Diesel: WHO rügt Kraftstoff

— 13.06.2012

Diesel so gefährlich wie Asbest

Dieselabgase sind laut der Weltgesundheits-Organisation (WHO) gefährlicher als bisher gedacht. Die WHO sieht einen eindeutigen Zusammenhang des Kraftstoffs mit Krebserkrankungen.

(rtr) Das Einatmen von Dieselabgasen ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefährlicher als bislang angenommen. Die WHO stuft die Abgase des Treibstoffs nun nicht mehr nur als potenziell krebserregend ein, sondern sieht Belege für einen eindeutigen Zusammenhang mit der Krankheit. Damit gruppiert die Organisation Dieselabgase wie Asbest, Arsen und Senfgas ein. Eine Expertengruppe habe Belege gefunden, dass sie eine Ursache von Lungenkrebs seien und es zudem eine Verbindung zu Blasenkrebs gebe, teilte die zuständige WHO-Abteilung mit. Die WHO gruppierte Diesel nach Beratungen unabhängiger Experten als gefährlicher ein, die jüngste wissenschaftliche Forschungen auswerteten.

Lesen Sie auch: Diesel-SUVs im Verbrauchs-Test

Die Einschätzung von Benzin-Abgasen veränderte die WHO dagegen nicht. Diese werden weiter mit "wahrscheinlich krebserregend" bewertet.

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Kommentare zum Artikel (32)

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wiegepaul
15.06.2012, 09:38Uhr

Auch die aktuell in verschiedensten Produkten immer mehr eingesetzten und beworbenen Nanopartikel fallen durch viele natürliche Filterraster der Natur. D.h. Dass diese sich in Organismen anreichen werden und im Laufe der Zeit viel biologischen Systeme und Kreisläufe zerstören werden. - Aber man kann es halt nicht sofort sehen, ..also was soll`s !!

Atomernergie ist schließlich auch sauber, sowohl in der „Endlagerung“ als auch im Betrieb Fehlerfrei und ungefährlich. MfG

wiegepaul
15.06.2012, 09:37Uhr

angelo hats erkannt. Dass gerade die feinen Partikel, die durch die "optimierte" Verbrennung gerade moderner Dieselmotoren entstehen und somit durch die Körpereigenen Filter des menschlichen Organismus fallen, ist seit den 90er Jahren bekannt. Dass deren Ausstoß sich mit Feinstofffiltern erheblich reduzieren lässt ebenso.

Dennoch hat sich viele Jahre die deutsche Autoindustrie sowie die Politik in Deutschland darum einen Dreck gescheert. Während der PSA-Konzern diese Filter wenigstens für Frankreich anbot, gab es fürDeutschland keine Notwendigkeit die Fahrzeuge damit auszustatten.

angelo791027
15.06.2012, 01:10Uhr

Das ist doch schon seit langem bekannt. Aber wieso dauert es so lange, bis die beste Abgas-Technik serienmäßig ist. Oder anders gefragt. Wie lange dauert es, bis die Fahrzeugflotte auf die besten Werte umgestellt sind, wenn man immer noch Euro 4 Autos kaufen kann, die noch 20 und mehr Jahre auf der Strasse sein können. Beim PSA-Konzern gibt es mit FAP eine Technik, die laut ADAC keinen Russ mehr durch den Auspuff jagt. Toyota und Mercedes scheinen auch sehr weit zu sein. Aber warum wurde das vor 10 Jahren nicht Pflicht? Beim Kat ging es doch auch.

BadenerD
14.06.2012, 21:56Uhr

Das weiß man schon seit Jahren, diese Erkenntnis ist nichts neues. Aber soll die Politik tun? Dieselfahrzeuge verbieten? Keine LKWs die immer mehr die Luft mit Diesel verpesten...schön wärs, aber was ist dann mit der deutschen Wirtschaft?
Weil es darauf keine Antwort gibt ist bis auf weiteres der Diesel Ruß ..völlig unbedenklich

Franz Langer
14.06.2012, 21:24Uhr

WETTEN, daß....es bald wissenschaftliche Arbeiten geben wird, die diese Aussagen relativieren?
Siehe: Rußpartikel von BENZINMOTOREN MIT DIREKTEINSPRITZUNG (erschienen in Auto Bild)

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