Die Zukunft im Lkw-Markt

Die Zukunft im Lkw-Markt

— 23.09.2008

Schwere Zeiten

Die Unternehmensberater von McKinsey prognostizieren dem Lkw-Markt bis 2013 enorme Kostensteigerungen. Besonders belastend: immer schärfere Abgasnormen und steigende Rohstoffpreise.

Verschärfte Regelungen zum Abgas- und Schadstoffausstoß und die steigenden Rohstoffpreise belasten die Ertragslage der Nutzfahrzeughersteller in naher Zukunft schwer. Das prognostiziert die Unternehmensberatung McKinsey in einer neu veröffentlichten Studie. Demnach kommen bis 2013 sowohl beim Material als auch bei der Einhaltung schärferer Abgasnormen Mehrkosten von jeweils vier bis sechs Milliarden Euro jährlich auf die Lkw-Bauer zu. Außerdem steigerten technische Veränderungen zur Senkung des Benzin- und des CO2-Verbrauchs den finanziellen Produktionsaufwand um geschätzte anderthalb bis zwei Millionen Euro pro Jahr, so die Studie.

Dazu setze auch die zunehmende Konkurrenz aus China und Indien die deutschen Lkw-Hersteller unter Zugzwang. Sie gewänne vor allem im Low-Cost-Segment in Schwellenländern Marktanteile hinzu. Die Wettbewerber schmälerten die weltweiten Gewinne um bis zu eine halbe Milliarde Euro, so die McKinsey-Untersuchung. Der wachsende, weltweite  Bedarf an Trucks könne dabei die höheren Kosten deutscher Unternehmen nicht ausgleichen. Durch das Wachstum ließen sich die Gesamtgewinne bei allen Herstellern nur um jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro erhöhen. Auch die Nutzung gleicher Teile für verschiedene Plattformen beispielsweise in Joint Ventures bringe nur geringe Einsparungen bei der Produktion.

2007 verkauften die Lkw-Hersteller laut McKinsey-Berechnungen weltweit rund 2,3 Millionen Neufahrzeuge für rund 100 bis 110 Milliarden Euro. Der Profit der Branche lag bei 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro.

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