Land Rover Diesel-Hybrid

Land Rover Studie LRX Land Rover Studie LRX

Diesel-Hybridkonzept von Land Rover

— 21.09.2008

Sauber in Paris

Land Rover stellt auf der Paris Motor Show 2008 ein Dieselhybrid-Konzept vor, das bis zu 30 Prozent Sprit sparen soll. Dabei kombinieren die Briten erstmals einen Hybriddiesel mit einem Allradantrieb.

Mit einer Kombination aus Diesel- und Elektromotor soll ein künftiger "Baby-Land-Rover" 30 Prozent weniger verbrauchen als ein aktueller Freelander. Eine entsprechende Studie auf Basis des bereits bekannten LRX stellt Land Rover auf dem Pariser Salon aus. Das Crossover-Coupé mit dem sogenannten Diesel-ERAD-Hybridantrieb (für Electric Rear Axle Drive bzw. elektrischer Hinterradantrieb) kombinert dabei laut Land Rover zum ersten Mal einen Elektro- mit einem Dieselmotor und einem Allradantrieb. Derzeit absolviert das System erste Testfahrten im Freelander und soll einen CO2-Ausstoß von 120 g/km ermöglichen, was einem Verbrauch von fünf Litern Diesel entspricht.

200 Newtonmeter kommen allein vom Elektromotor

Derzeit testet Land Rover die Hybrid-Diesel-Kombi im Freelander.

Der an der Hinterachse installierte Elektromotor wird von Lithium-Ionen-Batterien gespeist und kann sowohl Vorder- als auch Hinterräder antreiben – bei Bedarf aber auch im Vierradmodus arbeiten. Ein  möglicher Einsatz wäre im LRX denkbar, der 149 Millimeter kürzer und 205 Millimeter flacher als der aktuelle Freelander ist. Er dient auf der Paris Motor Show als Anschauungsobjekt. Noch fehlt für den LRX allerdings die Serienfreigabe. Mit einem Kurbelwellen-Startergenerator samt Start-Stopp-Automatik gekoppelt, setzt das Hybridsystem zusätzlich auf Bremsenergie-Rückgewinnung. Allein der Elektromotor stellt beim Start des Motors 200 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Er treibt die Studie bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h an, bevor sich über den Starter-Generator der bekannte 2,2-Liter Diesel mit 152 PS zuschaltet. Obwohl der E-Motor auf der Hinterachse platziert wurde, kann ERAD gleichzeitig über die Kardanwelle auch die Vorderräder antreiben.

Freelander kommt 2009 mit Start-Stopp-System

Das Terrain Response System wurde mit dem Hybridsystem vernetzt und um einen wirtschaftlichen Eco-Modus erweitert. Der Fahrer kann wie bisher je nach Untergrund unter den verschiedenen Programmen Dynamik, Gras/Schotter/Schnee, Schlamm und Sand wählen. Besonders für den Einsatz im Stadtverkehr greift das Eco-Programm, das selbstständig zwischen Elektro- und Dieselbetrieb wechselt und bei niedrigen Geschwindigkeiten allein mit dem Hinterradantrieb zu Werke geht. Für Geschwindigkeiten bietet sich das "Dynamik"-Programm an, das den Diesel- und den Elektromotor nutzt und sowohl mit Zweirad- als auch mit Vierradantrieb arbeitet. Die Kraftverteilung regelt wie im Freelander eine Haldexkupplung. Wann der Hybriddiesel aus Paris in Serie gehen könnte, ließ Land Rover offen. Sicher ist hingegen, dass der Freelander mit Schaltgetriebe 2009 mit einer Start-Stopp-Automatik kommt.

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