DLR erforscht aerodynamischen Lkw

DLR erforscht aerodynamischen Lkw DLR erforscht aerodynamischen Lkw Freightliner Revolution

DLR erforscht den aerodynamischen Lkw

— 01.08.2012

Der Laser-Laster

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat untersucht, wie man die Aerodynamik von Lkw verbessern, den Abgasausstoß verringern und so die Umwelt schonen kann.

Die aerodynamisch ungünstige Bauweise der Lastwagen verursacht einen hohen Kraftstoffverbrauch und Abgasausstoß. Deshalb liegt der Gedanke nahe, die Brummis der Umwelt zuliebe einfach umzubauen. Das ist jedoch wegen der gesetzlichen Vorgaben für die äußeren Abmessungen von Sattelzügen nur eingeschränkt möglich. Zudem darf der Laderaum nicht wesentlich verkleinert werden. Auf der Suche nach einer Alternative haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) jetzt bei Testfahrten mit Laser-Messverfahren untersucht, wie man die Aerodynamik von Lkw anderweitig verbessern könnte.

Unterboden mit Diffusor

Für die Testfahrten wurde dieser Sattelzug von den DLR-Wissenschaftlern mit modernster Messtechnik ausgerüstet.

Eine Lösungsmöglichkeit wären laut DLR Anbauten am Unterboden. "Durch den hohen Druck vor dem Lkw und dem niedrigen dahinter entsteht eine Kraft entgegen der Fahrtrichtung mit einer Art Sogwirkung", erklärt Johannes Haff vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Göttingen. "Ein modifizierter Unterboden mit einer am Heck anschließenden Querschnittserweiterung, ähnlich eines Diffusors, könnte durch die Erzeugung strömungsgerichteter Wirbel den Druck hinter dem Lkw erhöhen, wodurch die Sogwirkung verringert wird."

Testfahrten mit Lasernebel

Testgelände für die Untersuchungen des DLR-Teams war der Fliegerhorst der Bundeswehr im niedersächsischen Faßberg.

Bei ihren nächtlichen Lkw-Testfahrten machten die DLR-Wissenschaftler mit Drucksensoren in der Lkw-Rückwand und Laser-Messverfahren die aerodynamischen Strömungen um einen Sattelzug sichtbar. Dafür bauten sie ein Lasersystem, diverse Messtechniken, Rechner und einen Rauchgenerator in einen 40-Tonner ein. Für die Erfassung der Daten wurde ein Kamerasystem aus hochauflösenden CCD-Kameras an die Rückseite des Lkw angebracht. Dann fuhr der Lkw mehrmals mit unterschiedlicher Geschwindigkeit über die Piste, während die Wissenschaftler im Laderaum die Bilder und Daten auf dem Monitor verfolgten. Die Auswertung der Daten ist noch nicht abgeschlossen.

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