genug Leistung (ab 140 PS) bis schlielich zum Zehnzylinder mit 500 PS im RS6: den quattro-Antrieb, um so viel Dampf auf den Boden zu bringen; starke Diesel mit bis zu 210 PS und einen eleganten Kombi (ab 2005), der ohnehin der beliebtere A6 ist.

Innen will der A6 mit Qualitt und klarem Design die verirrten Experimente von BMW schlagen. Ob der Fond den einen Zentimeter mehr Platz bietet, drfte das Duell wohl kaum entscheiden. Schlielich sind beide keine Chauffeur-Limousinen, sondern Fahrgerte, die man am liebsten selbst lenkt. Und da punktet der Fnfer. Alle Plastikleisten und jeder Design-rger sind vergessen, sobald der BMW in Bewegung kommt. Wie leichtfig dieser Riese lenkt, beschleunigt und federt, das setzt weiter Mastbe fr den kleinen Lenkrad-Kitzel in der Nadelstreifen- Klasse. Einmal in Fahrt, scheint der BMW auf Kompaktformat zu schrumpfen was fr eine wohltuende Erfahrung inmitten der grassierenden Fettsucht moderner Autos. Wichtig auch, wer den Elektronikteufel in den Griff kriegt. Fr so viel Geld muss die Qualitt stimmen auf rger reagieren Manager selten geduldig.

Prognose In dieser Klasse zhlen nicht Euro oder PS, sondern der richtige Anzug. Da sitzt der A6. Perfekt. Audis Linie "Optisch sportlich, innen perfekt" siegt ber den BMW.

Colt gegen forfour; 407 gegen Passat

Mitsubishi Colt gegen Smart forfour Zunchst eine Aufklrung, die sicher verblfft: Smart forfour und Mitsubishi Colt sind technische Zwillinge was man ihnen gar nicht ansieht. 60 Prozent aller Teile unterm Blech sind gleich. Darber tragen sie ein individuelles Outfit schlielich mssen sie ab April auch getrennt Abitur machen. Hier der Smart forfour das grte Kind (75 bis 109 PS) einer Modefamilie. Optisch ein Szenetyp, doch innen geht es gewhnlich zu: vier Pltze, lngs verschiebbare Rckbank, aber nicht so pfiffig wie der Zweisitzer oder variabel wie Hondas Jazz. Ein normaler Kleiner, oder rettet ihn der Charme von Smart? Fr 12.990 Euro gibt es witzigere Vollwert-Autos.

Vielleicht den Colt endlich wieder ein moderner Mitsubishi: mit 1,55 Meter Hhe gerumiger, durch ausbaubare Rcksitze vielseitiger und zudem 1000 Euro gnstiger als der Smart-Zwilling. Die Diesel-Motoren liefert Mercedes-Benz, die stufenlose Automatik kommt aus Japan. Fragt sich nur, wie die schwbischfernstliche Kooperation im Werk Born (Niederlande) klappt.

Prognose hnlich dem Mini knnte der Kultfaktor dem teuren forfour helfen. Der gnstigere Colt macht seinen Weg obwohl Mitsubishi die Nische lange unbesetzt lie.

Peugeot 407 gegen VW Passat Zugegeben, Herrenkosmetik kommt in Mode. Aber trgt der neue Peugeot 407 mit seinem Grill fr eine brave Familienlimousine nicht zu dick auf? Kaum zu bersehen, dass Peugeot mit seinem Design viel Selbstbewusstsein getankt hat. Dabei machen es die Franzosen nur sehr geschickt. Das Ferrari-Maul in der Mittelklasse zieht instinktiv Blicke an, voil, so kommt der 407 ins Gesprch. Doch beim Interieur und am Stufenheck (nur 407 Liter Kofferraum) verzichtet die 4,68 Meter lange Limousine auf Experimente Peugeot wei, dass Papa nur Rasierwasser nimmt.

Bleibt die Frage, wie das neue Fahrwerk im Test gegen den Passat abschneidet. Der VW mag optisch Falten bekommen haben, aber die Motoren werden ein harter Brocken fr den Franzosen (116 bis 211 Benziner-PS, zwei Diesel mit 109 und 136 PS). Wenn 2005 der neue Passat nachschminkt, wird der 407 am anderen Ende geliftet: Der Peugeot 407 SW, hher und lnger als bisher, wird ein Kombi in ganz neuer Figur.

Prognose Peugeot hat verstanden: Schluss mit Langweilern! Der 407 bringt Pep in die Papi-Klasse. Und da Frauen mitentscheiden, wird der Franzose erobern.

Fiat Idea gegen Opel Meriva

Alle Auto-Propheten sagen voraus: Kleine Vans haben eine groe Zukunft. Raumwunder wie der Opel Meriva liegen im goldenen Schnittpunkt zwischen Gre und Geiz: Sie sind gerumig, vielseitig und bezahlbar. Die Kufer mgen, dass Opels Minivan gnstiger ist als ein Astra, hher als der Corsa; viele finden ihn eleganter als einen nackten Frachter wie den Renault Kangoo.

Glckwunsch zum Volltreffer. Mit diesem Modell hat Opel eine neue Van-Nische erffnet und allein besetzt. Noch. Denn am 24. Januar 2004 kommt der Fiat Idea zu den Hndlern: Einparkfreundliche 3,93 Meter lang, trgt er eine kurze Motorhaube und ein Dach, so hoch, dass die meisten Damen erst auf Stckelschuhen drberschauen knnen. Ein erster echter Opel-Konkurrent. Der Italiener knnte ein enger Verwandter des Meriva sein, so sehr hneln sich die Konzepte. Da stellt sich die Frage: Steckt im Idea ein Gedankenblitz mehr als im Meriva?

Der rollende Kasten bietet fnf erwachsene Pltze, eine verschiebbare Rckbank und bis zu 1420 Liter Gepckraum (Meriva: 1410 Liter). Die Rcksitze rutschen bei Bedarf nach hinten, allerdings fehlt der geniale Verrckmechanismus der hinteren Opel-Sitze, die sich auch zum Viersitzer mit Taxi-tauglichem Furaum umschieben lassen. Dafr siegt der Fiat in der Disziplin Ablagefcher (bis zu 27) und ist mit Preisen ab 13.290 Euro genau 425 Euro gnstiger als der Meriva. Ein wichtiges Argument in der Welt der Sparfchse. Wie die Technik stammen auch die Motoren vom Punto: zwei Benziner (80 und 95 PS) sowie zwei Diesel, wobei der kleine 1,3-Liter baugleich auch im Opel arbeitet. Ein moderner, sparsamer Antrieb fr einen modernen, sparsamen Kleinwagen das hat Fiat bei uns schon einmal populr gemacht.

Prognose Der Idea (Test in AUTO BILD 04/2004) trgt seinen Namen zu Recht: ein pfiffiges Konzept zur richtigen Zeit. Der wird den Meriva mchtig rgern.

1er-BMW gegen Mercedes-Benz A-Klasse

Alle wollten sie Golf spielen: Franzosen, Japaner, sogar die feinen Schwaben von Mercedes-Benz. Deren A-Klasse stolperte zwar einst ber den Elch, rappelte sich aber auf und will im zweiten Anlauf ab Oktober 2004 alles besser machen. Wir drfen also gespannt sein, ob das vielseitige Raumkonzept des Mercedes-Benz diesmal auf einem souverneren Fahrwerk steht und ob drinnen eine Weite und Qualitt eingezogen ist, die den Stern verdient und den VW ernsthaft herausfordert. Zumindest im Format ist die A-Klasse auf 3,80 Meter gewachsen, auch die Preise legen nochmals eine Schippe zu (wohl ab 17.500 Euro). Die Benziner leisten 90 bis 193 PS, Diesel 82 bis 140 PS. Selbstbewusste 2000 Euro Abstand zum billigsten Golf sprechen fr Stuttgarts Selbstverstndnis, den besseren Golf zu bauen.

Oder kommt der bessere Golf doch aus Mnchen? Der Einser trgt, viel konsequenter als frher der compact, das hohe Markenimage und exklusive Antriebskonzept von BMW hinunter in die Golfklasse: Das fnftrige Schrgheck wird in diesem hei umkmpften Feld das einzige Auto mit Hinterradantrieb beste Voraussetzung, um die Kraft von 115 bis 240 PS auf den Boden zu bringen. Nicht nur sportliche Fahrer fragen sich: Erwartet uns da ein besonderes Fahrvergngen? Der Kompakte mit einem Schuss Pfeffer im Hintern?

So zielt der BMW weniger auf den Golf als auf den leistungsstarken GTI, der gleichzeitig im Herbst erscheint. Sicher kein Zufall. Freuen wir uns auf dieses Sportduell zum Ende der Formel-1-Saison, dessen Eintrittspreise jedoch gesalzen ausfallen drften der Einser kostet voraussichtlich ab 22.000 Euro.

Prognose Mehr Vielfalt bei Kompakten: Endlich ein Hinterradantrieb, aber Einser-Preise sind gesalzen. Ein Handicap fr BMW. Steigen genug Kunden ein? Neulinge zahlen Lehrgeld, wei Mercedes-Benz und hat die A-Klasse gezielt verbessert. Im zweiten Anlauf kommt der Erfolg.

BMW 5er touring gegen E-Klasse T-Modell

Schne Kombis heien Avant. Teure Kombis einfach T. Das T-Modell der E-Klasse ist der teuerste Weg, sein Geld in ein Kastenheck zu investieren. Der groe Lustesel mit dem Stern kostet mindestens 38.048 Euro und kreuzt damit in einsamen Preis-Hhen. Mit ein paar der vielen schnen Extras klettert das Vergngen schnell ber 50.000 Euro. Fr einen Kombi!

Dafr ffnet sich so ungefhr das Schlaraffenland fr Familienvter. Der "ET", um diesen auerirdischen Knner einmal salopp abzukrzen, schluckt in seinem riesigen Heck (bis 1950 Liter gro) alles, was eine ausgewachsene Sippe an Transportaufgaben verlangt. Wer mehr braucht, muss auf einen Van umsteigen ohne dabei die ausgeklgelte Soliditt des Mercedes-Benz zu genieen. Aber seien wir ehrlich: Bei den groen Kombis geht es nicht vorrangig um Praxis und Nutzwert, sondern um Prestige.

Da bietet der neue Fnfer touring ab Juni wieder einen stilvollen Weg fr Absteiger, um den extrovertierten Siebener zu umschiffen. Oder den exklusiveren Fnfer zu fahren, denn beim Vorgnger trugen 30 Prozent das Frachtheck.

Praktisch fllt natrlich auch der Nachfolger aus, der Kofferraum wird von vorher 1525 Litern leicht wachsen. Nettigkeiten wie geteilte Heckscheibe und den ausziehbaren Ladeboden hat der Neue ebenfalls wieder zu bieten, fr den touring geben Kufer leichter Geld aus. Mssen sie auch, denn die Preisliste beginnt voraussichtlich bei 37.500 Euro, rund 2000 Euro hher als bei der Limousine. Doch die wichtigste Frage lautet, wie viel Dynamik im neuen touring steckt. Baut BMW den sportlichsten Kombi? Die Leistung reicht sicher (170 bis 333 PS), aber was heit ausreichend? Den M5 touring, Gegenstck zum E 55 AMG T-Modell, soll es nicht geben. Noch nicht. Doch bei den Edelkombis ist ja bekanntlich alles mglich.

Prognose Ehrlich gesagt: Dieses Duell im Juni wird akademisch. Kein BMW-Kunde verschmht den Fnfer touring, weil der Mercedes-Benz mehr Kofferraum hat. Diese Autos leisten sich vermgende Autofahrer, und da zhlt die Marke mehr als Liter und Euro. Der BMW wird garantiert ein Erfolg.

Ferrari 612 - DB9; V50 - X-Type Estate

Ferrari 612 gegen Aston Martin DB9 Schon seltsam: Die beiden Mutterkonzerne Ford und Fiat kriseln, aber ihre feinen Tchter Aston Martin und Ferrari klotzen. Das Beste ist gerade gut genug. So tritt der DB9 mit einem Sechsliter-V12 mit 450 PS und 570 Nm Drehmoment an, strmt in 4,9 Sekunden von null auf 100 und rennt Tempo 298 km/h (Appetit bekommen? Eine rasante Fahrt im DB9 erleben Sie in AUTO BILD test & tuning, Heft 2, ab 23.1. fr 2,80 Euro am Kiosk).

Beim Ferrari 612 liest sich das so: 5,7-Liter-V12, 540 PS und 589 Nm Drehmoment. Mit maximal 315 km/h fhrt er dem Aston locker davon und ist auch beim Spurt von null auf 100 schneller: 4,2 Sekunden. Beim Design scheint der Ferrari auf den ersten Blick gewhnungsbedrftiger. Der Aston steht genauso auf fetten 19-Zllern, wie er fhrt: brutal. Preis: Aston 150.000, Ferrari etwa 210.000 Euro. Ob das die begterte Kundschaft wirklich interessiert?

Prognose Glcklich, wer hier die Wahl hat: DB9 und 612 sind faszinierende, atemberaubende Autos. Das Rennen wird der Ferrari machen, er bietet genau das Quntchen mehr, auf das es hier ankommt.

Volvo V50 gegen Jaguar X-Type Estate Der X-Type Estate ist fr Jaguar der erste Kombi berhaupt. Natrlich kein Nutzlast-Tier, sondern ein Edel-Transporter. Der Gepckraum schluckt 445 bis 1415 Liter. Die Motoren sind aus der Limousine bekannt, los geht es mit dem 2,0-Liter-Diesel und 130 PS, dann folgen der 2,5-Liter-V6 mit 196 PS und der 3,0-Liter-V6 mit 231 PS. Die beiden V6 fahren mit Allrad.

Beim Volvo sind bis auf weiteres die Vorderrder angetrieben, als Benziner stehen Fnfzylinder zur Verfgung: 2,4-Liter mit 140 PS oder 170 PS, 2,5-Liter-Turbo mit 220 PS. Dazu kommt ein Zweiliter-Vierzylinder-Diesel mit 130 PS. In den Kofferraum passt mit 417 bis maximal 1307 Litern weniger Gepck als in den Jaguar. Der V50 hat aber eine Flle ntzlicher Details, zum Beispiel eine umklappbare Beifahrersitzlehne. Beide Autos starten im April, beim Volvo rechnen wir mit etwa 28.000 Euro, beim Jaguar mit mindestens 30.000.

Prognose Ein neuer Kombi von Volvo? So bewhrt wie das Billy-Regal von Ikea: praktisch, ntzlich, gut. Aber ein Transporter von Jaguar? Wenn das mal gut geht. Der V50 drfte klar das Rennen machen.

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