Die Ziele des DTM-Spitzenreiters

DTM-Spitzenreiter Gary Paffett

Die Ziele des DTM-Spitzenreiters

— 10.05.2005

Paffetts Traum von der Formel 1

Große Namen hat die DTM 2005 zu bieten. Am schnellsten war in der laufenden Saison bislang jedoch Gary Paffett. Der Brite hat noch viel vor.

"Gary hat das Zeug zum Champion"

Alles dreht sich um Mika Häkkinen. Doch im Schatten des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters greift in den Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) ein anderer nach den Sternen: Mercedes-Teamkollege Gary Paffett. Nachdem er in der vergangenen Saison die DTM-Krone dem schwedischen Audi-Piloten Mattias Ekström überlassen mußte, soll es diesmal für den Titel reichen. "Das wird die härteste Saison in meiner Karriere, aber ich will die Meisterschaft gewinnen", sagt der Engländer, der nach zwei Rennen die Gesamtwertung in seiner AMG-Mercedes C-Klasse anführt.

"Gary ist ein talentierter und sehr disziplinierter Rennfahrer. Er war schon 2004 Mann des Jahres, da hat er gezeigt, was er kann", lobt Mercedes-Sportchef Norbert Haug den 24jährigen. Dessen großes Ziel ist die Königsklasse des Motorsports: "Ich weiß, daß ich irgendwann in der Formel 1 fahre", meint Paffett selbstbewußt. Haug indes will den Aufsteiger behutsam aufbauen: "Im Moment konzentriert er sich auf die DTM, und da ist er ein Kandidat für den Titel."

Wie ein alter Hase hielt Paffett bei seinem Sieg zuletzt auf dem EuroSpeedway Lausitz Publikumsliebling Häkkinen in Schach und wurde dafür vom "Fliegenden Finnen" geadelt: "Gary hat das Zeug zu einem Champion, ihm gehört die Zukunft."

Britisches Understatement

Paffett hält von der Favoritenrolle jedoch nicht viel, auch nicht beim dritten DTM-Lauf am Sonntag (15. Mai; 14.00 Uhr/live in der ARD) im belgischen Spa. Audi habe in Ekström, Martin Tomczyk (Rosenheim) und dem Dänen Tom Kristensen mindestens drei potenzielle Siegfahrer, Opel dürfe man trotz des enttäuschenden Starts noch lange nicht abschreiben und überhaupt: Die härteste Konkurrenz erwartet der junge Brite aus den eigenen Reihen. Der viermalige Meister Bernd Schneider (St. Ingbert), der ehemalige Formel-1-Pilot Jean Alesi (Frankreich) und Routinier Häkkinen würden ihm das Leben in allen ausstehenden neun Rennen schwer machen.

Auf dem Weg zum Titel wartet auf Paffett viel Arbeit. "Ich muß konstanter werden", weiß der Spitzenreiter, der in der DTM bislang vier Rennen gewann. An der Motivation wird es nicht fehlen. Paffett: "Für mich war die rennfreie Zeit im Winter viel zu lang. Für mich ist die DTM etwas ganz Besonderes." Und er weiß, wem er zu danken hat: "Ich bin stolz, daß mir Mercedes diese Chance gegeben hat."

2003 kam Paffett nach dem zweiten Lauf als Nachrücker ins Team Rosberg, fuhr mit dem AMG-Mercedes CLK Jahreswagen acht Rennen und holte vier Meisterschaftspunkte. Vor einem Jahr ins HWA-Werksteam befördert, gewann er gleich das erste Rennen in Hockenheim. Ein Blick auf seinen Lebenslauf verheißt Großes: Schon früh schlug der in Bromley/Kent geborene Engländer die klassische Motorsport-Karriere ein: Basisbildung Kartsport, Weiterbildung Formelsport. "Mit neun Jahren haben meine Eltern mir ein Kart zu Weihnachten geschenkt. Da wußte ich: Jetzt werde ich Rennfahrer", sagt der Shootingstar, der gern an diese Zeit zurückdenkt. Mit Vater, Mutter und Schwester tingelte er einst von einer Kartstrecke zur anderen. In der DTM will er nun sein Meisterstück machen.

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