Vergleich: Ford Fiesta/Peugeot 206+

Ford Fiesta Peugeot 206+ Ford Fiesta Peugeot 206+

Diesel-Vergleich: Ford Fiesta/Peugeot 206+

— 18.05.2009

Wer sieht hier alt aus?

Das Plus macht den Unterschied: Peugeot hat den elf Jahre alten 206 noch einmal gründlich überarbeitet. Kann der 206+ jetzt gegen den modernen Ford Fiesta bestehen? Ein Vergleich der Basis-Diesel.

Recycling, das ist mehr als grüne Punkte und gelbe Säcke. Peugeot zum Beispiel verwertet ganze Autos wieder. Den 206+ haben viele schon als rostigen Zombie in der Abwrack-Hölle vermutet. Doch jetzt fährt er vor, als wäre nichts gewesen. Der Topseller, der in den letzten Jahren als billige Einstiegsvariante sein Dasein fristete, war beim plastischen Chirurgen: Motorhaube, Kotflügel, Schürze, Kühlergrill und Scheinwerfer sind komplett neu. Ebenso das Cockpit, die Rückleuchten und der Name. Er heißt jetzt 206+. Und tritt hier selbstbewusst mit seinem 68-PS-Spardiesel gegen den Ford Fiesta mit brandneuem Basis-Diesel an.

Beide Konkurrenten kommen mit fünf Litern auf 100 Kilometer aus

Ein im Grunde elf Jahre altes Auto gegen einen topmodernen Kleinwagen – da muss der kleine Peugeot doch alt aussehen! Denkste. Die Fahrleistungen sind nämlich fast identisch. Gefühlt wirkt der 1,4-Liter-HDi des Peugeot sogar quirliger als der sieben PS stärkere Ford. Dessen auf 75 PS gedrosselter 1,6-Liter-TDCi hat zwar untenrum Druck, aber bei höheren Touren fehlt die Puste. Macht nichts, schließlich sollen die Kleinen ja Sparer beglücken. Und das können beide ganz gut: Der Peugeot gab sich im Test mit durchschnittlich 4,8 Litern zufrieden, der 100 Kilogramm schwerere Ford schluckte nur zwei Zehntelliter mehr. Das ist okay, schließlich sorgt im Fiesta der serienmäßige Partikelfilter für ein reines Umwelt-Gewissen. Ausgerechnet Filterpionier Peugeot bietet dagegen für den 1.4 HDi keinen Rußfänger an – die spinnen, die Gallier.

Der Peugeot 206+ federt ruppiger und lenkt teigiger als der Ford Fiesta

In Bewegung unterlegen: Der 206+ federt ruppiger als der Fiesta.

Da wirkt es fast schon banal, über die Sitzposition des 206+ zu mosern. Sein Lenkrad ist nur in der Höhe justierbar, dahinter hocken große Personen unglücklich im kleinen Sitz. Außerdem geht es hinten enger zu als im Fiesta. Hier wird es spürbar – das höhere Alter des Peugeot. Fahrer-Arbeitsplatz, Geräuschdämmung und vor allem Abrollkomfort – in allen Disziplinen räumt der Fiesta ab. Der 206+ federt ruppiger und lenkt teigiger, fährt mit dem optionalen ESP aber – immerhin – so sicher wie der Ford. Dessen sportlich-spät regelnder Schleuderschutz lässt dem Heck (zu) viel Freiheit. Am Ende siegt der Fiesta. Klar – schon der fehlende Partikelfilter des Peugeot ist schließlich ein K.o.-Kriterium. Denn intelligentes Recycling soll vor allem der Umwelt dienen.

Weitere Details zu Ford Fiesta und Peugeot 206+ gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabelen finden Sie als Download im Heftarchiv.
Uli Holzwarth

Uli Holzwarth

Fazit

Mit dem Ford Fiesta gewinnt das modernere Auto den Vergleich der Spar-Diesel. Der Peugeot 206+ schlägt sich wacker und punktet mit günstigen Kosten, sieht ohne Dieselfilter dann aber doch alt aus.

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