Mercedes S 420 CDI

Dienstwagen-Hierachie

— 24.04.2008

Du fährst, was du bist

Die Hierarchie in deutschen Unternehmen spiegelt sich klar in der Vergabe von Dienstwagen wider. Während die Geschäftsführung Oberklasse fährt, muss das mittlere Management mit einer Mittelklasse Vorlieb nehmen.

Die Vergabe von Dienstwagen in deutschen Unternehmen ist eng an die Positon von Mitarbeitern in der Firmenhierarchie gebunden. Während die Geschäftsführung zu 95 Prozent über einen Dienstwagen verfügt, sind es bei Führungskräften noch 72 Prozent, im mittleren Management sinkt diese Quote auf 36 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Wirtschaftprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) in 137 deutschen Unternehmen. Auch die Größe und damit der Preis des Dienstwagens ist klar an die Stellung des Nutzers innerhalb der Firmenhierarchie gekoppelt. So fährt die Geschäftsführung in 57 befragten Unternehmen ein Fahrzeug der Oberklasse wie Audi A8, Mercedes S-Klasse oder BMW 7er. Dabei ist drei Viertel der Betriebe wichtig, dass der Dienstwagen zum Image des Unternehmens passt. Das geht so weit, dass bestimmte Fahrzeugkategorien wie Sportwagen ausgeschlossen werden. Das höhere Management bekam in nur sechs Fällen ein Oberklasse-Fahrzeug, deren Vertreter mussten sich in 51 Fällen mit der oberen Mittelklasse wie zum Beispiel Audi A6, BMW 5er oder Mercedes E-Klasse zufrieden geben.

1000 Euro kostet ein Auto der Chefetage monatlich

Eine Nummer kleiner fällt der Dienstwagen in der mittleren Führungsebene aus: Hier dominiert die Mittelklasse mit Modellen wie Mercedes C-Klasse, BMW 3er, Audi A4 oder VW Passat. Fahrzeuge dieser Kategorie wurden in 42 von 137 befragten Unternehmen vergeben. Die hierarchische Abstufung zeigt sich laut PwC auch in der Maximalhöhe der monatlichen Leasingraten für den Firmenwagen, die bei der knappen Mehrheit (56 Prozent) der Befragten fixiert ist. So beträgt die Monatsrate für das Chefauto im Durchschnitt 994 Euro. Die Leasingrate für Firmenwagen der oberen Führungskräfte ist durchschnittlich auf 757 Euro begrenzt, Pkw für das mittlere Management dürfen höchstens 617 Euro monatlich kosten. Überwiegend großzügig zeigen sich die Unternehmen auch bei der privaten Nutzung. Fährt der Chef den Dienstwagen privat, kassieren nur neun Prozent der befragten Arbeitgeber "Spritgeld", vom mittleren Management verlangt immerhin jedes fünfte Unternehmen bei Privatfahrten zumindest eine Beteiligung an der Benzinrechnung.

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