Nachrüstung von Diesel-Partikelfiltern

Diesel-Partikelfilter nachrüsten: Kosten

— 26.01.2009

Das kostet die Nachrüstung

Nachrüsten oder nicht? Bei den meisten älteren Dieseln lohnt es sich. AUTO BILD hat nachgerechnet: zwölf beliebte Typen und die Kosten für die Nachrüstung des Rußfilters im Überblick.

Wer mit seinem Diesel in Deutschland weiterhin uneingeschränkt mobil sein will und noch keinen Dieselrußfilter an Bord hat, muss nachrüsten. Denn nur dann gibt es die Plakette. Ohne riskiert man Bußgeld und Punkte. Für die Bewohner der Umweltzonen ist die Plakette sowieso zwingend, doch auch Vielfahrer können unvermittelt in einer solchen Zone landen. Davon abgesehen stellt sich die Frage: Rechnet sich der Aufwand? Denn Rußfilter sind nicht billig (Nachrüstkosten in der Bildergalerie). Deshalb gilt: Für einen sehr alten und verbrauchten Wagen lohnt die Nachrüstung nicht – außer der Besitzer hängt besonders an seinem Schätzchen. Für Autos, die noch ein paar Tausend Euro wert sind, rechnet sich dagegen die Investition schnell. Ganz nebenbei: Der Zeitwert eines Diesel wird bei einem Verkauf ohnehin nur mit einem Rußfilter an Bord erzielt, weil das Netz an Umweltzonen immer engmaschiger gestrickt wird. Schon jetzt sind filterlose Diesel im Umfeld von Umweltzonen nur noch weit unter ihrem Zeitwert zu verkaufen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Nachrüsten von Partikelfiltern:

• Wie hoch sind die Umrüstkosten? Komplette Rußfilterkats, etwa von Twintec, gibt es ab knapp 600 Euro, rund 50 Euro Einbaukosten kommen dazu.

• Wie hoch ist die steuerliche Förderung? Als Förderung vom Staat gibt es 330 Euro Steuerbefreiung ab der Nachrüstung. Bedingung: Das Auto wurde vor Januar 2007 erstmals zugelassen und wird bis 31. Dezember 2009 nachgerüstet. Es bleibt dann so lange von der Kfz-Steuer befreit, bis dieser Betrag verbraucht ist. Zudem entfällt die Strafsteuer für die nächsten zwei Jahre, etwa für einen Zweiliter-Diesel rund 50 Euro. Nicht zu vergessen: die Wertsteigerung des Autos. Die Nachrüstung lohnt sich also in den allermeisten Fällen.

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• Was passiert beim Verkauf des Autos mit der Steuerförderung? Die Förderung ist ans Auto gebunden und geht auf einen neuen Halter über.

• Wie funktioniert die Dieselrußfilter-Technik? Nachrüstrußfilter sind wartungsfreie, offene Systeme. Sie verbrennen die Rußpartikel bei hoher Temperatur.

Muss der Umbau eingetragen werden? Ja, mit den von der Werkstatt ausgefüllten Unterlagen bei der Zulassungsstelle.

• Ist bei der Nachrüstung eine AU notwendig? Nein, dabei wird keine zusätzliche Abgasuntersuchung (AU) fällig.

• Wie sieht es mit der Garantie aus? Die Garantie des Filterherstellers kann die gesetzliche Garantie von zwei Jahren übertreffen. Twintec etwa gibt eine Garantie über drei Jahre oder 80.000 Kilometer Laufleistung. Die Garantieansprüche gegen den Autohersteller werden nicht berührt.
Mehr zum Thema: Das sollten Sie wissen über Feinstaub-Plaketten und Umweltzonen

Autor: Roland Bunke

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