Diesel-SUV mit Frontantrieb im Vergleich

Diesel-SUV mit Frontantrieb im Vergleich

— 06.08.2009

Macht euch vom Acker!

Einfacher auf Achse: Nissan Qashqai+2, Peugeot 3008, Ford Kuga und VW Tiguan verzichten auf den Allradantrieb. Offroad-Einlagen sind damit tabu, ihr Gelände ist jetzt die Stadt.

Penthouse oder Erdgeschoss? Keine Frage, wer es sich leisten kann, wählt den ungestörten Ausblick von oben. Eine Vorliebe, die neben Immobilien eben auch fürs Auto gilt. Nur so erklärt sich die Beliebtheit moderner SUV, von deren Hochsitz Mann (und vor allem Frau) den Verkehr im Großstadt-Dschungel so schön überblicken kann. Weil sich SUV-Piloten jedoch immer seltener durch Schlamm und Geröll, sondern hauptsächlich durch Einkaufsreviere wühlen, zünden die Hersteller jetzt die nächste Evolutionsstufe dieser Spezies: Allradler ohne Allradantrieb!

Auch ohne Allrad kommen die vier SUV in ihrem Revier nicht ins Schleudern

Asphalt statt Acker: Nissan Qashqai+2, Peugeot 3008, Ford Kuga und VW Tiguan.

Das Schöne daran: Auf dem Boulevard der Eitelkeiten kommen Ford Kuga, Nissan Qashqai+2, Peugeot 3008 und der VW Tiguan auch mit reinem Frontantrieb nicht ins Schleudern – die Amputation von Verteilergetriebe, Kardan und Hinterachsdifferenzial inklusive Antriebswellen ist ihnen nicht anzusehen. Und beim Fahren allenfalls auf schlüpfrigem Untergrund zu spüren. Alle vier kämpfen beim flotten Anfahren auf nasser Straße mit Traktionsproblemen. Na ja, der Schwerpunkt liegt eben höher als bei den kompakten Plattformspendern, zudem sind die unteren Gänge kürzer übersetzt. Golf & Co bringen ihre Kraft jedenfalls wesentlich entspannter und reifenschonen der auf die Straße. Dafür sind die reinen Frontantriebs-SUV preiswerter, leichter und etwas sparsamer als ihre Allrad-Brüder. Reicht das, um den Allrad-Verzicht zu rechtfertigen?

Mehr zu den vier SUV mit Frontantrieb gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen finden Sie als Download im Heftarchiv.
Uli Holzwarth

Uli Holzwarth

Fazit

Der VW Tiguan gewinnt mit dem stimmigsten Konzept vor dem Nissan Qashqai+2, der dem VW mit viel Komfort und einem Klasse-Motor auf die Pelle rückt. Dem sportlichen Ford Kuga vereiteln vor allem Komfortschwächen eine bessere Platzierung. Am Ende: der Peugeot 3008, der selbst mit seinem fantastischen Motor die konzeptionellen Schwächen nicht ausgleichen kann. Alle vier haben jedoch bei Regen mit mehr oder weniger ausgeprägten Traktionsproblemen zu kämpfen. Dafür schonen sie aber die Haushaltskasse – und das kann man in diesen Zeiten gar nicht hoch genug bewerten.

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